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Zierfische, Familie Characidae

Rotrücken-Kirschflecksalmler Hyphessobrycon pyrrhonotus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Rotrücken-Kirschflecksalmler (Hyphessobrycon pyrrhonotus), auch als Flameback Bleeding Heart Tetra bekannt, ist ein kompakt gebauter, leicht hochrückiger Salmler aus der Familie der Characidae. Er wurde 1993 von Burgess erstbeschrieben und ist die jüngste der drei „Bleeding Heart“-Tetra-Arten (neben H. erythrostigma und Hyphessobrycon socolofi).

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • bis 5,5 cmEndgröße

  • 5 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 5,5-7pH-Wert

  • 1-8 °dGHGesamthärte

  • ab 80 lAquariengröße

Beschreibung

Männchen erreichen typischerweise 4–4,5 cm Standardlänge (ca. 5–5,5 cm Gesamtlänge); Weibchen bleiben etwas kleiner. Das markanteste Merkmal der Männchen ist der leuchtend rote Keilstreifen vom Nacken entlang des Rückens bis zur verlängerten, schwarz-weiß gespitzten Rückenflosse. Der „Bleeding Heart“-Fleck auf der Körpermitte ist bei dieser Art weniger ausgeprägt als bei H. erythrostigma. Gelegentlich tritt eine metallisch-goldene Verfärbung der Schuppen auf, deren Ursache bisher ungeklärt ist. Die Art ist eine Schwarzwasserart mit ausgeprägter Empfindlichkeit gegenüber hartem, hellem Wasser. Unter falschen Bedingungen verblasst die charakteristische Färbung schnell.

Haltung und Pflege

Empfohlene Wasserwerte: 22–28 °C, pH 5,5–7,0, GH 1–8 °dGH. Schwarzwasserverhältnisse mit pH 5,5–6,5 fördern die Farbintensität. Mindestbeckengröße: 80 cm Kantenlänge (ca. 80–100 Liter). Einrichtung als Schwarzwasser-Biotop: feines Sandsubstrat, Treibholz, Äste, Laub (Seemandelbaumblätter) und dichte Randbepflanzung. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht und fördern die Farbintensität. Strömung: moderat. Die Art ist empfindlich gegenüber organischen Belastungen (Nitrat, Ammonium). Regelmäßige, sanfte Wasserwechsel sind erforderlich. Torffilterung oder Huminsäure-Quellen unterstützen die gewünschte Wasserchemie.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hyphessobrycon pyrrhonotus ist eine friedliche, schwarmbildende Art. Männchen zeigen untereinander lebhaftes Imponierverhalten beim Konkurrieren um Rangordnung, ohne sich ernsthaft zu verletzen. Mindestgruppe: 8 Tiere, empfohlen werden 10 bis 12 Exemplare. Von großen, rauflustigen Fischen kann die Art aufgrund ihrer langen Flossen leicht eingeschüchtert werden. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen können gefressen werden; adulte Garnelen werden in der Regel toleriert. Geeignete Beifische: andere friedliche südamerikanische Salmler, Corydoras, Apistogramma-Arten aus Schwarzwasserbiotopen. Lebhafte oder flossenknabbernde Fische sind ungeeignet.

Ernährung

Hyphessobrycon pyrrhonotus ist ein Allesfresser. In der Natur ernährt sich die Art opportunistisch von Früchten, Wasserinsekten, Larven und Ameisen. Im Aquarium: kleine Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnia, Mückenlarven) sowie hochwertige Frost- und Trockenfutter. Abwechslungsreiche Fütterung mit überwiegendem Lebendfutter-Anteil fördert Kondition und Farbintensität.

Zucht

Hyphessobrycon pyrrhonotus ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Zucht bisher nicht dokumentiert. Trotz jahrzehntelanger Verfügbarkeit im Handel wurde eine erfolgreiche Nachzucht im Aquarium bisher nicht öffentlich dokumentiert. Praktiker vermuten, dass die Zucht weiches, leicht saures Wasser (pH 5,5–6,5, GH unter 5 °dGH), ein separates Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen oder Laichmopps sowie die Entfernung der Elterntiere nach dem Ablaichen erfordert. Konkrete verifizierte Zuchtberichte fehlen.

Natürlicher Lebensraum

Hyphessobrycon pyrrhonotus ist endemisch im Rio-Negro-System im Bundesstaat Amazonas in Brasilien. Dokumentierte Fundorte umfassen den Rio Ereré, einen schmalen Fluss mit 7–12 Metern Breite. Die Art besiedelt langsam fließende Schwarzwassergewässer mit strukturierten Uferzonen, Baumwurzeln und eingetragenem pflanzlichem Material.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind deutlich größer, intensiver gefärbt und entwickeln stark verlängerte Rücken- und Afterflossen. Der rote Dorsalstreifen ist bei Männchen leuchtend und kontrastreich; bei Weibchen kaum vorhanden oder sehr blass. Weibchen sind gedrungener gebaut und wirken zur Laichzeit fülliger im Bauchbereich.

Gut zu wissen

  • Kleinste der drei „Bleeding Heart“-Tetra-Arten; Männchen mit leuchtend rotem Dorsalstreifen
  • Schwarzwasser-Anpassung: Farbintensität nimmt in hartem, hellem Wasser deutlich ab
  • Männliche Imponierverhalten (Flossenspreizen) sind optisch reizvoll, aber harmlos
  • Metallisch-goldene Schuppenverfärbung tritt gelegentlich auf (Ursache unbekannt)
  • Zucht im Aquarium bisher nicht dokumentiert (Stand 2026)
  • Geringes Sprungrisiko

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Rotrücken-Kirschflecksalmler?

Der Rotrücken-Kirschflecksalmler benötigt Temperaturen von 22–28 °C, einen pH-Wert von 5,5–7,0 und eine Gesamthärte von 1–8 °dGH. Schwarzwasserbedingungen fördern die Farbintensität.

Kann man den Rotrücken-Kirschflecksalmler vergesellschaften?

Hyphessobrycon pyrrhonotus eignet sich für Gemeinschaftsbecken mit friedlichen südamerikanischen Schwarzwasserarten. Geeignet sind andere Salmler, Corydoras und Apistogramma. Flossenknabbernde Fische sind ungeeignet.

Kann man den Rotrücken-Kirschflecksalmler züchten?

Eine erfolgreiche Nachzucht im Aquarium wurde bisher nicht öffentlich dokumentiert. Die Art ist ein Freilaicher, der vermutlich weiches, leicht saures Wasser und ein separates Zuchtbecken benötigt.

Wie groß muss das Aquarium für den Rotrücken-Kirschflecksalmler sein?

Für einen Schwarm von 8–12 Tieren wird ein Becken ab 80 cm Kantenlänge (ca. 80 Liter) empfohlen.

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Fragen und Erfahrungen

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