Cassidula nucleus

Deutscher Name: Mangroven-Helmschnecke

Herkunft: Australien, Südasien, Südostasien
Farben: Beige, Braun, Dunkelbraun
Schwierig: Mittel
Gattung: Cassidula
Gruppe: Schnecken

Beschreibung

Cassidula nucleus, die Mangroven-Helmschnecke, gehört zur Klasse der Gastropoden und zur Familie Ellobiidae. Diese Art zeigt einen schalenförmigen Körper mit einer robusten, leicht gewölbten Schale. Im Schnitt misst die Schale etwa 15 bis 20 Millimeter. Die Farbe variiert oft zwischen Grau und Braun, teils mit hellen Flecken, was der Tarnung in ihrem natürlichen Lebensraum dient. Die Mangroven-Helmschnecke lebt vorwiegend in Brackwasserbereichen, meist in Mangrovenwäldern und seichten Küsten. Diese Umgebungen bieten viel Schutz und Nahrungsquellen wie Algen und Plankton. Das Fließwasser und der sandige bis schlammige Untergrund erlauben ihr, geborgen zu leben und sich bei wechselnden Umweltbedingungen anzupassen. Die Art zeigt interessante Verhaltensanpassungen. Sie kann den Salzgehalt im Körper regulieren, was ihr Überleben in salzreichen und salzarmen Abschnitten der Mangroven ermöglicht. Zudem ist sie vor allem in der Dämmerung aktiv, um Fressfeinden auszuweichen. Ein weiteres Merkmal ist ihr festes Haften an der Unterlage, das ihr bei starken Strömungen Stabilität verleiht. Diese Anpassungen sind typisch für Arten, die in Gebieten mit sich schnell ändernden Bedingungen leben. Im Aquarium sollte man ein Habitat schaffen, das dem natürlichen Lebensraum bei Temperaturen um 25 °C ähnelt. Weicher Bodengrund, reichlich Pflanzen und eine leichte Brackwasser-Anpassung fördern ihr Wohlbefinden. Obwohl einige Angaben in den Quellen variieren, zeigen aktuelle Informationen, dass diese Art gut an ihre Umgebung angepasst ist und besondere physiologische Eigenschaften besitzt.

Besonderheiten

Cassidula nucleus, die Mangroven-Helmschnecke, zeigt zwei herausragende Merkmale. Das Tier besitzt eine dicke, widerstandsfähige Schale, die es vor Raubtieren schützt und den wechselnden Salzwasserbedingungen standhält. Ein weiteres Merkmal ist das gut entwickelte Operculum, das den Wasserverlust mindert und das Eindringen von Schmutz reduziert. Diese Anpassungen unterstützen das Überleben in flachen Mangrovengewässern. Gleichzeitig bleibt der genaue Umfang einiger physiologischer Mechanismen noch unklar, sodass weitere Studien nötig sind, um die Evolution dieser Eigenschaften vollständig zu verstehen.

Vergesellschaftungshinweise

Dieses Tier ist ein friedlicher Bewohner in gut strukturierten Aquarien. Es zeigt ein ruhiges Verhalten und kommt mit anderen friedlichen Arten gut zurecht. Cassidula nucleus ist für kleine, ruhige Fische und Wirbellose geeignet. Sie ernährt sich von Algen und trägt so zur Wasserreinigung bei. Die Tiere sollten in Gruppen gehalten werden, um Stress zu vermeiden. Es ist wichtig, aggressive Beckenbewohner auszuschließen, da sie die Schnecke angreifen können. Ein gut durchdachtes Becken mit Rückzugsmöglichkeiten mindert Stress und fördert ein stabiles Ökosystem.
Größe: Bis zu 2 cm

Erscheinungsbild

Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zu den Erscheinungsmerkmalen für dieses Tier.

Zucht und Fortpflanzung

Das Tier legt kleine, klare Eier ab. Die Entwicklung erfolgt ohne freien Larvenstadium direkt im Ei. In der Natur findet man es in Mangrovengebieten, wo das Wasser leicht salzig und warm ist. Für die Zucht muss man daher stabile Wasserwerte, mäßige Salinität und eine konstante Temperatur von rund 24 bis 28 Grad einhalten. Die Tiere bevorzugen natürliche, sandige oder kiesige Böden, die mit Algen oder feinem Schmutz bedeckt sind. Algen und Detritus bilden die Hauptnahrung, was auch für das Gleichgewicht im Becken wichtig ist. Der Einsatz von Lebendpflanzen und dezenten Dekorationselementen hilft, ein Naturszenario zu schaffen. Die Eier legen sich an ruhigen Stellen ab, oft unter Pflanzenteilen oder im Bodengrund. Nach dem Schlüpfen bildet sich zuerst eine kleine Scheibe, die sich allmählich zu einer schneckenförmigen Spirale entwickelt. Dieses Wachstum verläuft langsam und ist stark abhängig von der Wasserqualität und dem Nahrungsangebot. Eine Häutung wie bei Krebstieren wird bei diesem Tier nicht beobachtet, da es sein ganzes Leben mit einem festen Gehäuse verbringt. Im Aquarium zeigt es ein ruhiges, bodenorientiertes Verhalten. Es sucht oft schattige Ecken und enge Verstecke, um sich vor Störungen zu schützen. Das langsame Vorankriechen und Grasen unterstützt den Abbau von Algen und trägt zur Sauberkeit bei. Die hier geschilderten Zucht- und Verhaltensweisen beruhen auf Angaben von wirbellose.de und interaquaristik.de, die verlässliche Informationen zu schneckenartigen Tieren in Aquarien bieten.
Beckengröße:
Mindestens 35 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten.
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
7,0-8,0
Temperatur:
22-28 °C
Alterserwartung
Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zur Lebenserwartung dieses Tiers.

Ernährung/Futterbedarf

Dieses kleine Tier zeigt ein aktives, bodensuchendes Fressverhalten im Aquarium. Es wird regelmäßig zwei- bis dreimal pro Woche mit einer kleinen Futtermenge gefüttert. Frisches Gemüse wie Gurken und Salat eignet sich gut als Nahrungsergänzung. Zuführung von Calciumpräparaten unterstützt den Schalenbau und fördert die Gesundheit. Stark verarbeitete Speisen sollten vermieden werden, da sie das natürliche Fressverhalten stören.

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