Mein Exemplar dieser Art (auch Mekong-Kofferkugelfisch genannt) hat sich noch nie vergraben; er lauert , lässig und völlig unbeweglich auf ein Blatt von Anubias spec. gelehnt, auf Beute (bei mir sind es Platys) oder nimmt Stücke von Stinten von der Pinzette. Er ist wirklich sehr skuril und fast schon zu einem Familienmitglied geworden, das sich sogar streicheln lässt. Ich würde in gerne vermehren – wer hat Erfahrung mit der Zucht?
Zierfische, Familie Tetraodontidae
Mekong-Kugelfisch Pao (Tetraodon) suvattii
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Pao suvattii hieß früher Tetraodon suvattii. Pao suvattii, der Mekong-Kugelfisch, wird etwa 15 cm groß und zählt zu den am besten getarnten Süßwasserkugelfischen. Die Körperform ist dorsoventral stark abgeflacht, was zusammen mit der braunen, unregelmäßig gefleckten Musterung eine perfekte Imitation von Laubblättern oder Steinen ergibt.
- Schwierigkeit: Schwierig
- Einzelgänger
- Aggressiv

15 cmEndgröße
10-12 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
6,5-7,5pH-Wert
8-15 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Beschreibung
Diese Tarnung nutzt die Art aktiv als Lauerjäger: P. suvattii gräbt sich teilweise in sandiges Substrat ein und wartet regungslos, bis Beute in Reichweite kommt. Im Aquarium zeigt die Art ein für Kugelfische ungewöhnlich ruhiges Verhalten. Der Großteil der Aktivität besteht aus geduldigem Warten an einem bevorzugten Platz. Die Augen bewegen sich dabei unabhängig voneinander, um die Umgebung zu überwachen. P. suvattii ist strikt einzelgängerisch und hochaggressiv gegenüber Artgenossen. Alle Mitbewohner werden als potenzielle Beute oder Konkurrenten betrachtet.
Haltung und Pflege
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 22–26 °C, pH 6,5–7,5, GH 8–15 dGH. Die Art bewohnt in der Natur kühle bis gemäßigte Fließgewässer des Mekong-Systems und verträgt keine dauerhaft hohen Temperaturen. Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge (240 Liter) für ein einzelnes Tier. Die Art benötigt ausreichend Bodenfläche und Strukturen. Einrichtung: Feiner Sand ist als Bodengrund Pflicht, da sich die Tiere eingraben. Steine, Wurzeln und dunkles Substrat unterstützen das natürliche Tarnverhalten. Pflanzen werden nicht beschädigt und bieten zusätzliche Struktur. Die Beleuchtung sollte gedämpft sein. Strömung und Filterung: Moderate Strömung entspricht dem natürlichen Habitat. Leistungsfähige Filterung ist aufgrund der fleischlastigen Ernährung wichtig. Pao suvattii ist ein anspruchsvoller, aber lohnender Pflegling für erfahrene Halter. Die Art entwickelt eine individuelle Beziehung zum Pfleger und zeigt ein komplexes Jagdverhalten, das im Aquarium gut beobachtet werden kann. ACHTUNG: Kugelfische enthalten das Nervengift Tetrodotoxin (TTX). Beim Hantieren (Umsetzen, Netzfang) Handschuhe tragen. Bei Verletzungen durch den Schnabel sofort einen Arzt aufsuchen.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Pao suvattii ist ein strikter Einzelgänger. Artgenossen werden nicht toleriert und können bei Aufeinandertreffen schwer verletzt oder getötet werden. Die Art zeigt ausgeprägte Territorialität und betrachtet alles, was kleiner als sie selbst ist, als Beute. Garnelen und Schnecken werden gefressen. Eine Vergesellschaftung ist nicht empfehlenswert. Einzelhaltung ist die einzig artgerechte Haltungsform. In seltenen Fällen berichten Halter von Koexistenz mit großen, schnellen Fischen, die vollständig ignoriert werden, doch dieses Risiko sollte nicht eingegangen werden.
Ernährung
Pao suvattii ist ein strikter Fleischfresser. Schnecken sind ein zentraler Bestandteil der Ernährung und sorgen für den nötigen Zahnabrieb. Weitere geeignete Futtertiere sind Muschelfleisch, ganze Garnelen, Stinte, Regenwürmer und Insektenlarven. Lebendfutter wird bevorzugt, Frostfutter nach Eingewöhnung akzeptiert. Trockenfutter wird abgelehnt.
Zucht
Die Zucht von Pao suvattii im Aquarium ist nicht dokumentiert. Über das Fortpflanzungsverhalten in der Natur ist wenig bekannt. Aufgrund der extremen innerartlichen Aggression ist bereits das Zusammenführen eines Paares eine Herausforderung.
Natürlicher Lebensraum
Pao suvattii kommt ausschließlich im Mekong-System vor: in Thailand, Laos und Kambodscha. Die Art bewohnt sandige und kiesige Bodenabschnitte in Fließgewässern mit mäßiger Strömung. Das Substrat besteht aus feinem Sand und Kies, in den sich die Tiere zur Jagd eingraben.
Geschlechtsunterschiede
Der Geschlechtsdimorphismus bei Pao suvattii ist äußerlich kaum erkennbar. Laichreife Weibchen zeigen einen rundlicheren Bauchbereich. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist ohne direkten Vergleich mehrerer Tiere nicht möglich.
Gut zu wissen
- Meister der Tarnung: gräbt sich in Substrat ein und imitiert Laub oder Steine
- Abgeflachter Körperbau, angepasst an Lauerjagd am Bodengrund
- Unabhängig bewegliche Augen zur Beutebeobachtung
- Strikt einzelgängerisch, hochaggressiv gegenüber Artgenossen
- Schnecken dienen als Nahrung und Zahnpflege
- Sprungrisiko gering, Abdeckung dennoch empfohlen
- Ausschließlich im Mekong-System verbreitet
- Kugelfische enthalten Tetrodotoxin (TTX) in Haut und Organen – Handschuhe beim Hantieren tragen
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Mekong-Kugelfisch?
Pao suvattii benötigt Temperaturen von 22–26 °C, einen pH-Wert von 6,5–7,5 und eine Gesamthärte von 8–15 dGH. Die Art bevorzugt kühleres Wasser als viele andere tropische Kugelfische.
Kann man den Mekong-Kugelfisch vergesellschaften?
Nein, Einzelhaltung ist die einzig empfehlenswerte Haltungsform. Pao suvattii ist hochaggressiv gegenüber Artgenossen und betrachtet alle kleineren Mitbewohner als Beute.
Kann man den Mekong-Kugelfisch im Aquarium züchten?
Die Zucht von Pao suvattii im Aquarium ist nicht dokumentiert. Bereits das Zusammenführen eines Paares ist aufgrund der extremen Aggression eine große Herausforderung.
Was frisst der Mekong-Kugelfisch?
Als strikter Fleischfresser benötigt P. suvattii proteinreiches Futter: Schnecken sind essenziell für den Zahnabrieb, ergänzt durch Muschelfleisch, Garnelen, Stinte und Insektenlarven.
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 13. Oktober 2018
Ulrich Singer Klaus Drymann Hallo,
ich habe so ein exemplar eben bei meinem Dealer gesehen und SOFORT reserviert. Nächte Woch habe ich das Becken für ihn freigeräumt und dann sehen wir mal…
Ich wirklich schon ein interessant und anderts aussehender Fisch!
Bisher hatte ich ja die Chaca chaca (und auch schon zur Fortpflanzung gebracht).
Ich nehme an, dass man dafür auch mindestens zwei braucht – am besten unterschiedliches Geschlecht. 😉 😉 😉
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