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Zierfische, Familie Loricariidae

Ucayali-Tigerharnischwels (L 206) Panaqolus sp. (L 206)

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Ucayali-Tigerharnischwels (Panaqolus sp. L 206) wird bis zu 8 cm (SL), etwa 10 cm Gesamtlänge groß und ist ein kompakter, kräftig gebauter Harnischwels aus der Familie der Loricariidae. Die Grundfärbung zeigt ein kontrastreiches gelb-braunes Streifen- und Punktmuster. Charakteristisch für L 206 ist die gepunktete Schwanzflosse (Spot-tailed Clown Plec), die ihn von anderen Panaqolus-Arten unterscheidet.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Harem
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 10 cmEndgröße

  • 10-12 JahreLebenserwartung

  • 25-29 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Die Panzerplatten sind deutlich ausgeprägt. Bei Jungtieren ist der Kontrast besonders stark und verblasst mit zunehmendem Alter etwas. Tagsüber ruht die Art in Höhlen und unter Totholz, nachts wird sie aktiv und raspelt ausdauernd an weichem Holz.

Haltung und Pflege

Der Ucayali-Tigerharnischwels benötigt ein Aquarium ab 80 cm Kantenlänge (ab 112 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 25-29 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-15 °dGH. Das Becken muss reichlich weiches Totholz enthalten (Moorkienholz, Mangrovenwurzeln), da dies die Hauptnahrungsquelle ist. Das Holz sollte weich genug sein, dass man es mit dem Fingernagel ritzen kann. Sandiger Bodengrund, viele Höhlen und gedämpfte Beleuchtung. Mäßige Strömung und gute Filterung. Regelmäßige großzügige Wasserwechsel. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für Harnischwelse giftig und dürfen nicht eingesetzt werden.

Kupfer: Panaqolus sp. (L 206) reagiert wie alle Harnischwelse (Loricariidae) hochempfindlich auf kupferhaltige Medikamente und Dünger. Kupfer schädigt Kiemen und die empfindliche Haut und kann rasch zum Tod führen. Bei Parasitenbehandlungen im Becken auf kupferfreie Präparate ausweichen und kupferhaltige Pflanzendünger meiden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Panaqolus sp. (L 206) ist friedlich, gegenüber Artgenossen territorial. Haltung paarweise oder in kleinen Gruppen mit mehr Verstecken als Tieren. Pro Tier sollte eine Grundfläche von mindestens 30 x 30 cm zur Verfügung stehen. Geeignete Mitbewohner sind ruhige südamerikanische Salmler, Beilbauchfische, Zwergpanzerwelse (Corydoras) sowie Zwerggarnelen (Neocaridina, Caridina) und Schnecken. Aggressiv-territoriale Großfische sowie Krebse und Krabben vermeiden (Konkurrenz um Höhlen, Verletzungsgefahr).

Ernährung

Panaqolus sp. (L 206) ist ein Xylivorer (Holzfresser). Weiches Totholz im Becken ist lebensnotwendig. Die Art gewinnt die für ihre Verdauung erforderliche Zellulose durch das Abraspeln von echtem Holz. Geeignet sind weiches Moorkienholz und Mangrovenwurzeln. Ergänzend eignen sich Spirulina-Tabs, Algenwuchs, Welstabs mit Holzanteil, braunes Herbstlaub sowie Gemüse wie Zucchini, Gurke, Süßkartoffel und Rosenkohl. Proteinreiches Futter (Mückenlarven, Artemia, Frostfutter tierischen Ursprungs) führt bei Holzfressern zu Verfettung und schweren Organschäden. Tierische Kost darf höchstens als seltene Beigabe in kleinsten Mengen gegeben werden. Andere Fische im Becken sollten tagsüber gefüttert werden, wenn die nachtaktiven Holzfresser ruhen.

Zucht

Der Ucayali-Tigerharnischwels ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht ist gelegentlich dokumentiert und gilt als mittel schwierig. Das Männchen bewacht Eier und Jungfische in der Höhle. Gelegegrößen liegen bei etwa 40-60 gelben Eiern, die nach 6-7 Tagen schlüpfen. Zuchtwasser: pH 5,5-6,5, GH bis 5 °dGH, 28-29 °C. Auslöser: Simulation der Regenzeit durch großzügige Wasserwechsel mit kühlerem, weichem Wasser (Temperatursturz um 2-3 °C), Erhöhung der Strömung und Sauerstoffzufuhr. Die Jungfische raspeln bereits ab dem zehnten Lebenstag an weichem Holz.

Zuchtwasser: 28 bis 29 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Panaqolus sp. (L 206) bewohnt Flussläufe im Einzugsgebiet des Rio Ucayali und Rio San Alejandro im oberen Amazonasbecken Perus. Die Habitate sind geprägt von sandigem bis feinsedimentärem Grund, reichlich Totholz und mäßiger Strömung. Totholzansammlungen liefern sowohl Nahrung als auch komplexe Mikrohabitate.

Geschlechtsunterschiede

Männchen entwickeln bei Geschlechtsreife ausgeprägte Odontoden am hinteren Körper, hinter den Kiemendeckeln und an den Brustflossenstacheln; ihr Kopf wirkt breiter. Weibchen sind bauchiger, zeigen eine rundere Genitalpapille und besitzen keine oder deutlich kürzere Odontoden.

Krankheiten

Wir haben keine Informationen zur Krankheitsanfälligkeit.

Gut zu wissen

  • Spezialisierter Holzfresser (Xylivor): Weiches Totholz ist lebensnotwendig
  • Proteinreiches Futter führt zu Verfettung und schweren Organschäden!
  • Gepunktete Schwanzflosse als Erkennungsmerkmal (Spot-tailed Clown Plec)
  • Dämmerungs- und nachtaktiv
  • Jungtiere kontrastreicher als adulte Exemplare
  • Kupferhaltige Medikamente und Dünger vermeiden (Loricariidae)

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird der Ucayali-Tigerharnischwels?

Panaqolus sp. (L 206) erreicht bis 8 cm (SL), etwa 10 cm Gesamtlänge. Die Art benötigt ein Becken ab 80 cm Kantenlänge.

Welche Wasserwerte braucht der Ucayali-Tigerharnischwels?

Temperatur 25-29 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-15 °dGH. Weiches Totholz muss permanent im Becken vorhanden sein.

Was frisst der Ucayali-Tigerharnischwels?

Spezialisierter Holzfresser (Xylivor): Weiches Totholz als Hauptnahrung. Ergänzend Gemüse und Spirulina-Tabs. Proteinreiches Futter ist schädlich und führt zu Organschäden.

Kann man den Ucayali-Tigerharnischwels züchten?

Ja, Höhlenbrüter. Männchen bewacht 40-60 Eier in enger Höhle. Schlupf nach 6-7 Tagen. Zuchtwasser: pH 5,5-6,5, GH bis 5 °dGH, 28-29 °C.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Schwierigkeit: Einfach

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