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Zierfische, Familie Gobiidae

Goldringelgrundel Brachygobius xanthozona

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Goldringelgrundel (Brachygobius xanthozona) wird bis ca. 3,8 cm (SL) groß und ist eine kompakt gebaute Grundel aus der Familie Gobiidae. Die senf- bis goldgelbe Grundfärbung wird von vier breiten, schwarzen vertikalen Binden unterbrochen. Ein markantes Merkmal der echten xanthozona ist die vollständig schwarze Analflosse. Die Flossen sind kurz und der Körper wirkt robust.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • bis 5 cmEndgröße

  • 3–5 JahreLebenserwartung

  • 25-30 °CTemperatur

  • 7,5-8,5pH-Wert

  • 15-25 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigen diese Grundeln ein bodennahes, zurückgezogenes Schwimmverhalten. Sie patrouillieren in Bodennähe, suchen aktiv nach Futter und nutzen enge Verstecke. Adulte Tiere verweigern Trockenfutter meist vollständig und benötigen lebende bzw. gefrorene tierische Kost. Im Handel wird die Art häufig mit Brachygobius doriae oder anderen Brachygobius-Arten verwechselt.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 25–30 °C, pH 7,5–8,5, GH 15–25 dGH. Ein leichter Salzzusatz (SG 1.002–1.007, ca. 3–9 g Meersalz pro Liter) ist optional, aber für Langzeitgesundheit und Zuchtbereitschaft empfehlenswert. Die Art verträgt auch hartes Leitungswasser; sehr weiches oder saures Wasser ist zu vermeiden. Mindestens 54 Liter mit min. 60 cm Kantenlänge. Feiner Sand- oder feinkiesiger Bodengrund. Viele Verstecke sind essenziell: kleine Tonröhren, leere Schneckenhäuser, Wurzelholz, Steine mit Spalten sowie Laub. Langsame Strömung. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung. Regelmäßige moderate Wasserwechsel; bei Brackwasserhaltung Nachsalzen nach Wasserwechseln beachten. Ein leichter Salzzusatz (SG 1.002–1.007) verbessert die Langzeitgesundheit. Stabilität der Wasserwerte ist entscheidend. Aufgrund der Höhlenbrut sind viele kleine Verstecke wichtiger als wenige große. Ausschließlich Lebend- oder Frostfutter verwenden; Trockenfutter wird dauerhaft verweigert.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Brachygobius xanthozona gilt als Gruppenhalter; empfohlen wird eine Gruppe ab 6–8 Tieren. Innerartlich bilden die Tiere kleine Reviere am Boden. Die Art verhält sich gegenüber anderen kompatiblen Arten grundsätzlich friedlich, kann jedoch gegenüber Artgenossen territorial werden – insbesondere wenn geeignete Bruthöhlen knapp sind. Während der Fortpflanzungsphase verteidigen Männchen die Bruthöhle aktiv. Kleine Garnelen und deren Nachwuchs können gefressen werden; adulte Garnelen werden in der Regel toleriert. Schnecken werden meist in Ruhe gelassen. Geeignet sind ruhige, kleine südostasiatische Brackwasser- oder brackwassertolerante Arten. Afrikanische Cichliden sind strikt zu vermeiden.

Ernährung

Karnivor. Die Art nimmt überwiegend tierische Kost an; Trockenfutter wird häufig schlecht angenommen; entscheidend ist eine sichere Artbestimmung und ein passendes Angebot kleiner tierischer Futtersorten. Geeignet sind Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, rote Mückenlarven, schwarze Mückenlarven, Cyclops und Daphnien. Mehrere kleine Fütterungen täglich sind sinnvoll. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.

Zucht

Dokumentierte Zuchterfolge vorhanden; Zucht gilt als mittelschwer. Zucht-Temperatur 26–28 °C; pH 7,5–8,2; GH bis 20 dGH. Ein leichter Salzzusatz (SG 1.002–1.005) begünstigt Zuchtstimulation und Larvenentwicklung – Larven benötigen leicht gesalzenes Wasser (ca. 4 g/l). Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter. Das Männchen übernimmt die Brutpflege. Gelegegrößen: ca. 100–300 Eier. Inkubationszeit ca. 4–7 Tage bei 26–28 °C. Larven benötigen zunächst Infusorien oder Rädertierchen, dann Artemia-Nauplien.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 7,5 bis 8,2, bis 20 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Brachygobius xanthozona stammt aus Indonesien (Java, Sumatra, Borneo). In der Natur besiedelt die Art flache Bereiche mit schlammigem oder sandigem Bodengrund, die reich an Versteckmöglichkeiten sind. Häufig werden diese Habitatzonen von Gezeiten beeinflusst und periodisch von Brackwasser beeinflusst.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen wirken fülliger und runder, besonders während der Laichzeit. Männchen sind schlanker und zeigen oft intensivere Farben. Die Geschlechter erreichen ähnliche Größen im Bereich von 3–4 cm.

Gut zu wissen

  • Höhlenbrüter: bevorzugt enge Höhlen oder geschützte Spalten zum Ablaichen
  • Männliche Elternpflege: Männchen bewachen und belüften die Eier
  • Brackwasser-Toleranz: Die Art profitiert von einem leichten Salzzusatz (SG 1.002–1.007); reine Süßwasserhaltung ist möglich
  • Analflosse der echten xanthozona tiefschwarz ausgeprägt (artdiagnostisch relevant)
  • Sprunggefahr: gering, dennoch sicher abdecken
  • Junggarnelen können gefressen werden

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Goldringelgrundel?

Die Goldringelgrundel benötigt Temperatur 25–30 °C, pH 7,5–8,5 und GH 15–25 dGH. Ein leichter Salzzusatz (SG 1.002–1.007) ist empfehlenswert, aber nicht zwingend.

Kann man die Goldringelgrundel mit anderen Fischen vergesellschaften?

Am besten mit ruhigen, kleinen südostasiatischen Brackwasser- oder brackwassertoleranten Arten. Afrikanische Cichliden sind strikt zu vermeiden. Die Bodenzone sollte nicht durch aggressive Arten dominiert werden.

Kann man die Goldringelgrundel im Aquarium züchten?

Ja, dokumentierte Zuchterfolge existieren. Die Art ist ein Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Zucht-Temperatur 26–28 °C, leichter Salzzusatz wird empfohlen. Larven benötigen leicht gesalzenes Wasser.

Was frisst die Goldringelgrundel?

Kleine tierische Lebend- und Frostfuttersorten sind die sichere Grundlage. Ob Trockenfutter angenommen wird, kann individuell variieren; bei Handelsfischen ist außerdem die sichere Artbestimmung wichtig.

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Fragen und Erfahrungen

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