
Labyrinthfische
Betta siamorientalis
Betta siamorientalis
- Endgröße: bis 4,5 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, territorial
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Osphronemidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Betta dimidiata ist ein kleiner, schlanker Kampffisch (Familie Osphronemidae) aus dem Einzugsgebiet des Kapuas in West-Kalimantan auf Borneo. Körper und Flossen sind rotbraun, an den Flanken verläuft eine dunkle Längsbinde, die Kiemendeckelschuppen glänzen goldfarben, und beide Geschlechter tragen einen dunklen Kinnstreifen.

4,6 cmEndgröße
22-27 °CTemperatur
5,2-6,5pH-Wert
1-5 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Ausgewachsene Männchen haben eine spatenförmige, spitz ausgezogene Schwanzflosse sowie verlängerte Rücken-, After- und Bauchflossen mit hellem Saum. Damit unterscheiden sie sich von der Schwesterart Betta krataios aus dem unteren Kapuas, die eine abgerundete Schwanzflosse, türkisfarbene Kiemendeckelschuppen und einen gelblich-braunen Körper hat; beide Arten werden im Handel häufig verwechselt. Die Art ist ein Maulbrüter, bei dem das Männchen die Eier im Maul trägt. Sie braucht sehr weiches, saures Wasser, gedämpftes Licht und ruhige Beifische und eignet sich für Aquarianer mit Erfahrung in der Haltung von Wildfang-Kampffischen.
Betta dimidiata braucht sehr weiches, saures Wasser: 22-27 °C, pH 5,2-6,5 und eine Gesamthärte von 1-5 °dGH bei kaum messbarer Karbonathärte. Dafür eignet sich Umkehrosmosewasser (gefiltertes, nahezu mineralfreies Wasser) oder anderes weiches Wasser. Für ein Paar oder eine kleine Gruppe reicht ein Becken ab 60 cm Kantenlänge (54 Liter). Die Einrichtung darf dicht sein: Wurzeln und Äste, Tontöpfe oder Rohrstücke als Verstecke, getrocknetes Falllaub, dazu Javafarn, Javamoos, Cryptocorynen und einige Schwimmpflanzen. Das Licht sollte gedämpft sein, die Filterung schwach, etwa ein luftbetriebener Schwammfilter. Als Labyrinthfisch braucht die Art Zugang zur feuchtwarmen Luftschicht über dem Wasser; das Becken wird deshalb dicht abgedeckt und nicht bis zum Rand gefüllt. Wasserwechsel besser in kleinen, regelmäßigen Portionen als in großen Mengen auf einmal.
Friedlicher Kampffisch, der sich paarweise oder in einer kleinen Gruppe halten lässt; gerade in der Gruppe zeigen die Tiere aufschlussreiches Verhalten untereinander. Für ein normales Gesellschaftsbecken ist die Art nicht geeignet, weil größere oder lebhafte Fische sie einschüchtern und ihr das Futter wegfressen. Am besten hält man sie im Artbecken oder mit sehr friedlichen Kleinfischen; einige kleine Bärblinge und Schmerlen aus ähnlichen Lebensräumen kommen in Frage, ihre Ansprüche an Wasserwerte und Temperatur sollten vorher geprüft werden. Zur Vergesellschaftung mit Garnelen und Schnecken liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben vor.
In der Natur frisst Betta dimidiata vermutlich Insekten und andere kleine Wirbellose. Im Aquarium wird Trockenfutter meist erst nach einer Eingewöhnung angenommen. Für Farbe und Kondition sollten regelmäßig kleine Lebend- oder Frostfutter wie Wasserflöhe (Daphnia), Artemia und Rote Mückenlarven gereicht werden. Sparsam füttern: Kampffische der Gattung Betta neigen zu Verfettung.
Betta dimidiata ist ein väterlicher Maulbrüter (das Männchen trägt die Eier im Maul). Die Balz ist lang, oft gibt es mehrere Scheinumschlingungen, bevor gelaicht wird. Bei der Paarung umschlingt das Männchen das Weibchen; die befruchteten Eier werden auf der Afterflosse des Männchens aufgefangen, vom Weibchen ins Maul genommen und dem Männchen zugespuckt, das sie aufnimmt. Das Männchen brütet etwa 10 bis 14 Tage und entlässt dann freischwimmende Jungfische. Gestresste oder unerfahrene Männchen spucken die Eier vorzeitig aus oder schlucken sie; deshalb lässt man das Weibchen und die übrigen Fische besser im Becken, statt das brütende Männchen zu stören. Für die Zucht empfiehlt sich ein eigenes, gut abgedecktes Becken, damit die Jungfische nach dem Auftauchen feuchtwarme Luft vorfinden. Die Jungfische können herausgefangen werden oder bei den Eltern bleiben; nach einigen Berichten wachsen sie dort sogar schneller. Sie nehmen Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien; zu viel Artemia kann bei ihnen Gesundheitsprobleme auslösen. Wasser in kleinen, regelmäßigen Portionen wechseln.
Betta dimidiata ist auf Borneo endemisch und kommt nur in West-Kalimantan (Indonesien) vor. Der Typusfundort (Fundort der Tiere aus der Erstbeschreibung) liegt im Einzugsgebiet des Kapuas am Sungai Seriang, 37 km westlich von Putussibau; die Art scheint auf den oberen Kapuas einschließlich der Seenregion Danau Sentarum beschränkt zu sein. Die Schwesterart Betta krataios lebt im unteren Kapuas. B. dimidiata bewohnt Bäche und Tümpel im Sumpfwald, die teils nur wenige Zentimeter tief sind. Ein dichtes Blätterdach beschattet das Wasser, das durch Huminstoffe (gelöste Stoffe aus zerfallendem Laub) braun gefärbt, sehr mineralarm und sauer ist. Den Grund bedecken Falllaub, Äste und Wurzeln. In Trockenzeiten sollen die Fische wochenlang in feuchtem Laub oder in Löchern im Bachbett überdauern können.
Männchen werden größer, haben einen breiteren Kopf, mehr irisierende Schuppen am Kopf und stärker ausgezogene Flossen: Bauchflossen, Rücken- und Afterflosse sind deutlich verlängert, die Schwanzflosse ist spatenförmig ausgezogen. Die unpaaren Flossen der Weibchen sind runder. Der dunkle Kinnstreifen kommt bei beiden Geschlechtern vor und taugt nicht zur Unterscheidung.
Die Art bleibt klein: Genannt werden rund 4,6 cm Gesamtlänge, große Männchen mit ausgezogener Schwanzflosse können etwas darüber liegen. Männchen werden größer als Weibchen.
Sehr weiches, saures Wasser: 22-27 °C, pH 5,2-6,5 und 1-5 °dGH Gesamthärte bei kaum messbarer Karbonathärte.
Für ein Paar oder eine kleine Gruppe ab 60 cm Kantenlänge (54 Liter). Das Becken muss dicht abgedeckt sein.
Ein Maulbrüter: Das Männchen trägt die Eier etwa 10 bis 14 Tage im Maul, ein Schaumnest wird nicht gebaut.
Erwachsene B. dimidiata haben eine spatenförmig ausgezogene Schwanzflosse, goldfarbene Kiemendeckelschuppen und einen rotbraunen Körper. B. krataios hat eine runde Schwanzflosse, türkisfarbene Kiemendeckelschuppen und ist gelblich-braun.
Nur mit sehr friedlichen Kleinfischen oder besser im Artbecken. Größere oder lebhafte Fische schüchtern die Art ein und fressen ihr das Futter weg.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















