Pseudotropheus acei
Beschreibung
Der Gelbflossen-Maulbrüter (Pseudotropheus acei, im Handel als „Yellow Tail Acei“ bekannt) erreicht eine Größe von 10-12 cm und ist einer der friedlichsten Mbuna aus dem Malawisee. Die blauviolette bis stahlblaue Grundfärbung mit metallischem Glanz kontrastiert mit den leuchtend gelben Schwanz- und Rückenflossen.
Die Ngara-Variante trägt stattdessen weiße Flossen. Männchen und Weibchen sind farblich nur schwer zu unterscheiden, was bei Mbuna selten vorkommt. Anders als die meisten Mbuna halten sich Acei weniger an Felsen auf und bevorzugen offene Sandbereiche sowie Bereiche mit Wurzelholz. Sie sind die einzigen bekannten Mbuna, die sich auf das Abweiden von Aufwuchs auf versunkenem Holz spezialisiert haben.
Besonderheiten
- Einziger bekannter Mbuna, der Aufwuchs von Holz abweidet
- Einer der friedlichsten Mbuna, hervorragender Einstiegsfisch für Malawi-Becken
- Leuchtend gelbe Schwanz- und Rückenflossen
- Geschlechtsdimorphismus gering, Geschlechter farblich kaum zu unterscheiden
- Wurzelholz im Becken wird als Nahrungsquelle genutzt
- Spezielle cuspidate Bezahnung für das Abschaben von Holzoberflächen
Vergesellschaftungshinweise
Pseudotropheus acei bildet in der Natur Gruppen von 3-10 Tieren, manchmal sogar Schwärme mit mehreren hundert Individuen. Für einen Mbuna ist die Art sehr friedlich und kaum territorial. Haltung im Harem (1 Männchen, 3-4 Weibchen) oder als Gruppe.
Dank des friedlichen Wesens ist Pseudotropheus acei vielseitig zu vergesellschaften. Geeignet sind andere friedliche bis mäßig aggressive Malawisee-Cichliden wie Labidochromis caeruleus, Pseudotropheus saulosi oder Iodotropheus sprengerae. Auch ruhigere Non-Mbuna wie Aulonocara sind möglich, was bei den meisten Mbuna nicht empfehlenswert wäre. Zwerggarnelen sind ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Die Geschlechterunterschiede sind für einen Mbuna gering. Männchen werden etwas größer (bis 12 cm vs. ca. 9-10 cm bei Weibchen) und können eine minimal intensivere Färbung zeigen. Eine sichere Unterscheidung ist oft erst durch Beobachtung des Balzverhaltens oder bei adulten Tieren anhand der Genitalpapille möglich.
Haltungstipps / Pflege
Pseudotropheus acei benötigt stabile, harte und alkalische Wasserbedingungen: 24-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 10-25 °dGH. Das Becken sollte mindestens 150 cm Kantenlänge und 400 Liter fassen.
Das Becken wird mit Sandboden, Steinaufbauten mit Verstecken und Wurzelholz eingerichtet. Wurzelholz ist wichtig, da Acei in der Natur gezielt Aufwuchs von versunkenen Ästen abweiden. Leistungsfähige Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind nötig. Auf eiweißreiche Fütterung verzichten, stattdessen pflanzenreiche Kost anbieten. Pseudotropheus acei gilt als einer der friedlichsten Mbuna und eignet sich als Einstiegsfisch für Malawi-Becken.
Zucht und Fortpflanzung
Pseudotropheus acei ist ein maternaler Maulbrüter. Haltung im Harem (1 Männchen, 3-4 Weibchen) bei guter Wasserqualität und proteinarmer, pflanzenreicher Ernährung reicht zur Nachzucht meist aus. Ein spezieller Laichauslöser ist nicht nötig.
Zuchtwasser: pH 7,8-8,5, GH 10-20 °dGH, 25-28 °C. Nach dem Ablaichen trägt das Weibchen die Eier und Larven etwa 21-25 Tage im Maul und nimmt in dieser Zeit keine Nahrung auf. Bei Bedarf können tragende Weibchen in ein separates Aufzuchtbecken umgesetzt werden.
Ernährung/Futterbedarf
Pseudotropheus acei ist ein überwiegend pflanzenfressender Aufwuchsfresser. In der Natur weidet die Art gezielt Algenaufwuchs von versunkenem Holz ab. Im Aquarium bilden Spirulina-Flocken und -Pellets, Nori-Algenblätter sowie blanchierter Spinat die Ernährungsgrundlage. Gelegentlich können Mysis oder Cyclops angeboten werden, jedoch nur sparsam. Tubifex oder Rote Mückenlarven sind zu vermeiden, da sie Malawi-Bloat fördern können.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Pseudotropheus acei bewohnt im Malawisee sandige Uferbereiche und offenes Freiwasser, bevorzugt dort, wo Bäume oder Äste ins Wasser ragen. Die Art hat sich auf das Abweiden von Algen und Biofilm von versunkenem Holz spezialisiert. Die spezielle Bezahnung (cuspidate Zähne) ermöglicht das effiziente Abschaben von Aufwuchs von Holzoberflächen. In der Natur bilden Acei häufig Gruppen von 3-10 Tieren. Die Art kommt in Tiefen von 6 bis über 70 Metern vor.
Also die Black sind weder ruppig noch Agressiv.
Bei mir sind es eher die streit schlichter im becken.