Pangio doriae

Deutscher Name: Violettes Aaldornauge

Bild: Ingo Seidel
Herkunft: Borneo, Südostasien
Farben: blau, gelb, violett
Schwierig: Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Gattung: Pangio
Art: Pangio doriae
Familie: Botiidae

Beschreibung

Die Pangio doriae gehört zur Familie der Cobitidae und ist auch als violettes Aaldornauge bekannt. Der Fisch hat einen schlanken, länglichen Körper, der im Schnitt etwa 9 cm lang ist. Er zeigt eine braune bis graue Färbung mit feinen, dunkel gefleckten Mustern, die von Individuum zu Individuum leicht variieren. Die kleinen Flossen unterstreichen sein zierliches Aussehen. In seinem natürlichen Lebensraum, den ruhigen Fließgewässern Südostasiens, lebt er bevorzugt im Schlick und unter dichtem Pflanzenbewuchs, wo er in den weichen Gewässern ausreichend Nahrung in Form kleiner Wirbelloser findet. Pangio doriae sucht tagsüber aktiv Nahrung und tarnt sich oft, indem er sich im Bodengrund vergräbt. Zudem zeigt er eine Anpassung an wechselnde Sauerstoffwerte, was ihm in sauerstoffarmen Abschnitten des Flusses den Überlebenskampf erleichtert. Im Aquarium gedeiht er am besten in weichen, leicht sauren bis neutralen Wassern mit sandigem Bodengrund und vielen natürlichen Verstecken. Stabile Wasserwerte und geringe Strömung sind wichtig, damit er sich sicher fühlt. Einige Quellen weisen auf Unsicherheiten bei den durchschnittlichen Messwerten hin, weshalb die Angaben variieren können.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

Pangio doriae – Violettes Aaldornauge beeindruckt mit einer langgestreckten Silhouette und einem dezenten violetten Schimmerspiel, das in sanften Streifen verläuft. Der Bodenbewohner besticht durch agiles, friedliches Sozialverhalten und profitiert von gut strukturierten Rückzugsmöglichkeiten im Aquarium.

Vergesellschaftungshinweise

Pangio – Beim Zusammenstellen einer artgerechten Vergesellschaftung im Aquarium ist die Einzelhaltung häufig am stressarmsten, weshalb besonders bei Arten wie dem violetten Aaldornauge (Pangio doriae) darauf geachtet werden muss, dass die Beifische friedfertig und von ähnlicher Größe sind. Aggressive oder übermäßig aktive Fische sollten vermieden werden, da sie Stress und Revierkämpfe fördern können, ebenso wie sehr kleine Arten, die als potenzielle Beute wahrgenommen werden könnten. Auch Fische mit langen Flossen, die zu Konkurrenzverhalten und erhöhter Aggression neigen, sind nicht als geeignete Vergesellschaftungspartner zu empfehlen. Diese Hinweise basieren primär auf Informationen von my-fish.org sowie ergänzend auf den Erkenntnissen aus g-hoener.de, aquariumglaser.de, aqua-global.eu, einrichtungsbeispiele.de und aquaristik-profi.com, die gemeinsam auf eine sorgfältige Auswahl von behutsam zu vergesellschaftenden Zierfischen hinweisen.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen wirken in der Regel im Bauchbereich voluminöser – vor allem während der Laichzeit, wenn der Eibestand sichtbar wird. Männchen hingegen erscheinen schlanker und zeigen keine auffällige Rundung im Bauchbereich.
Größe: Männchen: bis zu 7 cm, Weibchen: 6-7 cm

Haltungstipps / Pflege

Beim Halten des Violetten Aaldornauge (Pangio doriae) sollte ein naturnah gestaltetes Aquarium mit weichem Substrat und zahlreichen Versteckmöglichkeiten wie Höhlen, Wurzeln und dicht bewachsener Vegetation eingerichtet werden, um den natürlichen Lebensraum bestmöglich nachzuempfinden. Das Wasser muss eine Temperatur zwischen 24 und 28 °C, einen pH-Wert von 6,5 bis 7,5 sowie eine moderate Wasserhärte aufweisen, wobei regelmäßige Teilwasserwechsel von etwa 20–30 % im wöchentlichen Rhythmus für eine dauerhaft gute Wasserqualität sorgen. Zur Fütterung sollte auf hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter zurückgegriffen und dieses durch lebende oder tiefgekühlte Futtermittel wie Artemia, Mückenlarven oder Daphnien ergänzt werden, um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen. Zur Reinigung des Aquariums gehören neben dem Absaugen des Bodengrunds und der Entfernung von Algen auch die regelmäßige Kontrolle und sanfte Wartung der Filteranlage, um ein stabiles, gesundes Ökosystem zu fördern. Die Pflege sollte stets behutsam erfolgen, um Stress zu vermeiden, und orientiert sich an aktuellen Empfehlungen von Fachportalen wie my-fish.org, G Hoener, Aquariumglaser, Aqua Global, Einrichtungsbeispiele sowie Aquaristik Profi.
Wasserhärte: weich bis mittelhart
PH-wert
6,0-7,5
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
60 cm Breite und 64 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Die Gattung Pangio umfasst bodenbewohnende Süßwasserfische, die besondere Ansprüche an ihre Haltungs- und Zuchtbedingungen stellen, um eine erfolgreiche Fortpflanzung zu ermöglichen. Für die Zucht sollten stabile Wasserparameter beibehalten werden, wobei Temperaturen von etwa 24–28 °C, ein leicht saures bis neutrales pH-Niveau sowie weiches, gut durchlüftetes Wasser ideal sind. Ein dicht bepflanztes Aquarium mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten und ruhigen, abgedunkelten Bereichen unterstützt das natürliche Paarungsverhalten, das sich durch vorsichtiges Annähern und gegenseitiges Beschnuppern, oft in den Abendstunden, manifestiert. Die Laichperiode ist geprägt von der Ablage kleiner, lose abgelegter Eier an Substraten wie Kies, Pflanzen oder eingesetzten Laichmaterialien, wobei es ratsam ist, nach dem Laichen die Elterntiere zeitweise zu trennen, um die Jungfische vor dem Fraß durch Artgenossen zu schützen. Bei der Aufzucht der Jungtiere erweist sich eine frühzeitige Fütterung mit fein zerkleinertem Futter und Plankton als wichtig, um eine hohe Überlebensrate zu gewährleisten. Pangio doriae – Violettes Aaldornauge – erfordert somit nicht nur eine sorgfältige Steuerung der Wasserbedingungen, sondern auch ein besonderes Augenmerk auf die Schaffung artgerechter Lebensräume, wie von spezialisierten Quellen empfohlen wird.

Ernährung/Futterbedarf

Die Fütterungseinstufung entspricht einem reinen Fleischfresser, weshalb Futter mit hohem pflanzlichen Anteil wie herkömmliches Flockenfutter ungeeignet ist; stattdessen wird zu einer abwechslungsreichen Fütterung geraten, bei der als Hauptfutter ein fleischhaltiges Trockenfutter, etwa speziell für Kampffische wie „Tetra Betta“, zum Einsatz kommt, ergänzt durch regelmäßig verfüttertes Lebend- oder Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Wasserflöhe – dabei kann für den individuellen Bedarf eine Portionsgröße von 4 bis 6 Mückenlarven pro Tier täglich als Richtwert dienen, wobei stets darauf geachtet werden sollte, dass keine Futterreste im Aquarium verbleiben; die Angaben basieren auf aktuellen Informationen von my-fish.org sowie ergänzend auf weiteren verlässlichen deutschsprachigen Aquaristik-Quellen.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
6–8 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Pangio doriae – Violettes Aaldornauge lebt in den langsam fließenden, oft seichten Gewässern tropischer Regenwälder Südostasiens. In seinem natürlichen Lebensraum finden sich Bachufer, Nebenarme und sumpfige Bereiche, in denen das Wasser meist weich, mit einem pH-Wert zwischen etwa 6,0 und 7,5 sowie Temperaturen von 24 bis 28 °C vorkommt. Der Gewässertyp zeichnet sich durch einen sandigen bis schlammigen Bodengrund und eine hohe Konzentration organischer Stoffe aus, die zusammen mit dichter Ufervegetation, umgestürzten Ästen und natürlichen Versteckmöglichkeiten ideale Bedingungen für die Nahrungssuche und das Verstecken bietet. Diese heimische Umgebung sorgt für stabile Lebensbedingungen, in denen sich der bodennahe Fisch inmitten von kleinen Wirbellosen und Insektenlarven optimal behaupten kann.
Wasserpflanzen: Anubias, Bucephalandra, Cryptocoryne, Echinodorus, Javafarn

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