
Tigerbarsche
Indonesischer Tigerbarsch
Datnioides microlepis
- Endgröße: bis 55 cm
- Aquarium: ab 1700 l
- Temperatur: 20-28 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, aggressiv
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Zierfische, Familie Datnioididae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Datnioides polota, der Silber-Tigerbarsch, ist ein kompakt gebauter Raubfisch der Familie Datnioididae mit einer Maximalgröße von bis zu 30 cm SL. Der Körper zeigt eine silbrig-graue bis weißliche Grundfärbung mit bis zu sieben dunklen, vertikalen Bändern, zwischen denen sich ein bis vier schmalere, unvollständige Bänder zeigen können.

bis 30 cm SLEndgröße
10 JahreLebenserwartung
20-28 °CTemperatur
7,5-9pH-Wert
15-30 °dGHGesamthärte
ab 540 lAquariengröße
Die Körperform ist hochrückig und seitlich abgeflacht, mit einer kräftigen Rückenflosse und einem für Räuber typischen, endständigen Maul. Ein deutlich konkaves Kopfprofil ist charakteristisch für die Art.
Jungtiere zeigen ein ausgeprägtes Gruppenverhalten und sind noch relativ wenig aggressiv. Mit zunehmendem Alter steigt die Territorialität deutlich: Adulte Tiere reagieren aggressiv auf Artgenossen und auf ähnlich geformte Fische. Die Art wird am besten einzeln gehalten; bei Gruppenhaltung empfiehlt sich eine Mindestgröße von fünf oder mehr Tieren. Datnioides polota bewohnt in der Natur Mündungsgebiete und toleriert alkalisches, hartes Wasser.
Wasserwerte: Temperatur 20–28 °C, pH 7,5–9,0, GH 15–30 dGH. Die Art bevorzugt alkalisches, hartes Wasser, passend zu ihrem natürlichen Lebensraum in Mündungszonen. Jungfische werden in reinem Süßwasser gepflegt. Adulte Tiere profitieren oft von einem leichten Brackwasserzusatz (SG 1,005 bis 1,010), lassen sich bei ausreichender Wasserhärte aber auch dauerhaft im Süßwasser halten – die Art ist euryhalin und bewohnt in der Natur ebenso reine Süßwasserseen.
Beckengröße: Mindestens 180 cm Kantenlänge (ca. 650 L). Datnioides polota erreicht bis zu 30 cm SL und benötigt viel Schwimmraum; eine großzügige Grundfläche ist wichtiger als extreme Beckenhöhe.
Einrichtung: Größere Wurzel- und Holzstrukturen, überdachte Plätze und stabile Höhlen als Reviere. Sand oder feiner schlammartiger Boden entspricht dem natürlichen Habitat. Mäßige Strömung ist passend. Leistungsfähige Filtration bei proteinreicher Ernährung wichtig.
Abdeckung empfehlenswert, auch wenn kein erhöhtes Sprungrisiko dokumentiert ist.
Datnioides polota wird am besten einzeln gehalten; bei Gruppenhaltung empfiehlt sich eine Mindestgröße von fünf oder mehr Tieren, um Aggressionen zu verteilen. Jungtiere zeigen Gruppenverhalten und sind noch relativ friedlich. Adulte Tiere reagieren aggressiv auf Artgenossen und ähnlich geformte Fische. Gegenüber deutlich größeren oder andersfarbigen Mitbewohnern, die nicht ins Maul passen, verhält sich die Art ruhiger.
Vergesellschaftung nur mit großwüchsigen Fischen aus Süd- und Südostasien, die nicht ins Maul passen. Geeignete Mitbewohner sind Schützenfische (Toxotes) oder andere großwüchsige Arten mit ähnlichen Wasserwerten. Garnelen werden ohne Zögern gefressen; kleinere Schnecken ebenfalls, große robuste Schnecken meist ignoriert.
Datnioides polota frisst in der Natur Fische, Garnelen, Krabben und Insektenlarven. Im Aquarium eignen sich entsprechend Garnelen, Muschelfleisch, Würmer, geeignete Fischstücke und nach Gewöhnung hochwertige Großcarnivorenpellets. Lebende Futterfische sind wegen Infektions- und Verletzungsrisiko nicht nötig. Die pauschale Standardanweisung zu mehreren täglichen Portionen entfällt; adulte Tiere werden bedarfsgerecht nach Kondition gefüttert.
Eine erfolgreiche Nachzucht im Aquarium ist bislang nicht dokumentiert. Naturdaten deuten auf einen Freilaicher (ovipar) hin, doch belegte Zuchterfolge in Gefangenschaft liegen nicht vor. Der fehlende äußere Geschlechtsdimorphismus erschwert die Paarbildung zusätzlich.
Datnioides polota ist von Indien und Bangladesch über Indochina und Indonesien bis Neuguinea verbreitet. Zum Lebensraum zählen Brackwasser an Mündungen großer Flüsse und in Küstenlagunen, aber ebenso Süßwasserseen und Flüsse oberhalb des Gezeiteneinflusses. Die Art ist somit euryhalin; ein ausschließlich hart-alkalisches Mündungsprofil beschreibt nicht die gesamte natürliche Spannweite.
Visuell ist kein zuverlässiger Geschlechtsdimorphismus dokumentiert. Männchen und Weibchen zeigen keine klar unterscheidbaren äußerlichen Merkmale. Das Geschlecht kann nur durch Verhaltensbeobachtung bei Gruppenhaltung ermittelt werden.
Die Aquarium-Werte liegen bei 20–28 °C, pH 7,5–9,0 und GH 15–30 dGH. Die Art bevorzugt alkalisches, hartes Wasser.
Nur mit großwüchsigen Fischen aus Süd- und Südostasien wie Schützenfischen (Toxotes) oder ähnlich großen Arten. Garnelen und kleine Fische werden als Beute betrachtet.
Eine erfolgreiche Nachzucht im Aquarium ist bislang nicht dokumentiert. In der Natur ist die Art ein Freilaicher.
Mindestens 180 cm Kantenlänge und ca. 650 Liter. Eine großzügige Grundfläche ist wichtiger als extreme Beckenhöhe.
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