Pyrrhulina filamentosa

Deutscher Name: Faden-Pyrrhulina

Bild: Ingo Seidel
Herkunft:
Südamerika, Venezuela
Farben:
gelb, schwarz
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Pyrrhulina filamentosa
Gattung: Pyrrhulina
Familie: Lebiasinidae

Beschreibung

Die Faden-Pyrrhulina (Pyrrhulina filamentosa) ist ein mittelgroßer Salmler aus der Familie Lebiasinidae mit einer Endgröße von etwa 11 cm. Der Körper ist schlank und gestreckt. Männchen zeigen verlängerte Flossenfilamente, die der Art ihren Namen geben. Ein dunkles Längsband zieht sich vom Auge bis zur Schwanzwurzel. Im Aquarium hält sich die Art bevorzugt an der Wasseroberfläche auf. Wie alle Pyrrhulina-Arten ist sie ein hervorragender Springer, weshalb ein lückenlos schließender Deckel Pflicht ist.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Oberflächenschwimmer mit hohem Sprungrisiko – lückenloser Deckel ist Pflicht
  • Namensgebende verlängerte Flossenfilamente bei Männchen
  • Väterliche Brutpflege: Männchen bewacht Gelege auf Pflanzenblättern
  • Fütterung an der Wasseroberfläche bevorzugt

Vergesellschaftungshinweise

Pyrrhulina filamentosa zeigt in seinem natürlichen Habitat ein lockeres Gruppenverhalten, wobei die Tiere meist in kleinen Trupps oder Paaren anzutreffen sind; für die Aquarienhaltung empfiehlt sich daher eine Gruppenhaltung von mindestens 6–8 Exemplaren, um innerartlichen Stress zu vermeiden und das natürliche Sozialverhalten zu fördern. Der Langflossen-Pyrrhulina ist friedlich und kann gut mit ruhigen, nicht zu kleinen Schwarmfischen ähnlicher Größe wie Salmler oder Zwergbärblinge sowie mit friedlichen Bodenfischen wie Corydoras oder kleinen Panzerwelsen vergesellschaftet werden. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische wie junge Garnelen oder winzige Rasboras, da sie als Nahrung angesehen werden könnten, ebenso wie aggressive oder sehr lebhafte Arten, die die eher zurückhaltenden Pyrrhulina filamentosa stressen würden. Auch auf die Vergesellschaftung mit anderen langflossigen Fischen sollte verzichtet werden, da es zu Flossenzupfen oder Konkurrenzverhalten kommen kann.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen entwickeln während der Fortpflanzungszeit deutlich verlängerte Flossen – insbesondere an Rücken- und Afterflosse – und zeigen oft intensivere Farbnuancen, während Weibchen einen runderen Körperbau mit vergleichsweise kürzeren Flossen aufweisen.
Größe: Männchen: bis zu 7 cm, Weibchen: 5-7 cm

Haltungstipps / Pflege

Im Aquarium hält sich die Art bevorzugt an der Wasseroberfläche auf. Wie alle Pyrrhulina-Arten ist sie ein hervorragender Springer, weshalb ein lückenlos schließender Deckel unbedingt erforderlich ist. Die Haltung erfolgt in Gruppen ab 6 Tieren. Für eine artgerechte Pflege werden weiches bis mittelhartes Wasser bei 23-28 °C, pH 5,8-7 und GH 5-12 °dGH empfohlen. Ein Becken ab 200 Litern mit 120 cm Kantenlänge bietet ausreichend Platz. Die Einrichtung sollte dichte Bepflanzung mit breitblättrigen Pflanzen, Schwimmpflanzen und Wurzeln umfassen.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,5
Temperatur:
tropisch
Beckengröße:
ab 100 cm, 200 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Pyrrhulina filamentosa ist ein Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege. Das Männchen bewacht die auf breitblättrigen Pflanzen abgelegten Eier allein bis zum Schlupf. Weiches, leicht saures Zuchtwasser (pH 6-6,5, GH unter 5 °dGH) wird empfohlen.

Ernährung/Futterbedarf

Pyrrhulina filamentosa ist primär karnivor mit oberflächenorientiertem Fressverhalten. Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Mysis, Cyclops und Insektenlarven werden bevorzugt aufgenommen. Hochwertiges Flockenfutter als Basisnahrung. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Pyrrhulina filamentosa stammt aus dem Amazonasbecken in Südamerika, insbesondere aus Guyana und dem nördlichen Brasilien. Die Art bewohnt ruhige Uferbereiche, flache Seitenarme und stehende Gewässer mit dichter Ufervegetation. Das Wasser ist typischerweise weich und leicht sauer.

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