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Zierfische, Familie Cichlidae

Thomas-Prachtbarsch Anomalochromis thomasi

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Thomas-Prachtbarsch (Anomalochromis thomasi) ist ein kompakt gebauter westafrikanischer Buntbarsch mit bis zu 5 cm Standardlänge (etwa 6,5 cm Gesamtlänge). Die Grundfärbung ist gelblich-braun mit fünf schwachen dunklen Querbändern; hinzu kommen zahlreiche irisierende Glanzschuppen in Blau, Grün, Violett und Gelb auf Flanken und Kiemendeckeln.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Paarweise
  • Friedlich
  • bis 6,5 cmEndgröße

  • 5 JahreLebenserwartung

  • 23-27 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 1-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Eine Reihe schwarzer Flecken unterhalb der Rückenflosse erzeugt zusammen mit den glänzenden Schuppen ein lebhaftes Schuppenkleid, das je nach Stimmung und Paarungsbereitschaft intensiver auftreten kann. Im Aquarium zeigt der Thomas-Prachtbarsch ein zurückhaltendes, oft scheues Verhalten, das sich mit dichter Bepflanzung und vielen Verstecken deutlich verbessert. Er schwimmt überwiegend in der mittleren bis unteren Wasserschicht und nutzt Wurzeln, Laub und flache Steine als Rückzugs- und Laichplätze. Bei Pflege als Paar oder in kleinen Gruppen zeigt die Art ein komplexes Sozialverhalten mit ruhiger Grundstimmung; Balz und Revierverteidigung werden deutlich stärker, sobald ein aktives Brutpaar gebildet ist.

Haltung und Pflege

Wasserwerte (Aquarium): Temperatur 23–27 °C, pH 5,5–7,5, GH 1–15 dGH. Mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Liter. Feiner Sand als Substrat, reichlich Laub (Eichblatt, Buchenblätter) zur Schaffung tanninreicher Strukturen, zahlreiche Wurzeln und Wurzelhöhlen sowie flache, glatte Steine als Laichplätze. Dichte Bepflanzung mit Hintergrundpflanzen und teilweise schwimmenden Arten gibt den Tieren nötige Sicherheit. Langsame Strömung entsprechend den natürlichen Waldbächen. Anomalochromis thomasi ist eine robuste, leicht zu züchtende Art für naturnahe Gesellschaftsaquarien mit westafrikanischer Ausrichtung. Strukturreiche Einrichtung und ruhige Vergesellschaftung sind der Schlüssel.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Anomalochromis thomasi kann in kleinen Gruppen oder als Paar gehalten werden. Im Normalzustand friedlich und eher scheu. Während der Brutzeit wird das Brutpaar territorial und aggressiv gegenüber Eindringlingen, die das Laichrevier betreten. Diese Aggression ist zeitlich auf die aktive Brutphase begrenzt. Adulte Zwerggarnelen können in dicht bepflanzten Becken überleben, doch Junggarnelen werden sehr wahrscheinlich als Nahrung angenommen. Schnecken werden in der Regel toleriert. Geeignete Vergesellschaftungspartner sind ruhige westafrikanische Arten wie Pelvicachromis, friedliche afrikanische Salmler (Phenacogrammus), kleinere Anabantiden sowie Panzerwelse. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält.

Ernährung

Anomalochromis thomasi ernährt sich vorwiegend karnivor von Insekten, Würmern und kleinen Wirbellosen. Im Aquarium gut auf hochwertiges Cichliden-Granulat gewöhnbar, ergänzt durch regelmäßige Beigaben von Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven und Daphnien. Pflanzliche Komponenten können in geringem Maß ergänzt werden.

Zucht

Anomalochromis thomasi ist ein offener Substratbrüter mit biparentaler Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als einfach. Zuchtwasser: Temperatur 26–28 °C, pH 6,0–7,0, GH max. 10 dGH. Konditionierung mit hochwertigem Lebend- und Frostfutter (Artemia, Mückenlarven, Daphnien). Großer, kühlerer Wasserwechsel als Laichtrigger (Regenzeit-Simulation). Flache, glatte Steine als Laichsubstrat bereitstellen. Gelegegröße bis zu 500 Eier. Schlupf nach ca. 48 Stunden; Jungfische freischwimmend nach weiteren ca. 72 Stunden. Brutpflege durch beide Eltern dauert ca. einen Monat. Aufzucht mit Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 6 bis 7, bis 10 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Anomalochromis thomasi stammt aus Westafrika – aus Sierra Leone, Guinea und Liberia. Die Art bewohnt schattige Waldbäche und kleine Flussläufe mit dichter Ufervegetation. Die Habitate sind reich an Totholz, Wurzeln und Falllaub; humose Abbauprozesse färben das Wasser teefarben (Tannine). Langsame Strömung, Substrat aus feinem Sand oder Kies, vielfach bedeckt mit organischem Material.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden größer (7–8 cm SL) und wirken schlanker; in der Brutsaison zeigen sie intensivere Flankenfärbung. Weibchen sind kleiner und gedrungener, zeigen in der Fortpflanzungsbereitschaft einen pralleren Bauchbereich und eine dickere, stumpfer endende Laichpapille.

Gut zu wissen

  • Substratbrüter: nutzt flache, glatte Steine oder ebene Flächen als Laichsubstrat
  • Starke biparentale Brutpflege: beide Eltern kümmern sich ca. einen Monat um das Gelege und die Jungen
  • Monogame Paarbildung mit stabilen Bindungen
  • Bevorzugt schattige, tanninreiche Habitate: Anpassung an teefarben gefärbte Waldbäche
  • Schüchterne Grundstimmung: bei ungeeigneter Einrichtung dauerhaft zurückgezogen
  • Sprungrisiko gering, dennoch Abdeckung empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Thomas-Prachtbarsch?

Die empfohlenen Werte sind Temperatur 23–27 °C, pH 5,5–7,5 und GH 1–15 dGH. In weichem, leicht saurem bis neutralem Wasser fühlt sich die Art besonders wohl.

Kann man den Thomas-Prachtbarsch vergesellschaften?

Ja, mit ruhigen westafrikanischen Arten wie Pelvicachromis, friedlichen afrikanischen Salmlern und Panzerwelsen. Junggarnelen sind gefährdet.

Kann man den Thomas-Prachtbarsch im Aquarium züchten?

Ja, die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als einfach. Substratbrüter mit biparentaler Brutpflege über ca. einen Monat. Gelege bis zu 500 Eier; Regenzeit-Simulation als Laichtrigger.

Was frisst der Thomas-Prachtbarsch?

Vorwiegend karnivor – im Aquarium hochwertiges Cichliden-Granulat als Basis, ergänzt durch Artemia, Mückenlarven und Daphnien. Pflanzliche Kost spielt eine untergeordnete Rolle.

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Fragen und Erfahrungen

Ein Kommentar, der letzte vom 18. September 2013

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