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Zierfische, Familie Cichlidae

Geophagus abalios Geophagus cf. abalios

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Geophagus abalios ist ein mittelgroßer Erdfresser-Buntbarsch aus der Familie Cichlidae, der eine maximale Standardlänge von etwa 20 cm SL erreicht (Gesamtlänge im Aquarium bis 22–25 cm). Der kräftige, seitlich abgeflachte Körperbau mit leicht nach unten gerichtetem Maul ist typisch für die Gattung und auf ein bodenorientiertes Leben ausgelegt.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • bis 25 cmEndgröße

  • 10 JahreLebenserwartung

  • 26-28 °CTemperatur

  • 5,5-7pH-Wert

  • 1-8 °dGHGesamthärte

  • ab 650 lAquariengröße

Beschreibung

Die Färbung zeigt häufig ein erdtoniges Grundmuster mit sechs vertikalen Querbinden an den Flanken sowie kontrastierenden Flossenrändern. Im Aquarium zeigt Geophagus abalios das typische Gründelverhalten: Die Fische nehmen Substrat mit dem Maul auf, filtern Nahrungspartikel heraus und lassen Sand oder feinen Kies wieder fallen. Außerhalb der Fortpflanzungszeit verhält sich die Art ruhig und friedlich gegenüber nichtterritorialen Mitbewohnern. Während der Balz- und Brutphasen können einzelne Paare jedoch territoriales Verhalten zeigen und die unmittelbare Umgebung verteidigen.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 26–28 °C, pH 5,5–7,0, GH 1–8 dGH. Weiches, leicht saures Wasser bevorzugt. Beckengröße: Mindestens 180 × 60 cm (ca. 650 L) für eine Gruppe von 5–8 Tieren. Einrichtung: Ausschließlich feiner, nicht scharfkantiger Sand als Substrat. Flache Wurzelstrukturen und Rückzugsmöglichkeiten. Robuste oder gut verwurzelte Pflanzen an den Rändern. Flache Steine oder Wurzeln als potenzielle Laichsubstrate. Filterung: Effiziente biologische Filterung und moderate Strömung. Wöchentliche Wasserwechsel von 50–70 %. Niedrige Nitrat- und organische Beladung anstreben.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Geophagus abalios ist eine Gruppenart. Empfohlen werden mindestens 5 Individuen, ideal 6–8 Tiere, damit sich natürliche Paarbildungen herausbilden können. Das Temperament ist überwiegend ruhig und sozial; die Tiere sind wenig aggressiv gegenüber gleichgroßen oder größeren, friedlichen Fischen. Kleinere Fische von nur wenigen Millimetern Körperlänge können von ausgewachsenen Geophagus gefressen werden. Während der Laichzeit steigt die Territorialität einzelner Paare an. Vergesellschaftung: Vorwiegend südamerikanische Arten mit vergleichbaren Wasseransprüchen. Geeignet sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und kleine Buntbarsche aus der gleichen Region. Schnecken weitgehend verträglich; adulte Garnelen meist toleriert, Junggarnelen gefährdet.

Ernährung

Geophagus abalios ist ein Allesfresser mit bodenorientiertem Nahrungserwerb. Geeignetes Futter: gefrorene oder lebende Artemia, Mysis, Cyclops, Spirulina-Tabs, blanchierter Spinat und Zucchini. Hochwertige Sinkfutter-Pellets und Wafers ergänzend.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Ovophiler biparentaler Maulbrüter. Die Eier werden auf offenem Substrat (flache Steine oder Sandflächen) abgelegt; das Weibchen nimmt sie unmittelbar nach der Befruchtung ins Maul. Beide Elternteile beteiligen sich an der Brutpflege. Zuchtschwierigkeit: mittel bis schwer. Zuchtbedingungen: pH 5,5–6,5, GH 1–3 dGH, Temperatur 26–28 °C. Mindestens 180 × 60 cm für Gruppenzucht. Geeignete Laichstellen bereitstellen.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 3 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Geophagus abalios stammt aus Venezuela und bewohnt die Llanos-Region mit ihren saisonal überfluteten Ebenen und Orinoco-Zuflüssen. Typische Habitate: sandige bis schluffige Substrate, wechselnde Strömungsverhältnisse, reichlich Laubfall und organische Substratkomponenten. Ufervegetation und überschwemmte Grasflächen prägen das Bild.

Geschlechtsunterschiede

Die äußerlichen Geschlechtsunterschiede sind minimal und außerhalb der Laichzeit schwer zu erkennen. Während der Fortpflanzung ist die Legeröhre des Weibchens sichtbar. Beide Geschlechter erreichen ähnliche Körpergrößen.

Gut zu wissen

  • Ausgeprägtes Gründelverhalten am Bodengrund (Sand/Kies aufwirbeln und filtern)
  • Ovophiler biparentaler Maulbrüter (Eier werden sofort nach dem Ablaichen aufgenommen)
  • Substrat-orientierte Futteraufnahme, Maul und Körperbau an Gründeln angepasst
  • Eignet sich für großvolumige Gesellschaftsaquarien mit sandigem Substrat
  • Junggarnelen gefährdet; adulte Garnelen und Schnecken in der Regel toleriert
  • Endemisch in Venezuela (Llanos-Region, Orinoco-Zuflüsse)
  • Handelsform mit Bestimmungsvorbehalt („cf.“): Die Zuordnung zu Geophagus abalios ist nicht endgültig gesichert.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Geophagus abalios?

Die empfohlenen Werte liegen bei 26-28 °C, pH 5,5-7,0 und GH 1-8 dGH. Die Art bevorzugt weiches, leicht saures Wasser.

Kann man den Geophagus abalios vergesellschaften?

Geeignet sind südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche aus der gleichen Region. Afrikanische Hartwasserbuntbarsche sind ungeeignet. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen sind gefährdet.

Kann man den Geophagus abalios im Aquarium züchten?

Die Art ist ein ovophiler biparentaler Maulbrüter. Die Zucht gilt als mittel bis schwer und erfordert stabile Wasserbedingungen (pH 5,5-6,5, GH 1-3 dGH) sowie ausreichend große Becken für die Gruppenzucht.

Was frisst der Geophagus abalios?

Ein Allesfresser mit bodenorientiertem Nahrungserwerb. Geeignet sind Artemia, Mysis, Cyclops, Sinkfutter-Pellets sowie pflanzliche Ergänzungen wie Spirulina-Tabs und blanchiertes Gemüse.

Wie groß muss das Aquarium für den Geophagus abalios sein?

Mindestens 180 x 60 cm Grundfläche (ca. 650 L) für eine Gruppe von 5-8 Tieren. Feinsandiges Substrat ist erforderlich.

Hinweis zu den Daten

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Paarweise halten, territorial

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