
Salmler
Schwarzband-Silberdollar
Myloplus schomburgkii
- Endgröße: 42 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 23-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Serrasalmidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Schwarzband-Silberdollar (Myloplus schomburgkii, im Handel oft als Myleus schomburgkii geführt) erreicht bis zu 42 cm Standardlänge und gehört zur Familie der Sägesalmler (Serrasalmidae). Der seitlich stark abgeflachte, scheibenförmige Körper zeigt eine silbrig-glänzende Grundfärbung mit intensiven metallischen Reflexen.

bis 42 cmEndgröße
12 JahreLebenserwartung
23-27 °CTemperatur
6-7pH-Wert
2-10 °dGHGesamthärte
ab 1230 lAquariengröße
Diagnostisches Merkmal ist ein deutliches schwarzes vertikales Band auf den Flanken, das die Art leicht von ähnlichen Serrasalmiden unterscheidet. Es existieren zwei Formen: die „Wide Bar“-Form wächst größer und zeigt ein proportional breiteres Zentralband. Im Aquarium zeigt Myloplus schomburgkii typisches Schwarmverhalten: Die Tiere sind tagaktiv, bevorzugen die mittleren Wasserschichten und ziehen aktiv umher. Trotz ihrer Größe sind sie in Gruppen meist friedlich, reagieren aber bei plötzlichen Bewegungen schreckhaft. Adulte Tiere bilden eine soziale Rangordnung; ranghohe Tiere beanspruchen bevorzugte Schwimmräume. Die Art ernährt sich überwiegend pflanzlich und wandert in der Natur saisonal in überflutete Wälder, um Früchte und Samen zu fressen. Aquarienpflanzen werden daher regelmäßig abgefressen oder entwurzelt – bepflanzte Becken sind nicht geeignet.
Die empfohlenen Aquariumwerte betragen 23–27 °C, pH 6,0–7,0 und GH 3–10 dGH. Das Becken sollte mindestens 250 cm Kantenlänge haben und 1.230 Liter fassen, um einer Gruppe von 5–6 Tieren ausreichend Schwimmraum zu bieten. Die Einrichtung sollte viel Freiraum zum Schwimmen in den mittleren Bereichen bieten, kombiniert mit strukturierten Rückzugszonen an den Rändern: überhängende Wurzeln, abgesunkene Äste und Bereiche mit Falllaub schaffen artgerechte Verhältnisse. Aquarienpflanzen werden abgefressen; auf bepflanzte Aquarien sollte verzichtet werden. Feiner Sand bis feiner Kies als Substrat ist ideal. Laub, Torf oder Erlenzapfen können helfen, leicht saure Bedingungen zu simulieren. Moderate Strömung ist ausreichend. Leistungsfähige Filterung mit regelmäßigen Wasserwechseln ist nötig, um die Wasserqualität bei der größeren Biomasse stabil zu halten. Myloplus schomburgkii ist eine anspruchsvolle Großfischart für erfahrene Aquarianer. Die Kombination aus großem Platzbedarf, pflanzlich betonter Ernährung und interessantem Schwarmverhalten macht die Art lohnend für entsprechend ausgestattete Anlagen.
Myloplus schomburgkii ist schwarmbildend, lebhaft und schreckhaft. Die Art muss in einer Gruppe von mindestens 5-6 Tieren gehalten werden, da sich innerhalb der Gruppe eine natürliche Hierarchie bildet. Einzeln gehaltene Tiere zeigen Dauerstress. Innerartlich friedlich und gegenüber gleichgroßen oder größeren Beifischen verträglich. Geeignete Partner sind große Harnischwelse (L-Welse), Doradidae (Dornwelse), große Buntbarsche (Geophagus, Heros) und andere robuste südamerikanische Großfische. Kleine Fische und Wirbellose sind als Beifische ungeeignet. Die Art zerstört sämtliche lebende Bepflanzung.
In der Natur überwiegend herbivor und frugivor, ernährt sich Myloplus schomburgkii vorrangig von pflanzlicher Kost: Früchte, Samen, Blätter und Algen. Im Aquarium sollte diese pflanzenbetonte Ernährung abgebildet werden: frisches Gemüse wie Zucchini, Gurke oder blanchierte Erbsen, Spirulina-reiche Pasten und Algenblätter. Ergänzend sind proteinreiche Futtermittel wie Artemia, Mysis und Mückenlarven sinnvoll. Aquarienpflanzen werden als Nahrung betrachtet.
Myloplus schomburgkii ist ein Freilaicher. Eine erfolgreiche Nachzucht im Aquarium ist bisher kaum dokumentiert und im Heimaquarium praktisch nicht realistisch. Zuchtversuche erfordern extrem große Becken, sehr weiches und saures Wasser (pH 5-6, GH unter 5 °dGH, 26-28 °C) und intensive Konditionierung mit hochwertigem Pflanzenfutter. Eine Simulation der Regenzeit durch große Wasserwechsel mit kühlerem, weichem Wasser kann die Laichbereitschaft auslösen.
Myloplus schomburgkii bewohnt das mittlere und untere Amazonasbecken, den Rio Nanay, das obere Orinoco-Becken sowie Gewässer in Suriname. Die Art kommt in Brasilien, Kolumbien, Guyana, Peru, Suriname und Venezuela vor. In der Natur lebt sie in fließenden und stehenden Gewässern mit dichter Ufervegetation, bevorzugt in Schwarz- und Klarwasserabschnitten. Während der Regenzeit wandern die Schwärme in überflutete Wälder (Igapo/Varzea).
Männchen entwickeln bei Geschlechtsreife eine charakteristisch zweilappig ausgezogene Afterflosse sowie verlängerte, fadenförmige Rückenflossenstrahlen. Zur Laichzeit intensiviert sich die Färbung der Männchen deutlich, insbesondere die rötlichen Anteile in den Flossen. Weibchen behalten eine sichelförmige Afterflosse und wirken fülliger im Bauchbereich. Bei Jungtieren sind die Geschlechter nicht unterscheidbar.
Der Schomburgks Scheibensalmler (Myleus schomburgkii) weist bei artgerechter Haltung und stabilen Wasserbedingungen grundsätzlich eine gute Widerstandskraft auf, allerdings können ungünstige Faktoren zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit führen. Besonders schlechte Wasserqualität, abrupte Temperaturwechsel, Überbesatz und Stress durch unzureichende Ernährung können das Immunsystem schwächen und das Auftreten von bakteriellen, parasitären oder pilzbedingten Erkrankungen begünstigen. Eine kontinuierliche Kontrolle der Wasserparameter, regelmäßige Wasserwechsel und eine abwechslungsreiche Fütterung sind daher entscheidend, um die Gesundheit dieses Fisches zu erhalten.
Myloplus schomburgkii erreicht bis 42 cm. Die Art benötigt ein Becken ab 250 cm Kantenlänge und 1.230 Liter.
Temperatur 23-27 °C, pH 6-7, GH 2-10 °dGH. Leistungsfähige Filterung und sichere Abdeckung sind Pflicht.
Ja, die Art ist ein reiner Pflanzenfresser und zerstört sämtliche lebende Bepflanzung. Nur Kunstpflanzen oder sehr robuste Arten wie Anubias sind möglich.
Ausgesprochener Pflanzenfresser: Salatblätter, Zucchini, Gurke, Erbsen, Spirulina-Flocken und Algenwafer. Gelegentlich Frost- oder Lebendfutter als Ergänzung.
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