Geschlechtsreife Männchen entwickeln Odontoden an der Kopfoberseite und an den Brustflossenstrahlen. Bei Weibchen fehlen diese Strukturen. Beide Geschlechter erreichen vergleichbare Körperlängen.
Rineloricaria fallax benötigt ein Becken mit mindestens 240 Litern bei 120 cm Kantenlänge für eine Gruppe. Die Wasserwerte sollten bei 20 bis 25 °C, pH 5,8 bis 7,8 und GH 1 bis 15 °dGH liegen. Das obere Temperaturlimit von 25 °C sollte dauerhaft nicht überschritten werden. Feiner Sand als Bodengrund ist ideal, die Tiere ruhen oft halb im Sand vergraben oder zwischen Laubschichten. Enge Röhren (Innendurchmesser ca. 3 bis 4 cm, Länge 20 cm) dienen als Laichhöhlen. Seemandelbaumblätter, Wurzeln und gedämpfte Beleuchtung entsprechen dem natürlichen Habitat. Moderate Strömung reicht aus. Kupfer-haltige Medikamente vermeiden.
Rineloricaria fallax ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als mittelschwer. Das Männchen reinigt eine enge Röhre, lockt das Weibchen an und bewacht nach der Befruchtung das Gelege allein. Die Eier schlüpfen nach 4 bis 5 Tagen, die Larven sind 2 bis 3 Tage später freischwimmend. Zucht-Wasserwerte: pH 6,0 bis 6,8, GH 1 bis 8 °dGH, 22 bis 24 °C. Kleine tägliche Wasserwechsel während der Aufzucht sind wichtig, da die Jungfische empfindlich auf Wasserqualitätsverschlechterung reagieren.
Rineloricaria fallax stammt aus dem Rio Trombetas im nördlichen Brasilien. Die Art lebt in flachen, fließenden Gewässerabschnitten mit sandigem Grund und aufliegender Laubstreu. Das Zusammenwirken von Laub, Wurzeln und sandigem Untergrund schafft ein strukturreiches Habitat mit reichlich Biofilm und Mikroorganismen als Nahrungsquelle.
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