Hyphessobrycon amapaensis
Beschreibung
Der Amapa-Glühlichtsalmler (Hyphessobrycon amapaensis) ist ein kleiner, schlanker Salmler aus der Heterorhabdus-Gruppe innerhalb der Gattung Hyphessobrycon. Mit einer Standardlänge von 2,5-3 cm bleibt er zierlich und eignet sich für kleinere, naturnahe Aquarien. Die Art besticht durch ein markantes Dreifarbenmuster: ein leuchtend roter Längsstreifen entlang der oberen Körperhälfte, ein heller cremefarbener Streifen darunter und ein schwarzer Streifen am Bauch. Auch die obere Augenhälfte zeigt eine rote Färbung.
Im Aquarium zeigt H. amapaensis ein ruhiges, friedliches Verhalten. Die Tiere halten sich vorzugsweise in der Mittelschicht des Beckens auf und bilden dichte Schwärme. Die Farbzeichnung kommt bei gedämpfter Beleuchtung und dunklem Untergrund besonders eindrucksvoll zur Geltung.
Besonderheiten
- Markantes Dreifarbenmuster: roter, cremefarbener und schwarzer Längsstreifen
- Rote Augenfärbung
- besonderer Schwarmfisch: mindestens 10 Tiere empfohlen
- Mittelschichtbewohner
- Geringes Sprungrisiko
- Naturnahe Weichwasser-Becken mit dunklem Untergrund ideal
Vergesellschaftungshinweise
Hyphessobrycon amapaensis ist ein besonderer Schwarmfisch. Mindestens 8-10 Tiere werden empfohlen, besser 10 oder mehr. In solchen Gruppen wirkt die Art im Verhalten und in der Farbwirkung am attraktivsten.
Das Temperament ist sehr friedlich, keine aggressiven Verhaltensweisen sind dokumentiert. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen können gefährdet sein. Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Salmler ähnlicher Größe (Nannostomus, andere Hyphessobrycon), ruhige Panzerwelse und kleine Buntbarsche.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen sind deutlich tiefer im Körper und etwas größer als Männchen. Männchen bleiben schlanker. Farbliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nicht beschrieben; Körperform und relative Größe dienen als zuverlässigste Unterscheidungsmerkmale.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 23-28 °C, pH 5,0-7,0, GH 1-8 dGH.
Beckengröße: Mindestens 60 cm Kantenlänge (ab 54 Liter) für eine Gruppe.
Einrichtung: Dichte Bepflanzung mit feingliedrigen Pflanzen oder Moosen. Freier Schwimmbereich in der Mitte. Dunkler, feiner Bodengrund. Wurzeln und vereinzelte Steine als Verstecke.
Strömung: Sanft bis mäßig.
Beleuchtung: Gedimmt bis moderat. Dunkler Untergrund lässt die Farben besonders leuchten.
Hyphessobrycon amapaensis ist eine pflegeleichte Art für Aquarianer mit Erfahrung in der Weichwasserhaltung.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Freilaicher ohne elterliche Brutpflege. Zuchtschwierigkeit: mittel. In gut konditionierten Gruppen kann gelegentlich Nachwuchs ohne spezielles Zutun erscheinen. Für gezielte Zucht: separates Zuchtbecken mit feinmaschigem Netz oder Java-Moos, schwach beleuchtet. Leicht saures Milieu und Temperatur im oberen Bereich des Haltungsrahmens. Erstfutter: Paramecium, dann Artemia-Nauplien.
Ernährung/Futterbedarf
Hyphessobrycon amapaensis ist ein Allesfresser. Im Aquarium eignen sich Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven sowie hochwertige Flocken- und Granulatfuttermittel in feiner Körnung. Gelegentlich pflanzliche Ergänzungen (Spirulina-Flocken). Mehrere kleine Fütterungen über den Tag verteilt sind besser als eine große Portion.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Hyphessobrycon amapaensis ist nur aus einem kleinen Gebiet in den Einzugsgebieten des Rio Preto und Rio Maraca im Bundesstaat Amapa im Nordosten Brasiliens bekannt. Die Fundorte liegen in kleinen Bächen, die durch Savannengrasland fließen. Das Wasser ist klar bis leicht bräunlich, pH 5,8-6,3, mit sehr geringer Gesamthärte und sandigem bis kiesigem Substrat.