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Zierfische, Familie Cichlidae

Schwanzfleckbuntbarsch Mayaheros (Cichlasoma) urophthalmus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Mayaheros urophthalmus hieß früher Cichlasoma urophthalmus. Der Schwanzfleckbuntbarsch (Mayaheros urophthalmus) ist ein imposanter, kräftig gebauter Buntbarsch aus Mittelamerika, der bis zu 40 cm Gesamtlänge erreicht. Der Körperbau ist typisch für mittelamerikanische Cichliden: breit im Vorderkörper, zum Schwanzstiel hin verjüngt, mit gedrungenem, relativ hochrückigem Profil.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Paarweise
  • Aggressiv
  • bis 40 cmEndgröße

  • 10-15 JahreLebenserwartung

  • 20-30 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • 0-20 °dGHGesamthärte

  • ab 1030 lAquariengröße

Beschreibung

Die Art zeigt eine robuste Zeichnung mit kräftigen Flanken und einem dunklen Fleck im Schwanzbereich, der ihr den deutschen Namen gab (urophthalmus = Schwanzauge). Männchen wachsen deutlich größer als Weibchen und nehmen mit zunehmendem Alter intensivere Färbungen und verlängerte Rücken- sowie Afterflossen an. Im Aquarium verhält sich Mayaheros urophthalmus typisch territorial und durchsetzungsstark gegenüber Artgenossen und Beifischen ähnlicher Größe. Die Art hält sich bevorzugt in mittleren bis unteren Schwimmzonen auf und nutzt Steine oder Wurzeln als Revier- und Ruheplätze. Während Balz und Brutpflege zeigt sie deutlich gesteigerte Verteidigungsbereitschaft. Die Art ist ein aktiver Gräber, der Bodensubstrat umschichtet und Pflanzen entwurzeln kann. Besonderheiten sind die ausgeprägte euryhaline Toleranz – Mayaheros urophthalmus kann nicht nur in Süß- und Brackwasser, sondern auch unter Meerwasserbedingungen überleben – sowie die starke biparentale Elternfürsorge. Aufgrund dieser Robustheit gilt die Art in den USA als potenzieller Problemfisch (invasive Tendenz).

Haltung und Pflege

Wasserwerte
Temperatur: 20–30 °C (Optimalbereich 22–28 °C)
pH: 7,0–8,0
GH: bis 20 °dGH Beckengröße
Mindestgröße 210 cm Kantenlänge, ca. 1.030 Liter. Dieses Volumen bietet ausreichend Revierfläche und reduziert Aggressionen. Einrichtung
Sandiger bis feinsandiger Bodengrund kombiniert mit größeren Steinen, Wurzelholz und robusten Pflanzen (z. B. Anubias, Java-Farn), die als Sichtschutz und Rückzug dienen. Robuste Pflanzen sollten mit Steinen gesichert werden, da die Art aktiv gräbt. Offene Schwimmzonen sollten vorhanden sein. Filterung und Strömung
Leistungsfähige Filterung für hohe Wasserqualität und ausreichende Sauerstoffversorgung. Regelmäßige Wasserwechsel (2–3 mal wöchentlich anteilig) werden empfohlen. Mayaheros urophthalmus ist aufgrund seiner Robustheit, seines breiten Futterspektrums und seiner biparentalen Brutpflege eine interessante Art für erfahrene Aquarianer mit ausreichend Platz. Die Pflege erfordert ein sehr großes Becken, stabile Wasserparameter und eine wohlüberlegte Vergesellschaftung ausschließlich mit robusten, gleichgroßen Arten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Mayaheros urophthalmus wird überwiegend paarweise gehalten; empfohlen wird eine etablierte Paarhaltung, da die Art gegenüber Artgenossen sehr intolerant sein kann und ausgeprägte Territorialkämpfe entstehen. In einer stabilen Paargemeinschaft entwickeln die Tiere oft feste Bindungen und zeigen biparentale Brutpflege. Mehrtierbesatz erfordert ein sehr großes Becken. Das Temperament ist territorial und deutlich aggressiv. Die Art eignet sich ausschließlich für Gemeinschaftshaltung mit mittelgroßen bis großen Fischen wie anderen robusten Cichliden oder kräftigen Welsen. Während der Brutzeit verstärken sich Territorialität und Aggression erheblich. Schnecken werden in der Regel toleriert. Sehr kleine Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen werden eher toleriert. Für die Vergesellschaftung sollten ausschließlich robuste, mittelgroße bis große Fische aus Mittelamerika gewählt werden. Kleine Fische, Zwergbuntbarsche und empfindliche Arten sind ungeeignet.

Ernährung

Zur natürlichen Nahrung zählen kleine Fische und Makroinvertebraten. Die Art gilt als omnivor mit carnivorer Tendenz. Im Aquarium eignet sich ein hochwertiges, abwechslungsreiches Cichlidenfutter mit passenden tierischen und ergänzenden pflanzlichen Komponenten.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Biparentaler Substratlaicher Ein etabliertes Paar bereitet eine harte, glatte Oberfläche wie einen Stein oder Schiefer vor oder gräbt eine flache Mulde im Substrat, auf der das Weibchen die Eier ablegt. Gelege umfassen 500 bis 6.000 Eier. Beide Eltern beteiligen sich aktiv an der Bewachung der Eier, der Pflege der Larven und dem Schutz der frei schwimmenden Jungfische. Die Brutpflege dauert 4–6 Wochen; die Jungfische werden innerhalb etwa einer Woche nach dem Schlupf freischwimmend. Empfohlene Zuchtbedingungen: Temperatur 24–27 °C, pH 7,0–8,0. Sand- oder Feinsandsubstrat, strukturgebende Elemente wie Steine oder Holz zur Revierbildung. Starke Filtration und gute Sauerstoffzufuhr. Als Aufzuchtfutter eignen sich frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und fein pulverisiertes Aufzuchtfutter.

Zuchtwasser: 24 bis 27 °C, pH 7 bis 8

Natürlicher Lebensraum

Mayaheros urophthalmus stammt aus Mittelamerika und ist in Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras und Nicaragua verbreitet. In der Natur besiedelt die Art vor allem träges oder langsam fließendes Wasser: Sümpfe, Marschen, große flache Teiche und temporäre Wasseransammlungen. Die Art zeigt eine erwähnenswerte Toleranz gegenüber Brackwasserbedingungen und ist häufig in Mangrovenbereichen und Küstenlagunen anzutreffen. Das natürliche Habitat ist strukturiert mit Bereichen aus Pflanzenbewuchs, Wurzeln und angeschwemmten Hölzern sowie freien Sand- oder Schlammflächen. Die Strömung ist generell gering. Invasive Populationen existieren in den USA (Florida) und Singapur. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.

Geschlechtsunterschiede

In den geprüften Quellen wurde kein belastbares artspezifisches Schema aus Größe, Farbintensität und Flossenlänge bestätigt. Die Geschlechter werden zwar getrennt bezeichnet, verlässliche Maßintervalle oder eine sichere Merkmalskombination liegen aber nicht vor. Bei Jungtieren ist eine äußere Bestimmung besonders unsicher.

Gut zu wissen

  • Euryhalin: Toleriert Süß-, Brack- und Meerwasserbedingungen
  • Biparentale Brutpflege: Beide Eltern betreuen Gelege und Jungfische aktiv über mehrere Wochen
  • Stark territorial während Balz und Brut
  • Aktiver Gräber: Entwurzelt Pflanzen und schichtet Bodensubstrat um
  • Geeignet für sehr große Aquarien (mind. 210 cm Länge)
  • Potenzieller Problemfisch (invasive Tendenz) außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Schwanzfleckbuntbarsch?

Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 20–30 °C (Optimum 22–28 °C), pH 7,0–8,0 und GH bis 20 °dGH. Die Art toleriert auch Brack- und sogar Meerwasserbedingungen.

Kann man den Schwanzfleckbuntbarsch vergesellschaften?

Nur mit robusten, mittelgroßen bis großen Fischen aus Mittelamerika wie anderen Cichliden oder kräftigen Welsen. Kleine Fische, Zwergbuntbarsche und empfindliche Arten sind ungeeignet.

Wie züchtet man den Schwanzfleckbuntbarsch?

Die Art ist ein biparentaler Substratlaicher. Ein etabliertes Paar legt 500 bis 6.000 Eier auf harte Oberflächen ab. Beide Eltern betreuen Gelege und Jungfische aktiv über 4–6 Wochen. Empfohlene Zuchttemperatur: 24–27 °C.

Wie groß muss das Aquarium für den Schwanzfleckbuntbarsch sein?

Es wird ein Becken mit mindestens 210 cm Kantenlänge und ca. 1.030 Liter empfohlen. Die Art ist ein aktiver Gräber und braucht viel Revierraum. Pflanzen sollten mit Steinen gesichert werden.

Hinweis zu den Daten

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