
Schmerlen
Indischer Steinbeißer
Lepidocephalichthys thermalis
- Endgröße: 5 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 20-25 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Einfach
In der Gruppe halten, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Cobitidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Kottelatlimia pristes ist eine kleine, schlanke Schmerle mit 4 cm Standardlänge (Maß ohne Schwanzflosse), eine aquaristische Quelle nennt als Höchstmaß 5 cm. Die Grundfarbe ist braun, Körper und Kopf sind dicht mit feinen dunklen Punkten besetzt, an der oberen Schwanzwurzel sitzt ein schwarzer Fleck.

5 cmEndgröße
22-26 °CTemperatur
3,5-6,5pH-Wert
0-5 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Lebende Tiere können je nach Licht bläulich schimmern, der untere Körper und der Kiemendeckel tragen dann goldene Flecken. Von K. hipporhynchos trennen sie vor allem die glatten Lippen und Barteln ohne Papillen (kleine Hautzäpfchen), die kürzere Schnauze (34–43 % der Kopflänge gegenüber 44–55 %), die gerade bis gerundete Schwanzflosse sowie ein dunkler Fleck am Beginn der Afterflosse. K. katik bleibt mit 13,5 mm Standardlänge deutlich kleiner und besitzt eine lange Nasenbartel, die K. pristes fehlt. Die Art lebt in Torfsumpfgebieten und Waldbächen auf Borneo, der Malaiischen Halbinsel und Sumatra. Sie passt zu erfahrenen Aquarianern, die ein eingefahrenes Weichwasserbecken mit feinem Sand und Falllaub bieten können.
Für das Aquarium gelten 22–26 °C (eine Quelle lässt 21 °C als Untergrenze zu). Eine aquaristische Quelle nennt pH 3,5–6,5 und 0–5 °dGH. Der untere Wert entspricht den Naturwerten der Torfsümpfe, ein Haltungsbericht mit gemessenem pH-Wert liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Als Becken genügen 60 cm Kantenlänge und 54 Liter. Unverzichtbar ist feiner, weicher Sand, weil die Tiere einen Teil der Zeit ganz eingegraben oder nur mit herausschauenden Augen verbringen. Auf gröberem Kies drohen Stress, Verletzungen beim Graben und schlechtere Futteraufnahme. Einige Handvoll trockenes Falllaub bieten Deckung und kommen dem natürlichen Aufenthaltsort nahe. Wurzeln, Äste und glatte Steine sind möglich, sie gehören vor dem Sand ins Becken, damit die Grabtätigkeit sie nicht umwirft. Dazwischen sollten offene Sandflächen bleiben. Das Licht darf gedämpft sein, Pflanzen sind dann am besten Arten, die aufgebunden wachsen, etwa Javafarn oder Anubias. Bei ausreichender Sauerstoffversorgung spielt die Strömung keine große Rolle. Die Art verträgt keine Anreicherung organischer Abfälle und braucht sehr sauberes Wasser. In ein frisch eingerichtetes Becken gehört sie nicht, sie gewöhnt sich am besten in einem stabilen, eingefahrenen Aquarium ein. Beim Herausfangen ist Vorsicht nötig, weil sich die Dornen unter den Augen im Netz verhaken können.
Kottelatlimia-Arten sind friedlich gegenüber Artgenossen und anderen Fischen, Berichte über Angriffe auf Mitbewohner liegen nicht vor. In Gesellschaft von Artgenossen geht es ihnen am besten, empfohlen wird eine Gruppe ab 4 Tieren. Die Art ist nicht besonders robust und darf nicht mit deutlich größeren oder futterneidischen Fischen zusammenleben. Gut passen kleine Schwarmfische aus der Karpfenverwandtschaft sowie Labyrinthfische wie Sphaerichthys und Parosphromenus. Spielt die Herkunft keine Rolle, kommen auch kleine Schwarzwassersalmler in Frage. Als Bodenbewohner eignen sich Pangio, Acanthopsoides und kleinere Lepidocephalichthys. Bei Bachschmerlen (Nemacheilidae) ist Vorsicht nötig, manche sind zu territorial, werden zu groß oder brauchen anderes Wasser. Fischeier und Jungfische können gefressen werden. Zu Garnelen und Schnecken als Mitbewohner liegen in den ausgewerteten Quellen keine Angaben vor.
Die Art ist vor allem ein Mikroräuber (Jäger sehr kleiner Beutetiere): Sie nimmt Bodengrund ins Maul, siebt ihn durch die Kiemen und liest Insektenlarven und kleine Krebstiere heraus. Im Aquarium ist sie nicht schwierig zu füttern. Geeignet ist abwechslungsreiches Futter aus sinkendem Trockenfutter sowie lebenden und gefrorenen Artemia, Tubifex, Daphnien und Roten Mückenlarven.
Eine Nachzucht im Aquarium ist in den ausgewerteten Quellen nicht dokumentiert. Zu Ablaichen, Eiern und Aufzucht liegen für diese Art keine Angaben vor.
Die Typuslokalität (Fundort der Erstbeschreibung) ist ein sumpfiger Bach etwa 30 km westlich von Sintang an der Straße von Sanggau nach Sintang im Einzugsgebiet des Kapuas, Kalimantan Barat, Borneo. Der Katalog der Fischarten nennt als Verbreitung Borneo und Malaysia. Außerhalb Borneos wurde die Art im Torfsumpfwald von Nord-Selangor auf der Malaiischen Halbinsel und in Riau auf Sumatra nachgewiesen, auf Borneo außerdem in Sarawak sowie in Kalimantan Tengah und Kalimantan Timur. Die Fachliteratur nennt ganz Kalimantan mit Ausnahme von Kalimantan Selatan. Die Art lebt vor allem in kleinen, langsam fließenden, beschatteten Waldbächen mit gerbstoffbraunem Wasser, darunter Schwarzwasser-Torfsümpfe. Je nach Fundort besteht der Grund aus Torf, Schlamm oder Sand, oft sitzen die Tiere in Laubhaufen. In Kalimantan Tengah kommt sie stellenweise am selben Ort vor wie K. hipporhynchos, nutzt dort aber einen anderen Lebensraum: Sie wurde nicht auf Sand beobachtet, sondern auf oder in Torf, Erde und Falllaub. Im Torfsumpf von Nord-Selangor lebt sie unter anderem zusammen mit Rasbora einthovenii, Betta livida, Parosphromenus harveyi und Sphaerichthys osphromenoides. Naturwerte: Solche Gewässer enthalten kaum gelöste Mineralien, sind schwach gepuffert und können durch Gerbstoffe und organische Säuren auf pH 3,0 bis 4,0 sinken. Naturwert von einem Fundort: Kottelat und Lim (1992) geben für einen kleinen Schwarzwasserbach im Torfsumpf von Nord-Selangor einen pH von etwa 3,5 an. Die Angabe steht dort bei Lepidocephalichthys tomaculum, K. pristes stammt nach Kilometerangabe, Straße und Fangdatum aus demselben Bach. Weitere Werte von Fundorten liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor.
Bei geschlechtsreifen Männchen ist der erste verzweigte Brustflossenstrahl (der zweite Strahl der Brustflosse) vergrößert und trägt 8–11 spitze Serrae (Sägezähnchen), die zusammen wie ein kleines Sägeblatt wirken. Erwachsene Weibchen sind meist kräftiger gebaut und etwas größer als die Männchen.
Die Fachliteratur nennt 4 cm Standardlänge (ohne Schwanzflosse), eine aquaristische Quelle gibt als Höchstmaß ca. 5 cm an. Weibchen werden etwas größer und kräftiger als Männchen.
Für das Aquarium gelten 22–26 °C. Eine aquaristische Quelle nennt pH 3,5–6,5 und 0–5 °dGH. Der untere pH-Wert entspricht den Naturwerten der Torfsümpfe, ein Haltungsbericht mit gemessenem pH-Wert liegt nicht vor. Die Art braucht sehr sauberes Wasser und ein eingefahrenes Becken.
Ab 60 cm Kantenlänge und 54 Liter. Entscheidend ist die Grundfläche mit feinem, weichem Sand, offene Sandflächen und einige Handvoll Falllaub als Deckung.
Mit kleinen, friedlichen Fischen wie kleinen Schwarmfischen, Sphaerichthys oder Parosphromenus sowie mit Pangio und Acanthopsoides. Deutlich größere oder futterneidische Fische sind ungeeignet. Die Art selbst sollte in einer Gruppe ab 4 Tieren leben. Zu Garnelen liegen keine Angaben vor.
Kleine Bodentiere, die sie aus dem Bodengrund siebt. Im Aquarium nimmt sie sinkendes Trockenfutter sowie lebende und gefrorene Artemia, Tubifex, Daphnien und Rote Mückenlarven.
K. hipporhynchos hat dicht mit Papillen besetzte Lippen und Barteln, eine längere Schnauze und eine einfarbige Afterflosse. K. katik bleibt mit 13,5 mm Standardlänge viel kleiner und hat eine lange Nasenbartel. K. pristes hat glatte Mundteile und keine lange Nasenbartel.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















