
Salmler
Brittans Salmler
Brittanichthys myersi
- Endgröße: 3,2 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-24 °C
- pH-Wert: pH 4,5-6
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Schwierig
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Characidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Brittans Salmler (Brittanichthys) werden bis ca. 3,2 cm groß und sind sehr kleine, zierliche Salmler aus der Familie Characidae. Die Grundfärbung reicht von leicht transparentem Beige bis Grau mit einem silbrig-bläulichen Schimmer. B. axelrodi zeigt zusätzlich einen markanten, blutroten Streifen an der Schwanzwurzel.

3,2 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
4,5-6pH-Wert
1-5 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Im Aquarium verhalten sich Brittans Salmler als besonders scheue, zurückhaltende Schwarmfische in den mittleren Schwimmlagen. Sie profitieren deutlich von naturnaher Einrichtung mit Laubsubstrat, Wurzeln und gedämpftem Licht. Durch die hohe Empfindlichkeit gegenüber suboptimalen Wasserbedingungen und die starke Anpassung an tanninreiches Schwarzwasser sind sie anspruchsvoll in der Pflege.
Wasserwerte: Temperatur 22–26 °C, pH 4,5–6,0, GH 1–5 dGH. Ein pH-Wert unter 6,0 und sehr weiches Wasser sind Voraussetzung. Stabile, gleichmäßige Werte ohne starke Schwankungen sind wichtig. Mindestens 60 cm Kantenlänge (ca. 54 L). Feiner Sand mit Falllaub, Wurzeln, Holzstücke, gedämpfte Beleuchtung durch Schwimmpflanzen. Langsam fließendes bis stehendes Wasser. Torf- oder Rohhumusfilterung hilft den Schwarzwassercharakter zu erhalten. Regelmäßige, sanfte Wasserwechsel mit weichem Wasser. Brittans Salmler sind anspruchsvolle Aquarienfische, die besondere Wasserparameter und naturnahe Einrichtung benötigen. Nur für erfahrene Halter mit passenden Mitbewohnern und der Bereitschaft zu sorgfältiger Wasserpflege.
Klassische Schwarmfische; empfohlen werden Gruppen von mindestens 10 Tieren. Temperament überwiegend friedlich und zurückhaltend. Sehr scheu gegenüber schnellen Bewegungen und lauten Geräuschen. Adulte Zwerggarnelen sind weitgehend verträglich, Junggarnelen können gefährdet sein. Schnecken werden toleriert. Bioregion-kompatible südamerikanische Salmler, friedliche Panzerwelse und kleine Buntbarsche empfohlen.
Mikro-Prädatoren mit überwiegend fleischlicher Ausrichtung. Bevorzugt feines Lebend- und Frostfutter: Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und Mikrowürmer. Trockenfutter wird oft erst nach längerer Eingewöhnung akzeptiert. Aufgrund des kleinen Mauls sind Futtergröße und -beschaffenheit kritisch.
Erfolgreiche Nachzuchten in Gefangenschaft sind extrem selten und kaum dokumentiert (DATZ 3/2010). Brittanichthys sind keine klassischen Freilaicher mit externer Befruchtung. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen für B. axelrodi interne Besamung (Inseminierung): Sperma wurde in den Ovarien von Weibchen nachgewiesen. Die eigentliche Eiablage erfolgt nach der Inseminierung frei im Wasser. Zucht-Temperatur 22–26 °C, Zucht-pH 4,5–5,5, Zucht-GH maximal 2–3 dGH. Konditionierung mit hochwertigem Lebendfutter.
Zuchtwasser: 22 bis 26 °C, pH 4,5 bis 5,5, bis 2 °dGH
Brittanichthys stammen aus dem Einzugsgebiet des Rio Negro in Südamerika (Brasilien, Kolumbien). Typische Bewohner von Schwarzwasserbiotopen mit sehr weichem, saurem und stark teefarbenem Wasser, in Uferzonen mit viel Totholz, Wurzeln und dichtem Laubfall.
Männchen besitzen eine sigmoidal gebogene Schwanzflosse sowie knöcherne Häkchen an der Afterflosse. Männchen sind in der Regel intensiver gefärbt. Weibliche Tiere zeigen meist eine rundere, fülligere Körperform.
Temperatur 22–26 °C, pH 4,5–6,0 und GH 1–5 dGH. Die Art benötigt zwingend weiches, saures Schwarzwasser. Stabile Werte ohne Schwankungen sind entscheidend.
Ja, mit anderen friedlichen südamerikanischen Schwarzwasser-Arten. Ruhige Salmler und kleine Panzerwelse sind geeignet. Dominante Arten sind ungeeignet.
Die Zucht ist extrem selten gelungen. Brittanichthys nutzen interne Besamung (Inseminierung) statt externer Befruchtung – eine Seltenheit unter Salmlern. Zucht erfordert sehr weiches, saures Wasser (pH 4,5–5,5).
Bevorzugt feines Lebend- und Frostfutter: Artemia-Nauplien, Cyclops und Daphnien. Trockenfutter wird häufig verweigert. Aufgrund des kleinen Mauls nur sehr feine Partikel verwenden.
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