Das auf dem Bild ist kein Anisus vorticulus. Ich tippe eher auf Gyraulus chinensis.
Schöne Grüße!
Wirbellose, Schnecken, Gattung Gyraulus
Scheibenschnecke
Gyraulus sp.
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Zwergposthornschnecke (Gyraulus sp.) ist eine weltweit verbreitete Süßwasserschnecke aus der Familie Planorbidae. Sie lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern aller Art – von Teichen über Seen bis zu Gräben und Sumpfgebieten. Gyraulus-Arten sind winzig: das flache, spiralig aufgerollte Gehäuse misst nur 2 bis 8 mm im Durchmesser. Die Schale ist dünn, oft durchscheinend, weißlich bis hellbraun.
- Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
- Wasser: mittelhart
bis 0,8 cmEndgröße
1-2 JahreLebenserwartung
18-28 °CTemperatur
6,5-8pH-Wert
ab 5 lAquariengröße
Beschreibung
Anders als die größeren Posthornschnecken (Planorbella, Planorbarius) gibt es bei Gyraulus keine bunten Farbvarianten wie Blau, Rosa oder Orange. Die Tiere sind Zwitter und können sich selbst befruchten. Sie legen transparente, gallertartige Laichpakete auf harten Oberflächen ab, aus denen nach kurzer Zeit fertige Minischnecken schlüpfen. Die Vermehrung kann bei Überfütterung explosionsartig verlaufen – die Populationsgröße ist ein direkter Indikator für das Futterangebot im Becken. Als Allesfresser verwerten sie Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenreste. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich. Die Lebenserwartung liegt bei 1 bis 2 Jahren.
Aussehen
Winzig (2 bis 8 mm). Flaches, spiralig aufgerolltes Gehäuse, das waagerecht getragen wird. Schale dünn und oft durchscheinend, weißlich bis hellbraun. Keine bunten Farbvarianten wie bei größeren Posthornschnecken.
Haltung
Das Tier reagiert empfindlich auf Schwankungen im pH-Wert und in der Wassertemperatur. Es benötigt eine konstante Wasserchemie, damit es gesund bleibt. Seine Ernährung besteht vorwiegend aus Algen und Biofilm. Für den Erfolg in der Haltung ist ein gut bepflanzter Behälter mit feinem Substrat ratsam. Kleine Verstecke fördern das natürliche Verhalten und bieten Rückzugsmöglichkeiten. Die Art zeigt sich verträglich mit anderen Bewohnern und wird selten von Krankheiten befallen. Gyraulus sp. weist auch bei der Aufzucht der Jungtiere keinen hohen Pflegeaufwand auf.
Vergesellschaftung
Völlig friedlich. Idealer Resteverwerter in Garnelenbecken und Nanobecken. Population reguliert sich über das Futterangebot. Raubschnecken (Clea helena) als natürliche Regulierung möglich.
Ernährung
Allesfresser. Frisst Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenreste. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen. Braucht Calcium für die dünne Schale – bei weichem Wasser ergänzen. Bei Überfütterung starke Vermehrung möglich.
Zucht und Verhalten
Zwitter, kann sich selbst befruchten. Legt gallertartige Laichpakete (5 bis 25 Eier) auf harten Oberflächen ab. Direktentwicklung ohne Larvenphase. Reine Süßwasser-Vermehrung. Bei Überfütterung explosionsartige Vermehrung möglich.
Gut zu wissen
- Zwergposthornschnecke – nur 2 bis 8 mm groß
- Zwitter mit Selbstbefruchtung möglich
- Populationsgröße zeigt Futterangebot an
- Bei Überfütterung starke Vermehrung
- Idealer Resteverwerter und Algenfresser
- Frisst keine gesunden Pflanzen
- Kupferempfindlich
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht die Scheibenschnecke?
18 bis 28 °C, pH 6,5 bis 8,0.
Wie groß muss das Aquarium sein?
Ab 5 Liter
Wie vermehrt sich die Scheibenschnecke?
Zwitter, kann sich selbst befruchten. Legt gallertartige Laichpakete (5 bis 25 Eier) auf harten Oberflächen ab. Direktentwicklung ohne Larvenphase. Reine Süßwasser-Vermehrung.
Was frisst die Scheibenschnecke?
Allesfresser. Frisst Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenreste. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen.
Kann man die Scheibenschnecke vergesellschaften?
Völlig friedlich. Idealer Resteverwerter in Garnelenbecken und Nanobecken. Population reguliert sich über das Futterangebot.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
4 Kommentare, der letzte vom 30. Mai 2017
Martin Adler Matthias WiesenseeRedaktion Hallo Martin, danke für den Hinweis. Wir werden eine weitere Meinung einholen und es prüfen!
Matthias WiesenseeRedaktion Hallo Martin, unsere Expertin „Alex“ stimmt dir zu. Sie sagt auch, dass es keine Anisus ist. Die haben viel mehr Umgänge. Das ist , auch wenn man es schlecht erkennen kann, eine Gyraulus sp., evt. G.chinesis oder G.parvus. Chinesis ist etwas größer und unterscheidet sich an den Umgängen. Gyraulus sp. wäre wohl passend.
Martin Adler Danke für die Rückmeldung. G.parvus kann auch gut hinkommen (geht nach dem Foto eigentlich nicht seriös zu unterscheiden). Grüße – Martin
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