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Zierfische, Familie Cobitidae

China-Steinbeißer Cobitis sinensis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Cobitis sinensis, der China-Steinbeißer, ist ein langgestreckter, bodenbewohnender Schmerlen-Fisch aus der Familie Cobitidae mit bis zu 10 cm im Aquarium. Der Körper ist schlank und leicht abgeflacht mit einer kleinen, unterständigen Maulöffnung und mehreren Barteln. Die Grundfärbung variiert zwischen verschiedenen Brauntönen und Grau; das Muster besteht aus Flecken, Längs- oder Querstreifen sowie punktierten Reihen.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 10 cmEndgröße

  • 15-25 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • 8-15 °dGHGesamthärte

  • ab 160 lAquariengröße

Beschreibung

Diese hohe Variabilität hilft der Art, sich zwischen Laub, Steinen und Pflanzen zu verbergen. Im Aquarium zeigt Cobitis sinensis ein ruhiges, zurückgezogenes Verhalten. Die Tiere verbringen den Großteil des Tages in Bodennähe, graben sich gern teilweise in feinen Sand ein und durchsuchen das Substrat nach Futter. Als dämmerungs- bis nachtaktive Art kommen sie häufig dann zum Vorschein, wenn Ruhe im Becken einkehrt. Als subtropische Art benötigt Cobitis sinensis keine tropischen Temperaturen. Eine kühle Überwinterungsphase bei 15 bis 25 Grad Celsius über mehrere Wochen ist empfehlenswert und fördert die Langlebigkeit.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 15 bis 25 Grad Celsius (optimal 18 bis 22 Grad Celsius), pH 7,0 bis 8,0, GH 8 bis 15 dGH. Beckengröße: Mindestens 100 cm Kantenlänge (ca. 160 Liter). Einrichtung: Feiner, glatter Sand als Substrat ist notwendig. Reichlich Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Steine und Laubblätter. Dichte, robuste Pflanzen am Randbereich. Offene Sandflächen im Vorderbereich für das Grabverhalten. Moderate Strömung. Gute Sauerstoffversorgung. Dezente Beleuchtung. Kühle Überwinterung bei 15 bis 25 Grad Celsius artgerecht und empfehlenswert.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Cobitis sinensis ist eine gesellige Art und sollte in Gruppen von mindestens sechs bis acht Tieren gehalten werden. Innerhalb der Gruppe zeigen die Tiere typische Sozialstrukturen und schließen sich zu lockeren Verbänden am Bodengrund zusammen. Das Temperament ist überwiegend friedlich. Junggarnelen können gefährdet sein, adulte Garnelen werden meist toleriert. Schnecken werden im Allgemeinen gut vertragen.

Ernährung

Cobitis sinensis ist überwiegend karnivor mit fleischbetonter Präferenz. Im Aquarium werden bevorzugt lebende und gefrorene Futtertiere wie Tubifex, rote Mückenlarven, Artemia und andere kleinteilige Wirbellose aufgenommen. Ergänzend werden sinkende Tabletten und Bodengranulate akzeptiert. Auch pflanzliche Anteile werden in geringem Umfang aufgenommen.

Zucht

Ob Cobitis sinensis im Aquarium erfolgreich nachgezüchtet werden kann, ist in der Literatur nicht belegt; dokumentierte Nachzuchten liegen nicht vor. Verwandte Cobitis-Arten sind Substrat- und Pflanzenlaicher; ähnliche Fortpflanzungsstrategien werden für Cobitis sinensis vermutet. Eine kühle Überwinterungsphase, anschließende langsame Erwärmung und Konditionierung mit proteinreichem Lebendfutter wären notwendige Voraussetzungen.

Natürlicher Lebensraum

Cobitis sinensis kommt in Ostasien vor, insbesondere in China, Korea und Taiwan. Der natürliche Lebensraum umfasst subtropische, klare Fließgewässer mit feinem, sandigem bis schlammigem Bodengrund, mäßiger Strömung und dichter Ufervegetation. Saisonale Temperaturschwankungen sind in den natürlichen Habitaten ausgeprägt.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist gut dokumentiert. Weibchen werden deutlich größer und fülliger, was besonders während der Laichzeit an einem gedrungenen Bauch erkennbar ist. Männchen bleiben kleiner und weisen eine abgerundete Lamina circularis an der Basis der Brustflosse sowie einen verlängerten zweiten Brustflossenstrahl auf.

Gut zu wissen

  • Graben im feinen Sand: teilweises Eingraben zur Nahrungssuche und Tarnung
  • Bodennahes Leben: klare Spezialisierung auf die untere Wasserschicht
  • Tarnmuster stark variabel: individuelle Musterung von Flecken bis Streifen
  • Subtropische Art aus Ostasien; Temperaturen über 25 Grad Celsius dauerhaft vermeiden
  • Kühle Ruhephase im Winter verlängert die Lebenserwartung
  • Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen toleriert
  • Feiner Sand als Substrat notwendig
  • Beweglicher Dorn unter dem Auge: engmaschige Netze vermeiden, die Tiere verfangen sich darin
  • Schuppenarm und dadurch empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten: Dosierung nur mit äußerster Vorsicht

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der China-Steinbeißer?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 15 bis 25 Grad Celsius (optimal 18 bis 22 Grad Celsius), pH 7,0 bis 8,0 und GH 8 bis 15 dGH.

Kann man den China-Steinbeißer vergesellschaften?

Geeignete Beifische sind friedliche, bioregional kompatible ostasiatische Arten mit ähnlichen kühlen Wasserbedingungen: Danio-Arten, kühlere Rasboras, andere ostasiatische Schmerlen. Corydoras sind südamerikanisch und bioregional nicht kompatibel.

Kann man den China-Steinbeißer im Aquarium züchten?

Dokumentierte Nachzuchten im Aquarium liegen bislang nicht vor. Verwandte Cobitis-Arten sind Substrat- und Pflanzenlaicher.

Was frisst der China-Steinbeißer?

Überwiegend karnivor. Bevorzugt lebende und gefrorene Futtertiere wie Tubifex, rote Mückenlarven, Artemia und kleinteilige Wirbellose. Ergänzend sinkende Tabletten und Bodengranulate.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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  • Temperatur: 15-22 °C
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  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

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