Betta albimarginata

Deutscher Name: Weißsaum-Kampffisch

Foto: Jessica Stanzel - Betta-World.de
Herkunft:
Borneo, Indonesien
Farben:
orange, rot, schwarz, weiß
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Betta albimarginata
Gattung: Betta
Familie: Osphronemidae

Beschreibung

Betta albimarginata, der Weißsaum-Kampffisch, ist ein kompakter Labyrinthfisch (Osphronemidae) mit einer Standardlänge von ca. 3–3,5 cm SL (bis ca. 4 cm TL). Die Körpergrundfarbe des Männchens ist ziegelrot mit schwarzen Flecken am Kopf und orangefarbenen Wangenpartien. Besonders charakteristisch sind die Flossen mit einem Muster aus Rot und Schwarz mit breiten weißen Säumen. Weibchen sind deutlich dezenter gefärbt in grau-braunen Tönen; bei Laichbereitschaft zeigen sie oft vertikale Streifen. Im Aquarium zeigt die Art ein eher scheues, aber nicht ängstliches Verhalten. Betta albimarginata ist ein paternaler Maulbrüter – das Männchen trägt die Brut im Maul. Als Labyrinthfisch benötigt die Art stets Zugang zur Wasseroberfläche.
Sozialverhalten: Paarweise
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Paternaler Maulbrüter – Männchen trägt die Brut im Maul bis zur Schwimmfähigkeit
  • Labyrinthfisch – benötigt Zugang zur Wasseroberfläche; warme, feuchte Luftschicht unter Abdeckung
  • Hervorragender Springer – dicht schließende Abdeckung ist Pflicht
  • Schwarzwasser-Spezialist: kräftige Anpassung an stark huminreiche, saure Bedingungen
  • Bevorzugt sehr flache Gewässerbereiche (5–10 cm Wassertiefe) in Naturhabitaten
  • Scheu und dämmerungsaktiv; neigt zu Fettleibigkeit bei zu reichhaltiger Fütterung
  • Kupferhaltige Medikamente vermeiden

Vergesellschaftungshinweise

Betta albimarginata kann als Paar oder in kleinen Gruppen gehalten werden. In gut strukturierten Becken funktionieren Paare oder kleine Harems gut. Das Temperament ist generell friedlich und zurückhaltend. Während der Brutzeit ist das Männchen besonders empfindlich gegenüber Störungen und könnte bei Stress die Eier oder Jungfische verschlucken. Für eine sichere Vergesellschaftung sollten vorwiegend Arten aus Südostasien/Borneo gewählt werden. Empfohlen sind kleine, ruhige Rasboras sowie bodenorientierte Schmerlen (z. B. Gastromyzon, Sewellia). Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen und Schnecken werden meist toleriert.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen erreichen etwa 3–3,5 cm SL (bis ca. 4 cm TL) und sind intensiv ziegelrot mit schwarzen Kopfzeichnungen, orangefarbenen Wangen und breit weiß gesäumten Flossen. Weibchen sind etwas kleiner und deutlich blasser in grau-brauner Grundfarbe mit häufig vertikalen Streifen bei Laichbereitschaft.
Größe: ca. 3–3,5 cm SL (bis 4 cm TL)

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 23–28 °C, pH 4,0–6,5, GH 1–5 dGH. Mindestbeckengröße: 60 cm Kantenlänge, 54 Liter. Ein flaches Becken mit dichter Struktur ist wichtiger als reines Volumen. Einrichtung stark strukturiert mit vielen Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Höhlen und dichten Pflanzenbeständen. Weiches, feinkörniges Substrat (Sand) bedeckt mit einer dicken Lage Falllaub. Torf oder andere huminbildende Materialien fördern die typische Schwarzwasserfärbung. Gedämpftes Licht. Ruhige bis sehr leichte Strömung. Filter mit geringer Strömung (Schwammfilter) bevorzugen. Als Labyrinthfisch ist Zugang zur Wasseroberfläche Pflicht; die Abdeckung muss einen warmen, feuchten Luftraum unter dem Deckel erhalten. Diese Art ist ein hervorragender Springer – dicht schließende Abdeckung ist Pflicht. Kupferhaltige Medikamente vermeiden. Fütterung maßvoll dosieren – die Art neigt zu Fettleibigkeit.
Wasserhärte:
weich
pH-Wert
4,0–6,5
Temperatur:
23–28 °C
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Betta albimarginata ist ein paternaler Maulbrüter. Das Männchen nimmt die befruchteten Eier nach mehreren Paarungsumarmungen ins Maul und trägt die Brut dort bis zur Schwimmfähigkeit. Zuchtwasser: 25–26 °C, pH 4,0–6,0, GH maximal 3–5 dGH. Gute Konditionierung mit hochwertigem Lebendfutter, weiches und saures Wasser sowie ungestörte, abgedunkelte Versteckmöglichkeiten reichen in der Regel aus. Wurfgröße typischerweise 10–20 Eier (gelegentlich bis 40). Inkubation: 10–21 Tage bei 25 °C. Jungfische sind bei Entlassen relativ groß und selbstständig. Erstfutter: Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Geschlechtsreife: ca. 6 Monate.

Ernährung/Futterbedarf

Betta albimarginata ist karnivor und zeigt eine deutliche Präferenz für proteinreiche Futtermittel tierischen Ursprungs. Optimal ist abwechslungsreiche Fütterung mit Lebend- und Frostfutter: Artemia, Mückenlarven, Daphnien, Cyclops und Mikrowürmchen. Trockenfutter wird oft nicht als Hauptfutter akzeptiert. Maßvolle Portionsgrößen, da die Art zur Fettleibigkeit neigt. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 5–8 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Betta albimarginata stammt aus Borneo und ist endemisch im Einzugsgebiet des Sebuku-Flusses in Ost-Kalimantan (Kalimantan Timur), Indonesien. Die Habitate sind stark beschattet durch dichte Ufervegetation. Das Wasser ist extrem flach (5–10 cm Tiefe) und durchsetzt mit Falllaub, Pflanzenwurzeln und Ästen. Der Bodengrund besteht aus Sand, bedeckt mit einer dicken Lage Falllaub. Das Wasser ist teefarben (Schwarzwasser) mit hoher Konzentration an Huminstoffen; die Strömung ist still bis sehr langsam.

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