
Zierfische
Silberflossenblatt
Monodactylus argenteus
- Endgröße: 27 cm
- Aquarium: ab 600 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 8-8,5
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Monodactylidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Das Seba-Silberflossenblatt (Monodactylus sebae) erreicht bis zu 25 cm Gesamtlänge und gehört zur Familie der Fingerfische (Monodactylidae). Der hochrückige, seitlich stark abgeflachte Körper zeigt eine silbrig-graue bis bräunliche Grundfärbung. Bei Jungtieren sind vier dunkle vertikale Bänder deutlich sichtbar, die mit zunehmendem Alter verblassen.

25 cmEndgröße
8 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
7,5-8,2pH-Wert
6-16 °dGHGesamthärte
ab 800 lAquariengröße
Die Spitzen von Rücken- und Afterflosse sind bei adulten Tieren schwärzlich gefärbt, die Basis der Schwanzflosse hell. Der vordere Körperprofil ist sehr steil. Im Aquarium zeigt Monodactylus sebae ein sehr aktives Schwimmverhalten und ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der viel freien Schwimmraum und kräftige Strömung benötigt. Die Tiere patrouillieren bevorzugt in der mittleren Wasserschicht. In einer artgerechten Gruppe verteilen sich Aggressionen und Rangordnungsklärungen, sodass das Zusammenleben insgesamt friedlich bleibt. Die Art ist vollständig euryhalin und kann zwischen Süß-, Brack- und Meerwasser wechseln. In der Aquarienhaltung hat sich ein leicht brackiger Salzgehalt von 3–4 g/L als gut verträglich erwiesen. Monodactylus sebae gehört zu den ersten Meeresfischen, die in Gefangenschaft erfolgreich gezüchtet wurden – erste dokumentierte Erfolge gelangen 1968.
Die empfohlenen Aquariumwerte betragen 24–28 °C, pH 7,5–8,2 und GH 6–16 dGH. Ein leicht brackiger Salzgehalt von 3–4 g/L ist artgerecht. Das Becken sollte eine Kantenlänge von mindestens 200 cm aufweisen (ca. 800 Liter), um dem Schwimmtrieb der Art gerecht zu werden. Die Einrichtung sollte viel offene Schwimmfläche in der mittleren Wasserschicht bieten, kombiniert mit einzelnen robusten Strukturelementen wie Mangrovenwurzel-artigen Dekorationen und salzverträglichen Pflanzen. Feiner Sand ist als Bodengrund ideal. Eine leistungsfähige Filterung mit starker, gleichmäßiger Strömung ist nötig. Regelmäßige Wasserwechsel und eine auf die Gruppengröße abgestimmte Futterversorgung sind wesentlich. Ein gut abgedecktes Aquarium ist empfehlenswert. Monodactylus sebae ist ein charismatischer Schwarmfisch für Aquarianer mit Erfahrung in der Brackwasserhaltung. Die Kombination aus aktivem Schwimmverhalten, euryhaliner Lebensweise und historisch belegter Zuchtmöglichkeit macht die Art zu einem lohnenden Pflegling in großen Brackwasserbecken.
Monodactylus sebae ist ein echter Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 Tieren gehalten werden. Innerhalb der Gruppe erfolgen Versuche der Dominanzfindung durch kurze Verfolgungen oder seitliche Drohgesten, die aber selten in ernsthaften Verletzungen münden, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Die Art ist gegenüber gleichgroßen Fischen überwiegend friedlich, zeigt jedoch Räuberverhalten gegenüber Tieren, die ins Maul passen. Zur Laichzeit können Paarungsfluchten und kurzfristig erhöhte Aktivität auftreten; eine Brutpflege findet nicht statt. Kleine Garnelen werden gefressen; Schnecken werden in der Regel toleriert. Bei der Vergesellschaftung ist Brackwasser-Kompatibilität entscheidend. Geeignete Begleiter sind euryhaline Arten aus westafrikanischen Küstengebieten, Scatophagus-Arten oder Bogenschützenfische. Rein süßwasserbewohnende Arten wie Pelvicachromis, Kongosalmler oder Corydoras sind ungeeignet, da sie kein Brackwasser tolerieren.
Monodactylus sebae ist ein Fleischfresser mit breitem Beutespektrum, der sich fleischbetont ernährt. Bevorzugt werden Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mysis, Krill und Mückenlarven. Hochwertiges Flockenfutter wird akzeptiert, sollte aber nicht die alleinige Ernährungsgrundlage sein. Pflanzliche Beikost wie Spirulina oder Algenpräparate kann ergänzend angeboten werden.
Monodactylus sebae ist ein Freilaicher ohne Brutpflege und gehört zu den ersten Meeresfischen, die in Gefangenschaft erfolgreich gezüchtet wurden – erste Erfolge gelangen 1968, planmäßige Nachzucht seit den 1970er-Jahren. Heute stammen Handelstiere überwiegend aus südostasiatischer Aquakultur. Für die Zucht werden erhöhte Salinitätswerte als Trigger beschrieben (SG ca. 1.015–1.020, entspricht 20–25 g/L). Die Zuchttemperatur liegt bei 26–28 °C. Dokumentierte Gelegegrößen liegen bei 15.000–20.000 Eiern, die frei im Wasser treiben. Die Inkubationszeit beträgt bei 25–29 °C etwa 18–24 Stunden. Die Aufzucht der Larven ist anspruchsvoll. Empfohlenes Aufzuchtfutter umfasst zunächst Rotatorien (Brachionus) und später Artemia-Nauplien. Die Aufzucht erfolgt in Brack- bis Meerwasser mit sehr guter Wasserqualität.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C
Monodactylus sebae kommt an der westafrikanischen Küste vor, von der Region Kap Verde bis hinunter nach Angola. Die Art ist typisch für Küstenbereiche mit Gezeiteneinfluss wie Flussmündungen, Lagunen und Mangrovenwälder. Die Habitate zeichnen sich durch wechselnde Salzgehalte, Gezeitenströmungen und strukturierte Uferzonen mit Mangrovenwurzeln aus. Juvenile Stadien sind häufiger in brackigen Bereichen zu finden, adulte Tiere wandern oft ins küstennahe Meerwasser ab. Das Verbreitungsgebiet reicht entlang der westafrikanischen Küste von den Kapverden bis Angola, einschließlich der Kanarischen Inseln.
Es ist kein äußerlich eindeutiger Geschlechtsdimorphismus bei Monodactylus sebae dokumentiert. Männchen und Weibchen erscheinen äußerlich sehr ähnlich. Geschlechtsreife wird bei etwa 10 cm Körperlänge und nach ungefähr 12 Monaten erreicht.
Die empfohlenen Werte sind 24–28 °C, pH 7,5–8,2 und GH 6–16 dGH. Ein leicht brackiger Salzgehalt von 3–4 g/L wird als artgerecht empfohlen.
Ja, aber nur mit brackwasserverträglichen Arten wie Scatophagus, Bogenschützenfischen oder anderen euryhalinen Küstenarten. Reine Süßwasserarten sind ungeeignet. Garnelen werden gefressen.
Die Art gehört zu den ersten Meeresfischen, die 1968 in Gefangenschaft gezüchtet wurden. Für die Zucht sind erhöhte Salinitätswerte nötig. Die Aufzucht der Larven ist anspruchsvoll und erfordert spezielle Futterkulturen.
Empfohlen wird ein Becken mit mindestens 200 cm Kantenlänge und ca. 800 Litern Volumen. Ein großes, langgestrecktes Becken mit starker Strömung kommt dem Schwimmtrieb entgegen.
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