Fundulopanchax mirabile gresensi

Deutscher Name: Gresens Wunderkärpfling

Quelle: Rudolf Pohlmann
Herkunft:
Kamerun
Farben:
blau, gelb, gold, rot
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Fundulopanchax mirabile gresensi
Gattung: Fundulopanchax
Familie: Nothobranchiidae

Beschreibung

Fundulopanchax mirabile gresensi (Gresens Wunderkärpfling) ist eine farbintensive Unterart von bis zu 6 cm Länge aus dem Fundulopanchax-mirabile-Artenkomplex (Familie Nothobranchiidae). Die Art ist nach dem Sammler Horst Gresens benannt. Im Hobby wird die Population aus der Gegend um Takwai in Westkamerun am häufigsten gepflegt. Männchen zeigen Gelb-, Gold-, Rot- und Blautöne mit gold-gelben Punkten auf den unpaaren Flossen und rote Markierungen an der Schnauze. Weibchen sind bräunlich bis grau mit abgerundeten, transparenteren Flossen. Die Art ist ein semiannueller Killifisch mit fakultativer Diapause.
Sozialverhalten: Harem
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Farbintensive Unterart des mirabile-Komplexes
  • Semiannueller Killifisch mit fakultativer Diapause
  • Benannt nach dem Sammler Horst Gresens
  • Kräftiger Springer, lückenlose Abdeckung Pflicht
  • Nur aus einem kleinen Gebiet in Westkamerun bekannt
  • Lebenserwartung nur 2 bis 3 Jahre

Vergesellschaftungshinweise

Fundulopanchax mirabile gresensi wird im Harem gehalten (1 Männchen, 2 bis 3 Weibchen). Die Art ist überwiegend friedlich. Männchen sind territorial. Eine Vergesellschaftung ist mit friedlichen, ähnlich großen Fischen möglich, sofern diese keine ähnliche Revierbildung zeigen. Geeignet sind ruhige Zwergbuntbarsche, kleine Schwarmfische und unmarkante Bodenbewohner. Zwerggarnelen sind ungeeignet (Beute), Schnecken werden toleriert. Am besten geeignet ist ein Artbecken.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind deutlich farbintensiver mit gold-gelben Punkten und längeren, zugespitzten Flossen. Sie erreichen bis 6 cm. Weibchen sind bräunlich bis graubraun mit abgerundeten, transparenteren Flossen und bleiben mit etwa 4 bis 4,5 cm deutlich kleiner.
Größe: M: bis 6 cm, W: ca. 4-4,5 cm

Haltungstipps / Pflege

Fundulopanchax mirabile gresensi benötigt ein naturnah eingerichtetes Aquarium ab 80 cm Kantenlänge und 112 Litern mit dichter Bepflanzung, Javamoos, Schwimmpflanzen und Moorkienholz. Bereiche mit Laub- oder Mulmsubstrat simulieren natürliche Laich- und Ruheplätze. Dunkler Bodengrund fördert die volle Farbausprägung. Die Filterströmung sollte schwach sein (luftbetriebener Schwammfilter ideal). Die Art ist ein kräftiger Springer. Eine lückenlos schließende Abdeckung ist Pflicht. Die Wasserwerte sollten bei 22 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,0 und GH 2 bis 8 °dGH liegen.
Wasserhärte:
weich
pH-Wert
6-7
Temperatur:
22-26 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fundulopanchax mirabile gresensi ist ein semiannueller Haftlaicher und legt Eier bevorzugt in Laichmopps, Javamoos oder feinfiedrige Pflanzen ab. Die Eier durchlaufen eine fakultative Diapause und schlüpfen nach 25 bis 40 Tagen bei 22 °C. Ein gesundes Paar produziert 10 bis 20 Eier alle 2 bis 3 Tage. Die Jungfische sind bei Schlupf relativ groß und nehmen sofort Artemia-Nauplien und Mikrowürmer an. Zuchtwasser: pH 6 bis 7, GH bis 4 °dGH, 22 bis 24 °C. Ein Gemisch aus Regenwasser und Leitungswasser (75:25) hat sich bewährt.

Ernährung/Futterbedarf

Fundulopanchax mirabile gresensi ist karnivor und bevorzugt proteinreiches Lebend- und Frostfutter. Geeignet sind Artemia, weiße und schwarze Mückenlarven, Daphnien und Mikrowürmer. Hochwertiges Trockenfutter wird als Ergänzung angenommen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 2-3 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Die Art stammt aus Westkamerun und ist nur aus einem kleinen Gebiet um die Dörfer Takwai I und II, Atebong Wire und Edjuingan bekannt. Sie besiedelt flache, sumpfige Abschnitte bewaldeter Bäche im oberen Cross-River-Einzugsgebiet. Die Gewässer sind schattig, organisch reich, mit feinem Sand- oder Mulmsubstrat und tanninfarbener Wasserfärbung. Einige Bäche können in der Trockenzeit austrocknen.

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