
Harnischwelse
Rio-Negro-Tigerharnischwels (L169 / LDA 1)
Panaqolus sp. (LDA 1)
- Endgröße: 10-12 cm (TL)
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 25-29 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Panaqolus sp. L 425 wird bis zu 12 cm groß und ist ein gedrungener Harnischwels aus der Untergattung Panafilus innerhalb der Familie Loricariidae. Die Grundfärbung ist braun mit hellen und dunklen streifenartigen Markierungen. In der Musterung ähnelt er L 204 (Panaqolus albivermis), wirkt jedoch insgesamt bräunlicher.

bis 12 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
25-29 °CTemperatur
6-8pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Der Kopf ist breit und abgeflacht, die Mundregion als Saugmaul mit löffelförmigen Raspelzähnen ausgebildet, die auf das Abraspeln von Holz spezialisiert sind. Typisches Verhalten ist das stundenlange Anlegen an Wurzelholz zum Abweiden und Raspeln. Die Art ist dämmerungs- und nachtaktiv.
Panaqolus sp. L 425 benötigt ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge (ab 160 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 25-29 °C, pH 6,0-8,0, GH 2-15 °dGH. Reichlich weiches Treibholz in mehreren Sorten (Mangrove, Moorkien, Erle) ist die Hauptnahrungsquelle und muss dauerhaft vorhanden sein. Zahlreiche Höhlen und große Wurzelstücke, feiner Sand oder feiner Kies als Bodengrund. Mäßige bis kräftige Strömung. Die Filterung muss leistungsstark sein, da die holzbasierte Ernährung viel Abfall erzeugt. Pflanzen werden angeknabbert und sind nur bedingt geeignet. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für Harnischwelse giftig und dürfen nicht eingesetzt werden.
Panaqolus sp. L 425 ist territorial gegenüber Artgenossen, insgesamt aber zurückhaltend und friedlich. In Gruppen haltbar bei ausreichend Verstecken (ca. 30 cm Kantenlänge pro Tier). Einzel- oder Gruppenhaltung möglich. Vergesellschaftung mit ruhigen, friedlichen Beifischen aus derselben Bioregion (Südamerika) ist gut möglich. Geeignet sind nicht-bodenbetonte Salmler, kleinere Buntbarsche oder andere friedliche Arten. Bodennah lebende Welsarten nur bei großzügigem Platzangebot. Wirbellose (Neocaridina, Caridina) werden in der Regel nicht behelligt.
Panaqolus sp. L 425 ist primär xylivor (holzfressend). Weiches Treibholz muss dauerhaft und in mehreren Sorten im Aquarium vorhanden sein, da es die Hauptnahrung darstellt. Die Tiere besitzen spezialisierte Darmbakterien und einen extrem langen Darm (ca. 8-fache Körperlänge), um Holz verdauen zu können. Ergänzend eignen sich blanchiertes Gemüse (Gurke, Zucchini, Kartoffel, Süßkartoffel, Erbsen) und pflanzliche Welstabletten. Tierisches Eiweiß (Frostfutter, Mückenlarven, Artemia) darf nicht oder nur äußerst selten gefüttert werden. Eine proteinreiche Ernährung kann bei xylivoren Welsen zu schweren Organschäden und vorzeitigem Tod führen. Dies gilt für alle Arten der Gattungen Panaqolus und Panaque.
Panaqolus sp. L 425 ist gattungstypisch ein Höhlenbrüter. Für L 425 gibt es bisher keine gesicherten Zuchtberichte. Bei verwandten Panaqolus-Arten bewacht das Männchen Gelege und Jungfische in der Höhle. Als Auslöser für die Laichbereitschaft gelten ein simulierter Regenzeit-Beginn durch kühle Teilwasserwechsel und anschließendes langsames Erwärmen. Konditionierung mit viel Gemüse und weichem Holz wird empfohlen. Engröhren oder Tonhöhlen, die gerade groß genug für ein Tier sind, dienen als Brutplatz.
Panaqolus sp. L 425 stammt aus dem Einzugsgebiet des Rio Maquia, einem Nebenfluss des Rio Ucayali im westlichen Amazonasbecken in Peru. Die Art lebt in flachen Flussarmen mit reichlich Treibholz, feinem Sand- bis Kiesgrund und mäßiger bis starker Strömung. Holzansammlungen dienen gleichzeitig als Nahrungsquelle, Versteck und Revierstruktur.
Männchen entwickeln längere, kräftigere Interopercularodontoden (Kiemendeckeldornen) und zeigen im Nackenbereich deutlichere Odontoden. Die Genitalpapille der Männchen ist klein und spitz, bei Weibchen groß, rund und geschwollen. Weibchen erscheinen zwischen Brust- und Bauchflossen fülliger, besonders wenn sie laichtragend sind.
Panaqolus sp. L 425 erreicht bis 12 cm. Die Art benötigt ein Becken ab 100 cm Kantenlänge und 160 Liter.
Temperatur 25-29 °C, pH 6,0-8,0, GH 2-15 °dGH. Weiches Treibholz muss permanent im Becken vorhanden sein.
Spezialisierter Holzfresser (xylivor): Weiches Treibholz als Hauptnahrung. Ergänzend Gemüse und pflanzliche Welstabletten. Proteinreiches Futter ist schädlich und kann zu Organschäden führen.
Bisher keine gesicherten Zuchtberichte. Gattungstypisch Höhlenbrüter. Regenzeit-Simulation als Auslöser bei verwandten Arten.
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