Marisa cornuarietis
Beschreibung
Die Paradiesschnecke (Marisa cornuarietis) stammt aus dem noerdlichen Südamerika und Mittelamerika, wo sie in Seen, Flüssen, Bewässerungsgräben und Sümpfen mit dichter Wasservegetation lebt. Trotz ihres posthornähnlichen, flach aufgerollten Gehäuses gehört sie zu den Apfelschnecken (Ampullariidae). Das Gehäuse misst 3,5 bis 5,5 cm im Durchmesser. Die Gold-Variante hat ein einfarbig gelbes Gehäuse ohne Streifen, die Wildform zeigt 3 bis 6 dunkle Spiralbänder auf gelbem Grund. Die Art ist getrenntgeschlechtlich. Anders als andere Apfelschnecken legt Marisa cornuarietis ihre gallertartigen Laichpakete unter Wasser ab – nicht über der Wasserlinie. Pro Gelege werden 50 bis 200 Eier produziert, die Vermehrung ist leicht und ergiebig. Die Paradiesschnecke ist ein gefräßiger Allesfresser und vertilgt neben Algen und Detritus auch gesunde Wasserpflanzen. Für bepflanzte Aquarien ist sie daher ungeeignet. Sie frisst auch tierische Kost wie Futterreste und Aas. Calcium und hartes Wasser sind für das große Gehäuse unverzichtbar. Die Art neigt zum Klettern und kann aus offenen Becken entkommen – ein Deckel ist zwingend nötig. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich. Seit August 2025 steht Marisa cornuarietis auf der EU-Liste invasiver Arten – Handel, Zucht und Freisetzung sind in der EU verboten. Die Lebenserwartung beträgt 1 bis 3 Jahre.
Besonderheiten
- Apfelschnecke mit posthornförmigem Gehäuse
- FRISST gesunde Wasserpflanzen – nicht für Pflanzenaquarien
- Legt Eier UNTER Wasser (anders als andere Apfelschnecken)
- EU-Liste invasiver Arten seit 08/2025 – Handel und Zucht in der EU verboten
- Hoher Calciumbedarf und hartes Wasser nötig
- Fluchtrisiko – Deckel zwingend nötig
- Kupferempfindlich
- Vermehrung sehr leicht und ergiebig
Vergesellschaftungshinweise
Nicht für bepflanzte Aquarien geeignet – frisst gesunde Pflanzen. Nicht mit Raubschnecken oder Krebsen halten. Friedlich gegenüber Fischen und Garnelen.
Erscheinungsbild
Großes, flach aufgerolltes (planispirales) Gehäuse, 3,5 bis 5,5 cm Durchmesser. Gold-Variante: einfarbig gelb. Wildform: gelblich mit 3 bis 6 dunklen Spiralbändern. Besitzt einen Deckel. Männchen mit runderem, dickerem Gehäuse, Weibchen mit ovaler Mündung und dünnerer Schale.
Zucht und Fortpflanzung
Getrenntgeschlechtlich, eierlegend. Legt gallertartige Laichpakete UNTER Wasser (nicht über der Wasserlinie). 50 bis 200 Eier pro Gelege. Vermehrung sehr leicht und ergiebig. Reine Süßwasser-Vermehrung.
Ernährung/Futterbedarf
Gefräßiger Allesfresser. Frisst Algen, Detritus, Gemüse (Gurke, Zucchini, Salat) und auch gesunde Wasserpflanzen. Kann ein bepflanztes Aquarium innerhalb kurzer Zeit kahlfressen. Nimmt auch tierische Kost und Aas an. Hoher Calciumbedarf – hartes, alkalisches Wasser und Sepiaschale oder Mineralblöcke anbieten.