
Salmler
Schomburgks Scheibensalmler
Myloplus schomburgkii
- Endgröße: bis 42 cm
- Aquarium: ab 1230 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Serrasalmidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Myloplus lobatus (im Handel als Myleus sp. lobatus geführt) wird bis zu 28 cm groß (24,5 cm SL) und ist ein hochrückiger, scheibenförmiger Serrasalmide aus der Verwandtschaft der Piranhas. Die Grundfärbung ist silbrig-grünlich mit metallischem Glanz und feinen Farbvariationen je nach Alter und Wasserbedingungen.

bis 28 cmEndgröße
23-27 °CTemperatur
6-7pH-Wert
2-10 °dGHGesamthärte
ab 600 lAquariengröße
Das namensgebende Merkmal ist die bei Männchen ausgeprägt belappte (zweilappige) Afterflosse (lateinisch lobatus = gelappt). Im Aquarium schwimmen die Tiere synchron im Schwarm und reagieren bei Störungen schreckhaft. Myloplus lobatus ist ein aktiver Pflanzenfresser. Sämtliche lebende Bepflanzung wird gefressen oder zerstört. Für bepflanzte Aquarien ist die Art nicht geeignet; stattdessen empfehlen sich Kunstpflanzen oder robuste Hartblattgewächse wie Anubias auf Wurzeln.
Myloplus lobatus benötigt ein Aquarium ab 200 cm Kantenlänge (ab 600 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 23-27 °C, pH 6,0-7,0, GH 2-10 °dGH. Als aktive Pflanzenfresser zerstören die Tiere sämtliche lebende Bepflanzung. Nur Kunstpflanzen oder robuste Hartblattgewächse (Anubias auf Wurzeln) sind möglich. Offene Schwimmzonen mit Rückzugsmöglichkeiten aus Wurzeln und größeren Steinen einrichten. Gedämpfte Beleuchtung und moderate Strömung. Leistungsfähige Filterung mit regelmäßigen, großzügigen Wasserwechseln ist aufgrund der Körpergröße und Futtermenge Pflicht. Sichere Abdeckung wegen Sprungneigung obligatorisch.
Myloplus lobatus ist ein schwarmbildender, friedlicher Fisch, der in Gruppen von mindestens 5-6 Tieren gehalten werden muss. Innerhalb der Gruppe bildet sich eine natürliche Hierarchie. Einzeln oder zu wenig gehaltene Tiere zeigen Dauerstress. Geeignete Beifische sind robuste, ähnlich große Schwarmfische: Metynnis-Arten, andere Myloplus-Verwandte, größere ruhige Characiden sowie mittelgroße bis große Harnischwelse (L-Welse). Sehr kleine Fische und Wirbellose sind gefährdet und nicht geeignet. Zarte oder scheue Arten werden durch die lebhafte Schwimmweise der Gruppe unter Stress gesetzt.
Myloplus lobatus ist ein reiner Pflanzenfresser (Herbivor). Faserreiche Pflanzenkost bildet den Hauptanteil der Nahrung: überbrühte Salatblätter, Zucchini- und Gurkenscheiben, Erbsen und Spirulina-haltige Futtertabletten. Ergänzend können proteinreiche Frostfutterarten in moderaten Mengen gereicht werden. Handelsübliche Flocken oder Granulat dienen als Ergänzung, sollten aber nicht die Hauptnahrung bilden. Die ausgeprägt pflanzliche Ernährung bedeutet, dass lebende Aquarienpflanzen im Becken gefressen werden.
Die Zucht von Myloplus lobatus ist nur selten dokumentiert und gilt als anspruchsvoll. Verfügbare Hinweise stammen aus Einzelfällen und Parallelen zu verwandten Gattungen. Zuchtwasser: pH 6,0-6,8, GH bis 8 °dGH, 26-28 °C. Eine Simulation der Regenzeit durch große, kühlere Wasserwechsel mit weicherem Wasser und reichhaltige Fütterung kann die Laichbereitschaft auslösen. Erfolgsaussichten sind unsicher und erfordern kontrollierte Konditionierung und erfahrene Züchter.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 6 bis 6,8, bis 8 °dGH
Myloplus lobatus stammt aus dem Amazonas- und Orinoco-Einzugsgebiet in Brasilien, Peru und Venezuela. Die Art bewohnt große Flüsse, Seen sowie überschwemmte Wälder (Igapo, Varzea). In der Natur nutzt sie offene Wasserflächen ebenso wie strukturierte Uferzonen mit Wurzelwerk, Laub und Vegetation zur Nahrungssuche. Saisonale Wanderungen in überschwemmte Uferbereiche zur Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung sind typisch.
Männchen zeigen eine charakteristisch belappte, ausgezogene Afterflosse, die das namensgebende Merkmal der Art ist, sowie intensivere Flossenfärbungen, besonders während der Balz. Weibchen sind fülliger im Bauchbereich, insbesondere bei voller Gonadenentwicklung, und besitzen eine sichelförmige Afterflosse ohne Lappung.
Myloplus lobatus erreicht bis 28 cm (24,5 cm SL). Die Art benötigt ein Becken ab 200 cm Kantenlänge und 600 Liter.
Temperatur 23-27 °C, pH 6,0-7,0, GH 2-10 °dGH. Leistungsfähige Filterung und sichere Abdeckung sind Pflicht.
Ja, die Art ist ein aktiver Pflanzenfresser und zerstört sämtliche lebende Bepflanzung. Nur Kunstpflanzen oder robuste Hartblattgewächse wie Anubias auf Wurzeln sind möglich.
Ausgesprochener Pflanzenfresser: Salatblätter, Zucchini, Gurke, Erbsen und Spirulina-Tabs. Ergänzend proteinreiches Frostfutter in moderaten Mengen.
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