Corydoras knaacki
Beschreibung
Corydoras knaacki, im Hobby lange als CW032 oder Morse-Code-Panzerwels bekannt, wurde 2016 von Tencatt & Evers wissenschaftlich beschrieben und nach dem Ichthyologen Dr. Joachim Knaack benannt. Der kompakte Panzerwels zeigt einen silbrig-bronzefarbenen Grundton mit einem markanten schwarzen Längsstreifen entlang der Körpermitte, der etwa auf Höhe der Rückenflosse beginnt und bis zur Schwanzflosse reicht. Der Kopf trägt markant runde, mäßig große schwarze Punkte auf der Schnauze. Die Rückenflosse weist am ersten verzweigten Strahl eine Konzentration schwarzer Pigmentierung auf, während die restlichen Bereiche unregelmäßige schwarze Flecken zeigen. Die Schwanzflosse ist deutlich schwarz-weiß gebändert. Im Unterschied zu vielen verwandten Arten fehlt ein vertikal verlängerter schwarzer Fleck über den Augen. Die feinen Barteln dienen der Nahrungssuche im Substrat.
Besonderheiten
- 2016 als Corydoras knaacki wissenschaftlich beschrieben, benannt nach Dr. Joachim Knaack
- Markanter schwarzer Längsstreifen und schwarz-weiß gebänderte Schwanzflosse
- Stammt aus Sümpfen im Einzugsgebiet des Río Madre de Dios in Peru
- Substratlaicher mit typischer T-Stellung bei der Befruchtung
- Geselliger Schwarmfisch, verträglich mit Zwerggarnelen und Schnecken
Vergesellschaftungshinweise
geselliger Schwarmfisch, friedlich. Haltung: Gruppe ab 8 Tieren. Verträglichkeit mit Wirbellosen: verträglich. Corydoras knaacki lässt sich gut mit ruhigen, nicht räuberischen Arten vergesellschaften. Geeignete Mitbewohner sind andere Corydoras-Arten, kleine friedliche Salmler, Zwergbuntbarsche und ähnlich temperierte Schwarmfische. Zwerggarnelen und Schnecken werden toleriert, bei Garnelenhaltung auf ausreichend Verstecke achten, da sehr kleine Garnelenlarven gefressen werden können. Große oder aggressive Arten sowie große Krebse sind ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen werden etwas größer und fülliger, besonders vor und während der Laichzeit, während Männchen schlanker bleiben. Von oben betrachtet sind laichbereite Weibchen deutlich breiter.
Haltungstipps / Pflege
Corydoras knaacki ist ein ruhiger Schwarmfisch, der in Gruppen ab mindestens acht Tieren gehalten werden sollte. Als obligater Darmatmer muss die Art regelmäßig Luft an der Wasseroberfläche aufnehmen – freier Zugang zur Oberfläche ist daher , und eine lückenlose Schwimmpflanzendecke ist zu vermeiden. Das Aquarium sollte mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Liter fassen. Feiner Sand als Bodengrund ist Pflicht, da gröberes oder scharfkantiges Substrat die empfindlichen Barteln beschädigt. Die Einrichtung sollte Wurzeln, Steine, Laubblätter und dichte Bepflanzung mit freien Schwimmzonen kombinieren. Tanninreiche Bereiche durch Laub und Erlenzapfen erhöhen das Wohlbefinden. Die Strömung sollte moderat sein, die Filterung leistungsfähig bei guter Sauerstoffversorgung. Eine Abdeckung ist empfehlenswert, da Panzerwelse gelegentlich beim Luftholen aus dem Wasser springen können.
Die empfohlenen Haltungswerte sind Temperatur 23-26 °C, pH 6,0-7,5 und GH 2-15 °dGH. Regelmäßige Wasserwechsel (wöchentlich 20-30 %) sind wichtig, Nitrat sollte unter 50 mg/L bleiben.
Die Lebenserwartung liegt bei ca. 5-8 Jahre.
Zucht und Fortpflanzung
Corydoras knaacki ist ein Substratlaicher. Die Zucht ist möglich, wird aber als nicht ganz einfach beschrieben. Das Ablaichen erfolgt in der gattungstypischen T-Stellung: Das Männchen positioniert sich senkrecht zum Weibchen und umklammert es mit den Brustflossen. Das Weibchen nimmt die Spermien über das Maul auf, befruchtet die Eier und heftet sie einzeln an geeignete Oberflächen wie Pflanzenblätter, Scheiben oder Laichmops. Zuchtwasser: pH 6,0-6,8, GH bis 5 °dGH, Temperatur 24-26 °C. Auslöser sind kühle, weiche Wasserwechsel (Temperaturabfall um 2-3 °C) zur Simulation der Regenzeit, kombiniert mit reichlicher Fütterung von hochwertigem Lebendfutter. Die Eier schlüpfen nach etwa 3-4 Tagen, die Jungfische schwimmen nach 5-7 Tagen frei.
Ernährung/Futterbedarf
Corydoras knaacki ist omnivor und nimmt bevorzugt sinkendes Futter auf. Hochwertiges Granulat, Tabletten oder Pellets für Bodenfische bilden die Grundlage. Regelmäßige Ergänzung mit Frost- und Lebendfutter (Mückenlarven, Tubifex, Artemia, Daphnien) ist empfehlenswert und fördert die Laichbereitschaft. Pflanzliche Anteile werden als Beikost akzeptiert. Die Fütterung sollte abwechslungsreich sein.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Corydoras knaacki stammt aus Sümpfen und Flachwasserbereichen im Einzugsgebiet des Río Madre de Dios in Peru, nahe der Stadt Santa Rita, die in den Río Inambari entwässern. Die Gewässer sind weich, tanninreich und leicht sauer. Der Bodengrund besteht aus feinem Sand oder Schlamm mit viel Falllaub. Saisonale Schwankungen während der Regenzeit beeinflussen Fortpflanzung und Verhalten.