
Labyrinthfische
Sumatra-Kampffisch
Betta falx
- Endgröße: 4–5 cm SL
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-27 °C
- pH-Wert: pH 4,7-6,8
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Mittel
Paarweise halten, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Osphronemidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Betta brownorum ist ein kleiner Kampffisch aus der Betta-coccina-Gruppe, der laut Fachquellen rund 3 cm Standardlänge (Länge ohne Schwanzflosse) erreicht; die Tiere von Charles König wurden rund 5 cm lang (Gesamtlänge). Der Körper ist rot bis rotmagenta, auf der Körpermitte sitzt bei beiden Geschlechtern ein großer, grün bis türkis schillernder Fleck.

5 cmEndgröße
24-30 °CTemperatur
3-6pH-Wert
1-5 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Von den übrigen Arten der coccina-Gruppe unterscheidet ihn vor allem dieser Flankenfleck, der deutlich größer ausfällt als bei den Verwandten; außerdem fehlen schillernde senkrechte Streifen auf dem Kiemendeckel und grüne Punkte in Rücken- und Afterflosse. Die Bauchflossen sind sichelförmig, rot und enden in einer weißen Fadenspitze. Die Art stammt aus Torfsumpfwäldern im Nordwesten Borneos (Sarawak in Malaysia, einzelne Bestände in Westkalimantan, Indonesien). Sie braucht sehr weiches, saures Schwarzwasser und eignet sich für erfahrene Aquarianer, die ein eigenes Artbecken einrichten.
Betta brownorum braucht sehr weiches, saures Wasser: 24–30 °C, pH 3,0–6,0 und eine Gesamthärte von 1–5 °dGH bei kaum messbarer Karbonathärte. Die Untergrenze von pH 3,0 entspricht den tiefsten am Naturstandort gemessenen Werten. In der Regel ist dafür Osmosewasser oder ähnlich weiches Wasser nötig. Für ein Paar oder eine kleine Gruppe reicht ein Becken ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter. Wichtig sind gedämpftes Licht und viele Verstecke: Wurzeln, Äste, Tonröhren oder Kunststoffröhren sowie eine Schicht aus getrocknetem Falllaub. Das Laub gibt Gerbstoffe ab und bildet einen Belag aus Mikroorganismen, der später auch Jungfischen als Nahrung dient. Torf ist nicht nötig; seine Gewinnung gilt als nicht nachhaltig und umweltschädlich. Viele Züchter verzichten auf Bodengrund. Geeignete Pflanzen sind Javafarn, Javamoos, Cryptocorynen und Schwimmpflanzen. Gefiltert wird sanft, etwa mit einem luftbetriebenen Schwammfilter, starke Strömung ist zu vermeiden. Das Becken muss dicht abgedeckt sein und der Wasserstand etwas unter dem Rand liegen, weil die Tiere Zugang zu warmer, feuchter Luft über der Wasseroberfläche brauchen und gut springen.
Die Art ist kein Fisch für das übliche Gesellschaftsbecken. Am besten hält man sie allein im Artbecken oder mit sehr ruhigen Arten, denn größere oder lebhafte Beifische schüchtern sie ein und fressen ihr das Futter weg. Als Beifische kommen allenfalls kleine Bärblinge oder Schmerlen aus ähnlichen Schwarzwasser-Lebensräumen in Frage, deren Ansprüche vorher genau zu prüfen sind. Ob mehrere Paare oder ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammen gehalten werden können, wird unterschiedlich berichtet: Manche Halter sehen nur Verfolgungen ohne Verletzungen, andere erleben, dass ein dominantes Männchen Artgenossen dauerhaft bedrängt. Sicherer ist die Haltung als einzelnes Paar.
In der Natur frisst Betta brownorum Insekten und andere kleine Wirbellose; im Mageninhalt untersuchter Tiere fanden sich Gliederfüßer, darunter Landameisen und Wassermilben. Im Aquarium wird Trockenfutter meist angenommen, sobald die Tiere es als Futter erkannt haben. Für Farbe und Kondition sollte regelmäßig Lebend- oder Frostfutter wie Wasserflöhe, Artemia und Mückenlarven gereicht werden. Nicht überfüttern, Kampffische neigen zu Verfettung.
Betta brownorum ist ein Schaumnestbauer. Das Paar muss vor dem Ablaichen nicht getrennt werden, das Weibchen braucht aber genug Deckung. Als Nistplatz nimmt das Männchen gern eine Röhre oder eine leere Filmdose an, baut aber auch unter breiten Blättern oder zwischen feinen Schwimmpflanzen. Solange das Nest nicht fertig ist, duldet es das Weibchen nicht in der Nähe. Vor dem Laichen wird das Weibchen heller und zeigt dunkle Binden. Gelaicht wird unter dem Nest in der für Labyrinthfische typischen Umschlingung; das Weibchen fängt die Eier zwischen Bauchflossen und Körper auf, das Männchen trägt sie ins Nest. Die Gelege umfassen meist weniger als 20 Eier, bis zu 50 kommen vor. Nach dem Ablaichen pflegt das Männchen das Nest allein. Die Larven schlüpfen nach etwa 24 bis 48 Stunden (eine Zuchtstudie aus Sarawak nennt drei bis vier Tage) und bleiben noch drei bis vier Tage im Nest, bis der Dottersack aufgezehrt ist. Freischwimmende Jungfische erhalten zwei- bis dreimal täglich kleine Mengen Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien; zu viel Artemia wird bei jungen Kampffischen mit Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht. Kleine, regelmäßige Wasserwechsel und eine dichte Abdeckung, damit sich das Labyrinthorgan in feuchtwarmer Luft richtig entwickelt, sind wichtig. Charles König hat die Art selbst nachgezogen; die Fotos von Brutpflege, Larven und Jungtieren stammen aus seiner Nachzucht. Für die Zuchtwasserwerte liegen in den ausgewerteten Quellen keine eigenen Angaben vor.
Betta brownorum lebt im Nordwesten Borneos: im Süden und Westen des malaysischen Bundesstaats Sarawak, etwa von Sibu nach Südwesten bis Kuching und Matang, dazu in einigen Beständen in Westkalimantan (Indonesien). Der Typusfundort (Fundort der Tiere, nach denen die Art beschrieben wurde) ist ein kleiner Torfsumpfwald rund 2,5 km südlich der Fähre über den Batang Rejang an der Straße von Sibu nach Kuching. Die Art bewohnt ausschließlich Torfsumpfwälder und die dazugehörigen Schwarzwasserbäche. Ein dichtes Kronendach lässt kaum Licht auf das Wasser, das von Huminsäuren dunkel gefärbt und nahezu mineralfrei ist. Als Naturwert wird ein pH-Wert bis hinab zu 3,0–4,0 genannt. Am Typusfundort bedeckte eine etwa 10 cm dicke Schicht aus unzersetztem Laub den Boden. Beschrieben werden außerdem nur 5–10 cm tiefe Pfützen sowie als Begleiter Cryptocoryne pallidinervia, Barclaya cf. motleyi und Fische wie Puntius pentazona, Rasbora kalochroma und Betta climacura. Fällt das Wasser trocken, können die Tiere offenbar wochenlang im feuchten Laub überdauern. Bei Matang ist Lebensraum durch Wohnbebauung verloren gegangen; die IUCN führt die Art als gefährdet.
Männchen werden mit zunehmendem Alter farbiger und entwickeln längere Flossen. Weibchen sind blasser und haben kürzere Flossen. Den grünen Flankenfleck tragen beide Geschlechter. Kurz vor dem Laichen wird das Weibchen heller und zeigt dunkle Binden auf den Flanken.
Die Art bleibt sehr klein. Fachquellen nennen eine Standardlänge (ohne Schwanzflosse) von 2,6 bis 3 cm. Die Gesamtlänge mit Schwanzflosse liegt bei rund 5 cm, so groß wurden die Tiere von Charles König.
Sehr weiches, saures Schwarzwasser: 24–30 °C, pH 3,0–6,0 und 1–5 °dGH bei kaum messbarer Karbonathärte. Meist ist dafür Osmosewasser nötig.
Für ein Paar oder eine kleine Gruppe genügt ein Becken ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter, dicht abgedeckt, mit gedämpftem Licht, Laub, Wurzeln und Röhren als Verstecke.
Am besten im Artbecken. Wenn Beifische, dann nur sehr ruhige kleine Bärblinge oder Schmerlen aus ähnlichem Schwarzwasser. Mehrere Männchen in einem Becken können sich dauerhaft bedrängen, sicherer ist ein einzelnes Paar.
Das Männchen baut ein Schaumnest, gern in einer Röhre, und pflegt Eier und Larven allein. Die Gelege umfassen meist unter 20, gelegentlich bis zu 50 Eier.
Kleine Wirbellose. Im Aquarium wird Trockenfutter meist angenommen, dazu regelmäßig Lebend- oder Frostfutter wie Wasserflöhe, Artemia und Mückenlarven. Nicht überfüttern.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















