
Harnischwelse
Tiger-Harnischwels (L 257)
Pseudolithoxus tigris (L 257)
- Endgröße: bis 12 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Pseudolithoxus nicoi wird bis zu 11,4 cm groß und ist ein kompakter Harnischwels aus der Familie Loricariidae. Der Körper ist langgestreckt und dorsoventral abgeflacht mit einem saugnapfähnlichen Maul. Die Grundfärbung ist dunkelgrau bis schwarz mit weißen Flecken und einem weißen Band in der Schwanzflosse. Männchen entwickeln ausgeprägte Odontoden an Schnauze und Brustflossenstacheln.

11,4 cmEndgröße
25-30 °CTemperatur
6-7pH-Wert
1-8 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Im Aquarium zeigt Pseudolithoxus nicoi typisches Bodenbewohner-Verhalten: zurückgezogen am Tag, aktiver in der Dämmerung und Nacht. Die Art nutzt Spalten und Höhlen als Ruheplätze und wandert bei Dämmerung über Steine und Scheiben auf der Suche nach Aufwuchs.
Pseudolithoxus nicoi benötigt ein Aquarium mit starker Strömung, sauerstoffreichen Bedingungen und reichlich Versteckmöglichkeiten. Die Wasserwerte sollten bei 25-30 °C, pH 6-7 und GH 1-8 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 100 cm Kantenlänge und 200 Liter. Felsige, strukturierte Einrichtung: Höhlen, Schieferplatten, Lavasteine und Spalten. Feiner Kies oder Sand als Substrat. Kräftige Filterung mit Strömungspumpe. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung fördert Aufwuchsbildung. Fütterung vorzugsweise am Abend. Kupferhaltige Medikamente sind giftig! Pseudolithoxus nicoi ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer. Die Lebenserwartung ist nicht dokumentiert.
Pseudolithoxus nicoi wird als Gruppentier beschrieben und fühlt sich in Gesellschaft von Artgenossen wohler. Innerhalb der Gruppe zeigen die Tiere geringe Aggressivität, solange ausreichend Verstecke und Revierstrukturen vorhanden sind. Das Temperament ist friedlich. Nacht- bis dämmerungsaktiv. Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen meist sicher, sehr kleine Junggarnelen können gefressen werden. Vergesellschaftung mit anderen südamerikanischen Arten: Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche.
Pseudolithoxus nicoi ist ein Aufwuchsfresser. In der Natur: Algen, Biofilm, Mikroorganismen und Detritus, ergänzt durch kleine Wirbellose. Im Aquarium: Algenwafer, Spirulina-Tabletten, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke). Ergänzend: gefrorene Mysis oder Artemia. Fütterung am Abend empfohlen.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter (vermutet)
Zuchtschwierigkeit: Nicht dokumentiert Für Pseudolithoxus nicoi liegen keine gesicherten Zuchterfolge im Aquarium vor. Für die verwandte Art Pseudolithoxus dumus ist eine Nachzucht als Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege dokumentiert. Zuchtversuche bei Pseudolithoxus nicoi gelten als experimentell.
Pseudolithoxus nicoi stammt aus dem Oberen Rio Negro und dem Rio Casiquiare in Venezuela (Bundesstaat Amazonas). Typfundort ist der Rio Manipitare im Einzugsgebiet des Rio Siapa. Die Art bewohnt schnellfließende, felsige Hauptkanäle mit klarem, sauerstoffreichem Wasser und ausgeprägter Strömung.
Männchen tragen ausgeprägtere, längere Odontoden an Schnauze und Brustflossenstacheln sowie eine spitzere Genitalpapille. Männchen haben einen breiteren Kopf und eine schlankere Taille. Weibchen sind fülliger im Körperbau mit schmalerem Kopf und stumpferer Genitalpapille.
Temperatur 25-30 °C, pH 6-7, GH 1-8 °dGH. Starke Strömung und hohe Sauerstoffsättigung nötig.
Ja, mit anderen südamerikanischen Arten. Friedlich, keine Hartwasserbuntbarsche. Kupfer ist giftig!
Keine gesicherten Zuchterfolge. Vermutlich Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Zucht experimentell.
Aufwuchsfresser: Algenwafer, Spirulina-Tabletten, blanchiertes Gemüse. Ergänzend Frostfutter (Mysis, Artemia).
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