
Tigerbarsche
Silber-Tigerbarsch
Datnioides polota
- Endgröße: bis 30 cm SL
- Aquarium: ab 540 l
- Temperatur: 20-28 °C
- pH-Wert: pH 7,5-9
- Wasserhärte: hart bis sehr hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, aggressiv
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Zierfische, Familie Datnioididae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Datnioides microlepis, der Indonesische Tigerbarsch, ist ein groß werdender Raubfisch der Familie Datnioididae mit einer Maximalgröße von bis zu 50 cm SL (ca. 55 cm TL). Der massige, hochrückige Körper zeigt einen silbernen bis goldgelben Grundton, überlagert von fünf bis sieben breiten, schwarzen, vertikalen Streifen.

bis 55 cmEndgröße
8-15 JahreLebenserwartung
20-28 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 1700 lAquariengröße
Ein durchgehender Streifen zieht über das Operculum und die Kehle bis zur Bauchseite; ein charakteristischer schwarzer Fleck sitzt unmittelbar vor der Basis der Bauchflossen. Diese kontrastreiche Zeichnung bleibt vom Jungtier- bis zum Adultstadium erhalten.
Jungtiere zeigen ein ausgeprägtes Schwarmverhalten und wirken aktiv und neugierig. Mit zunehmendem Alter verändert sich das Verhalten: Adulte Tiere werden territorial und aggressiv gegenüber Artgenossen. Die Haltung sollte entweder einzeln oder in Gruppen von mindestens fünf Tieren erfolgen, um Aggressionen zu verteilen. Als bodennahe Schwimmer bevorzugen sie Bereiche in Bodennähe, jagen aktiv und nutzen versunkene Äste und Wurzeln als Deckung. Für normale Heimaquarien ist diese Art nicht geeignet.
Wasserwerte: Temperatur 20 bis 28 °C, pH 5,5 bis 7,5, GH bis ca. 15 °dGH. Datnioides microlepis ist ein reiner Süßwasserfisch und wird, anders als der euryhaline Datnioides polota, in jedem Lebensstadium in dauerhaft weichem, leicht saurem bis neutralem Süßwasser (pH 5,5 bis 7,5) gehalten; ein Brackwasserzusatz ist nicht erforderlich und nicht artgerecht. Beckengröße: Für normale Heimaquarien nicht geeignet. Mindestens 1.000 Liter als absolute Untergrenze für sehr große Privataquarien; die Haltung ist vorwiegend in Spezialaquarien oder öffentlichen Einrichtungen vertretbar. Einrichtung: Offene Schwimmzonen kombiniert mit dichten Bereichen aus versunkenen Ästen, dicken Wurzeln und Ufervegetation. Sand oder feiner Kies als Bodengrund, gern mit einer lockeren Laubschicht. Große Dekoelemente müssen sicher positioniert sein. Ruhige bis schwache Strömung, orientiert an den natürlichen Lebensräumen. Eine leistungsfähige Filterung ist notwendig, um das große Ausscheidungsvolumen eines fleischfressenden Großfisches zu kompensieren. Regelmäßige Teilwasserwechsel sind essenziell; die Art reagiert empfindlich auf schlechte Wasserqualität.
Datnioides microlepis ist in der Jugendphase gruppenbildend; Jungtiere können zusammen aufwachsen und zeigen typisches Schwarmverhalten. Adulte Tiere sind hingegen solitär und territorial. Die Haltung sollte einzeln oder in Gruppen von mindestens fünf Individuen erfolgen, um die Aggressivität zu verteilen. Territoriale Arten können Datnioides einschüchtern; gegenüber deutlich größeren Beifischen, die nicht ins Maul passen, verhalten sie sich relativ gelassen, während kleinere Arten als Beute betrachtet werden.
Vergesellschaftung nur mit kräftigen, großwüchsigen Fischen der Bioregion Südostasien. Geeignete Mitbewohner sind robuste, ähnlich große Arten wie große Welse (z.B. Pangasiidae), Arowana oder ähnlich große Barsche. Kleine Salmler, Barben, Zwergbuntbarsche sowie kleine Wirbellose sind als Beifische ungeeignet. Garnelen aller Art werden als Beute betrachtet; auch Zierschnecken werden erbeutet.
Datnioides microlepis ist ein großer Räuber, aber nicht ausschließlich piscivor. Jungtiere nehmen Zooplankton; adulte Tiere fressen kleine Garnelen, Fischbrut und kleinere Fische, außerdem Krebse, Würmer und Insektenlarven. Im Aquarium eignen sich Garnelen, Muschelfleisch, Würmer, geeignete Fischstücke und nach Gewöhnung hochwertige Großcarnivorenpellets. Lebende Futterfische sind wegen Verletzungs- und Infektionsrisiko nicht nötig. Die widersprüchliche Standardanweisung zu mehreren täglichen Portionen entfällt; adulte Großfische werden bedarfsgerecht und nach Körperkondition gefüttert.
Eine belastbar dokumentierte Nachzucht von Datnioides microlepis im Heim- oder kommerziellen Aquarium wurde in den geprüften Quellen nicht gefunden. Aus dem Kapuas-Gebiet werden natürliche Laichaktivitäten im April und Mai berichtet; daraus lassen sich keine Aquarienparameter, keine sichere Aussage zur Wanderung und kein Zuchtprotokoll ableiten. Der Steckbrief bleibt deshalb bei ‚nicht dokumentiert‘ und verzichtet auf spekulative Auslöser.
Datnioides microlepis ist endemisch in Indonesien, insbesondere im Kapuas-Becken in West-Borneo und im Musi-Becken in Sumatra. Die Art bewohnt langsam fließende oder stehende Gewässer mit zahlreichen Unterwasserstrukturen. Typische Habitate umfassen Bereiche mit versunkenen Ästen und Wurzeln, dichter Ufervegetation sowie Sand- oder Feinkiessubstraten, die häufig von einer Laubschicht überzogen sind. Während saisonaler Hochwasser- und Regenzeiten nutzen die Tiere veränderte Habitate und Laichplätze.
Es ist kein deutlicher Geschlechtsdimorphismus dokumentiert. Weibchen können zur Laichzeit fülliger erscheinen, insbesondere im Bauchbereich. Beide Geschlechter weisen ansonsten ähnliche Körperform und Zeichnung auf, sodass die Unterscheidung ohne direktes Beobachten des Laichverhaltens schwierig bleibt.
Die Aquarium-Werte liegen bei 20–28 °C, pH 5,5–7,5 und GH bis ca. 15 dGH. Die Art bevorzugt weiches bis mäßig hartes Wasser.
Nur mit kräftigen, großwüchsigen Fischen der Bioregion Südostasien wie große Welse, Arowana oder ähnlich große Barsche. Kleine Fische und Wirbellose sind als Beifische ungeeignet, da sie als Beute betrachtet werden.
Eine Nachzucht im Aquarium ist bisher nicht dokumentiert. Beobachtungen aus der Natur deuten auf eine Laichzeit im April/Mai ohne elterliche Fürsorge hin.
Für normale Heimaquarien ist diese Art nicht geeignet. Als absolute Untergrenze gelten mindestens 1000 Liter in Spezialaquarien oder öffentlichen Einrichtungen.
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