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Zierfische, Familie Tetraodontidae

Fetzen-Kugelfisch Pao (Tetraodon) baileyi

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Pao baileyi hieß früher Tetraodon baileyi. Der Fetzen-Kugelfisch (Pao baileyi) erreicht bis 15 cm TL und ist ein gedrungenener Kugelfisch mit typisch rundlicher Kopfform. Die Grundfärbung ist grün bis grün-bräunlich, oft marmoriert mit cremefarbenen Anteilen. Charakteristisch sind die fleischigen Hautauswüchse (Cirren) am Kopf- und Unterkieferbereich, die Algenbewuchs imitieren und dem Fisch seinen deutschen Namen geben.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • 15 cm TLEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 23-27 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 5-12 °dGHGesamthärte

  • ab 160 lAquariengröße

Beschreibung

Pao baileyi ist vollständig schuppenlos und kann seine Farbe der Umgebung anpassen (Metachrose). Im Aquarium zeigt die Art ein ruhiges, aber territorial geprägtes Verhalten. Der Kugelfisch verbringt viel Zeit in Bodennähe, oft halb eingegraben im Sand oder an Steinen angepresst. Er ist ein Lauerjäger: bewegungsloses Abwarten, gefolgt von blitzschnellem Zuschlagen auf Beutetiere. Bei Störung kann er sich mit Wasser oder Luft aufblähen. Einzelhaltung ist Pflicht – Gruppen- oder Paarhaltung führt zu schweren Verletzungen oder Tod. Hartschalige Nahrung ist für die natürliche Abnutzung der ständig nachwachsenden Zähne notwendig.

Haltung und Pflege

Pao baileyi benötigt ein Becken ab 100 cm Kantenlänge (ca. 160 Liter) mit Temperaturen von 23–27 °C, einem pH-Wert von 6,5–7,5 und einer Gesamthärte von 5–12 °dGH. Stark strukturiertes Becken mit glatten, abgerundeten Steinen, Felsaufbauten und zahlreichen Spalten und Höhlen als Rückzug und Reviergrenzen. Feiner Sand als Substrat, da die Tiere sich teilweise eingraben. Mäßige bis starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung sind artgerecht (Stromschnellenhabitat). Leistungsfähige Filterung für biologische Stabilität. Das Sprungrisiko ist gering. Einzelhaltung ist Pflicht.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Pao baileyi ist ein stark territorialer Einzelgänger. Einzelhaltung ist Pflicht – Gruppen- oder Paarhaltung führt regelmäßig zu aggressiven Auseinandersetzungen mit schweren Verletzungen oder Tod. Im Alltag wirken die Tiere oft träge und gut getarnt; in Revierkonflikten oder bei Futterkonkurrenz zeigen sie explosive Aggression. Gegenüber Bodenbewohnern und Arten ähnlicher Größe aggressiv. Vergesellschaftung ist grundsätzlich riskant. Falls versucht, kommen allenfalls schnelle Freiwasserfische aus der oberen Wasserschicht aus dem Mekong-Einzugsgebiet in Betracht.

Ernährung

Pao baileyi ist ein Karnivore. In der Natur überwiegend hartschalige Beute: Wasserschnecken, Muscheln und kleine Krebstiere. Hartschalige Nahrung ist für die natürliche Abnutzung der ständig nachwachsenden Zähne Pflicht – ohne regelmäßige Gabe können die Zähne übermäßig wachsen und tierärztliche Intervention erfordern. Ergänzend Fischfilet, Mysis, rote Mückenlarven und substanzreiches Frostfutter. Abwechslungsreiche Kost für optimale Kondition.

Zucht

Pao baileyi wurde im Aquarium bislang nicht erfolgreich nachgezüchtet. Angaben zu Laichabläufen, Gelegegröße und Inkubationszeiten liegen nicht vor. Die extreme Aggressivität gegenüber Artgenossen macht Zuchtversuche extrem schwierig bis unmöglich unter Aquarienbedingungen.

Natürlicher Lebensraum

Pao baileyi stammt aus dem Einzugsgebiet des Mekong in Thailand, Laos und Kambodscha. Bevorzugter Lebensraum sind felsenreiche, stark strömende Bereiche und Stromschnellen. Die Tiere bewohnen klare, sauerstoffreiche Gewässer und suchen Verstecke in Felsspalten. Sandige Bereiche mit abgerundeten Steinen dienen als Aufenthalts- und Jagdflächen.

Geschlechtsunterschiede

Ein sicheres äußerliches Unterscheidungsmerkmal ist nicht zuverlässig dokumentiert. Gelegentlich wird berichtet, dass Männchen stärkere Hautauswüchse entwickeln könnten, dies ist jedoch uneinheitlich. Eine Geschlechtsbestimmung anhand äußerer Merkmale ist schwierig.

Gut zu wissen

  • Einzelhaltung Pflicht – Gruppen- oder Paarhaltung führt zu schweren Verletzungen
  • Vollständig schuppenlos
  • Fleischige Hautauswüchse (Cirren) am Kopf- und Unterkieferbereich – Tarnung als algenbewachsener Stein
  • Kann sich teilweise in Sand eingraben
  • Kann sich mit Wasser oder Luft aufblähen (typisches Kugelfisch-Abwehrverhalten)
  • Hartschalige Nahrung Pflicht: zur natürlichen Abnutzung der ständig nachwachsenden Zähne
  • Farbwechsel (Metachrose) möglich

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Fetzen-Kugelfisch?

Pao baileyi benötigt Temperaturen von 23–27 °C, einen pH-Wert von 6,5–7,5 und eine Gesamthärte von 5–12 °dGH. Starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung sind wichtig.

Kann man den Fetzen-Kugelfisch vergesellschaften?

Einzelhaltung ist Pflicht. Vergesellschaftung ist grundsätzlich riskant. Falls versucht, kommen allenfalls schnelle Freiwasserfische aus Südostasien in Betracht.

Lässt sich der Fetzen-Kugelfisch im Aquarium züchten?

Die Art wurde im Aquarium bislang nicht erfolgreich nachgezüchtet. Die extreme Aggressivität gegenüber Artgenossen macht Zuchtversuche praktisch unmöglich.

Was frisst der Fetzen-Kugelfisch?

Karnivore Art. Hartschalige Nahrung (Schnecken, Muscheln, Krebstiere) ist Pflicht für die natürliche Abnutzung der nachwachsenden Zähne. Ergänzend Fischfilet und Frostfutter.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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  • Temperatur: 22-26 °C
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  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
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  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, neutral

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