
Panzerwelse
Similis-Panzerwels
Hoplisoma simile
- Endgröße: 6 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 21-27 °C
- pH-Wert: pH 5,6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Einfach
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Callichthyidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Hoplisoma cf. brevirostris (CW 27 Highfin) hieß früher Corydoras cf. brevirostris. Hoplisoma cf. brevirostris (CW 27 Highfin) ist ein Panzerwels aus der Familie Callichthyidae mit einer Größe von ca. 6 cm. Die Grundfärbung ist silbrig bis hellbeige, durchsetzt von zahlreichen kleinen, unregelmäßigen schwarzen Punkten. Zwei dunkle Binden sind kennzeichnend: eine vertikale Augenbinde und ein großer schwarzer Fleck an der Basis der Rückenflosse.

5-6 cm TLEndgröße
5-10 JahreLebenserwartung
20-26 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Bei der Standortvariante CW 27 zeigt sich häufig ein gold-oranger Glanzfleck zwischen den beiden Binden. Die Schwanzflosse weist eine feine Streifung auf. Die Rückenflosse ist vergleichsweise hoch. Im Aquarium präsentiert sich die Art als friedlicher, geselliger Bodenbewohner, der vorwiegend am Substrat gründelt. Das Schwarmverhalten ist ausgeprägt; einzelne Exemplare wirken in einem größeren Schwarm deutlich sicherer und aktiver. Die Barteln sind fein und empfindlich. Als fakultativer Darmatmer steigt die Art gelegentlich zur Oberfläche auf.
Wasserwerte: Temperatur 20-26 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-12 dGH. Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren. Einrichtung: Feiner, abgerundeter Sand als Bodengrund. Mehrere Versteckbereiche aus Wurzeln, Höhlen und dichten Pflanzungen. Naturnahe Einrichtung mit Laubschichten und Totholz. Strömung: mäßig. Gedämpfte Beleuchtung mit schattigen Bereichen. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel.
Hoplisoma cf. brevirostris ist ein typischer Gruppenfisch; empfohlen wird eine Haltung in Gruppen ab 6 Tieren, sinnvoll sind jedoch 8-10 Exemplare, damit natürliches Schwarmverhalten und soziale Interaktion voll zur Geltung kommen. In einer artgerechten Gruppe beobachten Halter ein ruhiges, ausgeglichenes Sozialverhalten ohne auffällige Aggressionen; die Tiere bewegen sich synchron und suchen gemeinsam Futterstellen am Boden ab. Während der Fortpflanzungszeit bleibt das Temperament grundsätzlich friedlich, es kommt zu kurzzeitigen Revier- oder Paarungsinteraktionen, die jedoch nicht aggressiv verlaufen. Schnecken gelten als weitgehend verträglich, adulte Garnelen der Größenordnung von Amano- oder ausgewachsenen Neocaridina-Tieren werden in der Regel toleriert. Sehr kleine Garnelennachzuchten können jedoch aus Versehen gefressen werden, weshalb bei Garnelenhaltung mit Nachwuchs Vorsicht geboten ist. Insgesamt ist H. cf. brevirostris ein ruhiger Gemeinschaftspartner für viele südamerikanische Arten gleicher Wasseransprüche. Hoplisoma cf. brevirostris ist sehr gut mit anderen südamerikanischen Arten verträglich und eignet sich zur Vergesellschaftung mit Salmlern aus derselben Bioregion (z. B. Kardinal-Salmler, Rummynose-Salmler), anderen Panzerwelsen sowie kleinen Zwergbuntbarschen wie Apistogramma oder Mikrogeophagus ramirezi. Achten Sie auf ruhige, nicht aggressive Beifische, damit das natürliche Schwarmverhalten und die Gründelaktivität nicht gestört werden.
Hoplisoma cf. brevirostris ist ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für tierische Kost. Sinkende Lebend- und Frostfuttersorten wie Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Cyclops werden bevorzugt. Ergänzend sinkendes Granulat oder Futtertabletten für Welse. Die Tiere suchen Nahrung vorwiegend am Boden mit ihren Barteln. Die Futtermenge am Fressverhalten ausrichten und nicht gefressene Reste rechtzeitig entfernen.
Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Die Tiere legen Eier ab, die an Pflanzen oder Unterwasserstrukturen abgeheftet werden. Zuchtschwierigkeit: Mittel; für engagierte Hobbyzüchter mit guter Artkenntnis erreichbar. Zucht-Wasserwerte: Temperatur 22-24 °C, pH 6-7, GH max. 8 dGH. Zur Zucht wird weicheres Wasser bevorzugt als bei der allgemeinen Pflege. Trigger: kräftige Konditionierung mit Lebend- und Frostfutter (schwarze Mückenlarven, Tubifex) sowie ein großzügiger Wasserwechsel von rund 50 Prozent mit 2-3 °C kühlerem, weichem Wasser, der die Regenzeit imitiert; erhöhte Sauerstoffzufuhr und leichte Strömung fördern die Laichbereitschaft. Nach der Ablage werden die Eier an geschützten Stellen fixiert; die Gelegegröße liegt bei etwa 50-150 Eiern, die Inkubation bei rund 4-5 Tagen bei etwa 24 °C. Für die Aufzucht sind in den ersten Tagen feinstes Futter wie Infusorien und Staubfutter essenziell, danach frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Hohe Wasserqualität und Hygiene sind für das Überleben der Jungfische entscheidend.
Zuchtwasser: 22 bis 24 °C, pH 6 bis 7, bis 8 °dGH
Hoplisoma brevirostris ist im nordöstlichen Südamerika verbreitet: Die Nominatform stammt aus dem Orinoco-Becken in Venezuela sowie Küstenflüssen in Suriname und Guyana. Die im Handel als CW 27 bezeichnete Hochflossen-Variante (Hoplisoma cf. brevirostris) wurde aus Kolumbien importiert und weicht morphologisch von der Nominatform ab. In der Natur bewohnt die Art flache, langsam fließende Gewässerbereiche mit feinem Sandboden. Typisch sind Uferzonen mit dichter, überhängender Vegetation, welche Schatten spendet, sowie reichlich Laubschichten und Totholz, die als Deckung und Nahrungsquelle dienen. Diese Habitatformen sind meist nährstoffreich und bieten zahlreiche Mikroorganismen und Wirbellose, die einen Großteil der natürlichen Nahrung darstellen. Das Substrat in den Fundstellen ist überwiegend feiner, abgerundeter Sand, der das intensive Gründelverhalten der Tiere begünstigt und Verletzungen an den empfindlichen Barteln minimiert. Die Strömung in den natürlichen Lebensräumen wird als mäßig beschrieben; die Tiere kommen vor allem in ruhigen Bereichen, in Nebenarmen und an Uferzonen mit geringer Sohlströmung vor.
Zwischen den Geschlechtern sind bei dieser Art deutliche Unterschiede erkennbar. Weibchen werden etwas größer und sind insgesamt fülliger gebaut; von oben betrachtet erscheinen sie breiter und runder, da sie mehr Körpervolumen besitzen. Männchen bleiben schlanker und wirken insgesamt zierlicher; die Flossenproportionen sind bei ihnen oft etwas zurückhaltender ausgeprägt. Diese Merkmale machen eine Unterscheidung in halbwüchsigen bis adulten Tieren vergleichsweise zuverlässig möglich.
Hoplisoma cf. brevirostris erreicht ca. 5-6 cm TL. Aquarientiere bleiben oft etwas kleiner als Wildfänge.
Empfohlen wird ab 112 Liter. Größere Becken sind immer besser.
Die optimale Temperatur liegt zwischen 20 und 26 °C.
Hoplisoma cf. brevirostris ist ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für tierische Kost. Sinkendes Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Cyclops wird bevorzugt, ergänzt durch sinkendes Granulat oder Futtertabletten für Welse. Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern.
Gut geeignet sind ruhige südamerikanische Arten mit gleichen Wasseransprüchen, etwa Salmler aus derselben Bioregion, weitere Panzerwelse sowie kleine Zwergbuntbarsche wie Apistogramma oder Mikrogeophagus ramirezi.
Ja, die Art gilt als einfach zu halten und ist gut für Einsteiger geeignet.
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