
Buntbarsche
Blauaugen-Feenbarsch
Neolamprologus marunguensis
- Endgröße: bis 6 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 7,5-9
- Wasserhärte: weich bis sehr hart
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, territorial
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Lamprologus speciosus ist ein kleiner Schneckenbuntbarsch aus dem Südwesten des Tanganjikasees in der Demokratischen Republik Kongo. Männchen werden ca. 5–6 cm lang, Weibchen ca. 4 cm. Der Grundton ist braun, der Rücken schokoladenfarben bis schwarz und deutlich dunkler als der Bauch, der violett bis hellblau schimmert. Die unpaarigen Flossen tragen einen schwarz-weißen Saum.

6 cmEndgröße
23-27 °CTemperatur
7,5-9pH-Wert
8-25 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Je nach Stimmung zeigen die Tiere dunkle, wolkige Flecken, gereizt färben sie sich am ganzen Körper deutlich dunkler. L. ocellatus sieht sehr ähnlich aus; L. meleagris (von Eschmeyer als Synonym von Neolamprologus stappersi geführt) kommt stellenweise im selben Gebiet vor, hält sich aber meist etwas flacher auf. Die Art passt zu Aquarianern, die hartes Wasser bieten und Revierverhalten und Brutpflege auf kleinem Raum beobachten möchten.
Die Art braucht hartes, alkalisches Wasser: 23–27 °C bei stabiler Temperatur, pH 7,5–9,0 und 8–25 °dGH. Ab 80 cm Kantenlänge und 112 Liter reicht das Becken für ein Paar, für eine Kolonie muss es entsprechend größer sein. Wichtig sind große offene Sandflächen, am besten feiner Sand mit mindestens 5 cm Schichthöhe, weil die Tiere viel graben. Es sollten mehr leere Schneckenhäuser im Becken liegen, als Fische vorhanden sind, und die Gehäuse sollten Abstand zueinander haben. Neothauma-Gehäuse oder Gehäuse von Weinbergschnecken eignen sich. Einzelne Steine können als Sichtbarrieren dienen. Becken für Schneckenbuntbarsche werden nur karg oder gar nicht bepflanzt. Regelmäßige Wasserwechsel und eine großzügig bemessene Filterung sind deshalb wichtig.
Lamprologus speciosus ist territorial und verteidigt sein Gehäuse samt kleinem Umkreis energisch, auch gegen Artgenossen. Im Freiland leben Männchen meist im Harem mit zwei bis drei Weibchen. Weibchen halten sich meist direkt am eigenen Gehäuse auf, Männchen entfernen sich häufiger davon. Im Aquarium klappt die Haltung als Paar; bei mehreren Tieren entsteht eine Kolonie, dann sollten es mehr Weibchen als Männchen und genug Gehäuse sein. Als Beifische eignen sich kleine Tanganjika-Buntbarsche anderer Beckenzonen: kleine Felsbewohner wie Neolamprologus brichardi, kleinere Julidochromis-Arten und Freiwasserarten wie Cyprichromis. Für Beifische muss das Becken deutlich größer sein als die für ein Paar genannten 80 cm. Große Raubfische sind ungeeignet.
Fleischfresser. Im See frisst die Art vor allem Insektenlarven, besonders Zuckmückenlarven, dazu Ruderfußkrebse. Im Aquarium sollten Lebend- und Frostfutter den Hauptteil ausmachen, etwa Artemia, Daphnien, Cyclops und Insektenlarven. Trockenfutter wird meist ebenfalls angenommen.
Lamprologus speciosus ist ein Schalenbrüter und gilt als recht leicht zu züchten. Für die Zucht werden pH 8,0–8,5 und 25–26,5 °C genannt. Um die Aggression zu senken, hält man am besten mehrere Weibchen je Männchen und verteilt die Gehäuse. Das Weibchen vergräbt sein Gehäuse bis auf die Öffnung und macht das Männchen durch Imponieren am Eingang auf sich aufmerksam. Es laicht im Gehäuse ab; das Männchen gibt das Sperma von außen hinein oder schwimmt hinein, falls das Gehäuse groß genug ist. Ein Gelege umfasst meist 10–20 Eier. Die Brutpflege liegt überwiegend beim Weibchen, das am Gehäuse wacht und die Eier befächelt. Zum Schlupf gehen die Angaben auseinander: Eine Quelle nennt rund 3 Tage und Freischwimmen um den 10. Tag, eine andere rund 10 Tage bis zum Schlupf. Die Jungfische nehmen Artemia-Nauplien und Mikrowürmer an. Die Eltern tun ihnen meist nichts, andere Tiere einer Kolonie fressen sie aber. Wer die ganze Brut aufziehen will, setzt sie in ein eigenes Becken um. Werden die Jungfische größer, vertreibt die Mutter sie aus ihrem Revier, dann brauchen sie einen anderen Platz.
Zuchtwasser: 25 bis 26,5 °C, pH 8 bis 8,5
Endemisch im Tanganjikasee (kommt nur dort vor), bekannt aus dem Südwesten des Sees in der Demokratischen Republik Kongo, nach einer Quelle von Myunga bis Bwassa. Der Typusfundort liegt bei Bwassa, etwa 65 km südlich von Moba. Die Art lebt auf sandigem bis schlammigem Grund in Bereichen mit wenigen leeren Schneckenhäusern, meist in 5–40 m Tiefe. Die Gehäuse von Neothauma stecken im Boden, nur die Öffnung bleibt frei. Stellenweise kommt sie zusammen mit L. meleagris vor. Beschrieben wurde die Art 1991 von Büscher als Lamprologus speciosus. Im Fachkatalog von Eschmeyer steht sie inzwischen als Neolamprologus speciosus, in der Aquaristik ist weiterhin auch der ursprüngliche Name verbreitet.
Männchen werden deutlich größer als Weibchen: Männchen ca. 5–6 cm, Weibchen ca. 4 cm. Sonst sehen sich die Geschlechter ähnlich, Weibchen haben oft einen runderen und helleren Bauch.
Männchen werden ca. 5–6 cm lang, Weibchen ca. 4 cm. FishBase nennt 5 cm Gesamtlänge, eine aquaristische Fachquelle 6,5 cm Standardlänge.
Hartes, alkalisches Wasser mit 23–27 °C, pH 7,5–9,0 und 8–25 °dGH. Die Temperatur sollte stabil bleiben.
Ab 80 cm Kantenlänge und 112 Liter für ein Paar. Eine Kolonie braucht ein entsprechend größeres Becken, dazu viel offenen Sand und mehr Schneckenhäuser, als Fische vorhanden sind.
Mit kleinen Tanganjika-Buntbarschen anderer Beckenzonen, etwa Neolamprologus brichardi, kleineren Julidochromis-Arten oder Cyprichromis. Für Beifische muss das Becken deutlich größer sein als die für ein Paar genannten 80 cm. Große Raubfische sind ungeeignet.
Vor allem Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops und Insektenlarven. Trockenfutter wird meist ebenfalls angenommen.
Ja, sie gilt als recht leicht zu züchten. Das Weibchen laicht im Schneckenhaus ab, ein Gelege umfasst meist 10–20 Eier. Für die Zucht werden pH 8,0–8,5 und 25–26,5 °C genannt.
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