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Zierfische, Familie Gobiidae

Leavells Bachgrundel Rhinogobius leavelli

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Leavells Bachgrundel (Rhinogobius leavelli) wird etwa 6 cm lang und stammt aus fließenden Gewässern Südostasiens. Der Körper ist kompakt gebaut mit einem breiten, leicht abgeflachten Kopf und dem für Grundeln typischen Saugnapf aus verwachsenen Bauchflossen. Im Aquarium zeigt Rhinogobius leavelli ein bodenorientiertes Verhalten.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • bis 8,8 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Haltung und Pflege

Rhinogobius leavelli benötigt ein gut durchströmtes Becken mit mindestens 112 Litern bei 80 cm Kantenlänge. Die Wasserwerte sollten bei 20 bis 26 °C, pH 6,0 bis 8,0 und GH 2 bis 15 °dGH liegen. Als Bodengrund eignet sich grober Sand bis feiner Kies mit zahlreichen Steinen und Kieseln als Revierstrukturen. Eine leistungsstarke Filterung mit kräftiger Strömung ist wichtig, da die Art aus schnell fließenden Gewässern stammt. Gute Sauerstoffversorgung und regelmäßige Wasserwechsel sind Pflicht.

Saisonale Temperaturabsenkung: Als subtropische Art aus Bergbächen profitiert Leavells Bachgrundel von einer Winterruhe bei 16-18 °C über mehrere Wochen. Dies fördert Gesundheit, Farbintensität und Fortpflanzungsbereitschaft.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Rhinogobius leavelli ist trotz seiner Territorialität ein Fisch, der aktiv die Gegenwart von Artgenossen benötigt. Eine Gruppe aus mindestens zwei Männchen und ebenso vielen oder mehr Weibchen ist empfehlenswert. Die Männchen besetzen Reviere rund um flache Steine und verteidigen diese gegenüber Rivalen, insbesondere während der Fortpflanzungszeit. In ausreichend strukturierten Becken mit mehreren Steinrevieren lassen sich diese Konflikte auf harmlose Schaukämpfe reduzieren. Gegenüber friedlichen Mitbewohnern der oberen Wasserschichten – etwa Tanichthys albonubes, Danio-Arten oder kleine Barben und Salmler – verhält sich die Art in der Regel unproblematisch. Mit anderen Bodenbewohnern kann es in kleineren Becken zu Revierkonflikten kommen; Rhinogobius leavelli sollte dann als einzige bodennahe Art gehalten werden. Garnelen werden sehr wahrscheinlich gefressen; die Vergesellschaftung mit Süßwassergarnelen ist nicht empfehlenswert. Schnecken werden toleriert. Geeignete Mitbewohner sind ostasiatische Arten aus ähnlichen Habitaten: Tanichthys albonubes, Danio choprae, Danio rerio, kleine Barbenarten, friedliche Salmler, Osphronemidae aus kühlen Regionen. Keine anderen Bodenbewohner im kleineren Becken. Keine Garnelen. Keine tropischen Warmwasserarten, die dauerhaft über 26 °C benötigen. Afrikanische Cichliden oder andere agressive Bodenfische sind ungeeignet.

Ernährung

Rhinogobius leavelli ist ein opportunistischer Fleischfresser. In der Natur fressen die Tiere überwiegend kleine Wirbellose: Insektenlarven, Kleinkrebse, Würmer. Im Aquarium werden lebende und gefrorene Kleintiere bevorzugt: Mückenlarven (rot und schwarz), Artemia, Daphnien, Mysis, Cyclops. Hochwertiges Granulat für Bodenfische wird in der Regel nach einer Eingewöhnungsphase angenommen. Vielfalt in der Fütterung fördert Gesundheit und Farbintensität. Jungfische benötigen sehr feine, proteinreiche Nahrung in hoher Futterfrequenz.

Zucht

Rhinogobius leavelli ist ein Substratlaicher. Das Männchen bewacht die Eier unter flachen Steinen. Die Weibchen sind sehr produktiv und können 3.000 bis 4.000 Eier pro Laichvorgang produzieren, allerdings sind diese extrem klein. In amphidromen Populationen wandern die winzigen Larven ins Meer, was die Aufzucht im Süßwasseraquarium erheblich erschwert. Nicht-amphidrome Populationen produzieren größere Eier mit besseren Aufzuchtchancen.

Natürlicher Lebensraum

Rhinogobius leavelli kommt in schnell fließenden Bächen und Flüssen in Vietnam, China und Laos vor. Die natürlichen Habitate sind klare Bergbäche mit steinigem Grund und kräftiger Strömung. Einige Populationen sind amphidrom und nutzen küstennahe Meeresgebiete für die Larvalentwicklung.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind etwas kräftiger gebaut mit breiterem Kopf und zeigen in Laichstimmung intensivere Farben. Weibchen sind schlanker und bei Laichreife am deutlich gerundeten Bauch erkennbar.

Gut zu wissen

  • Verbreitung in Vietnam, China und Laos in schnell fließenden Bergbächen
  • Einige Populationen sind amphidrom mit Larvalphase im Meer
  • Weibchen können 3.000 bis 4.000 sehr kleine Eier produzieren
  • Amphidrome Larven sind extrem klein und schwer aufzuziehen
  • Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege
  • Rheophile Art, benötigt kräftige Strömung

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird Rhinogobius leavelli?

Rhinogobius leavelli erreicht etwa 6 cm Länge, maximal bis 8,8 cm SL.

Welche Wasserwerte braucht Rhinogobius leavelli?

Die Art benötigt 20 bis 26 °C, pH 6,0 bis 8,0 und GH 2 bis 15 °dGH mit starker Strömung.

Kann man Rhinogobius leavelli nachzüchten?

Die Art ist ein Substratlaicher. Die Nachzucht ist schwierig, da viele Populationen amphidrom sind und die Larven eine Meeresphase durchlaufen.

Was frisst Rhinogobius leavelli?

Als Fleischfresser bevorzugt die Art lebende und gefrorene Kleintiere wie Mückenlarven, Artemia und Cyclops.

Wie viele Rhinogobius leavelli sollte man halten?

Eine Gruppe ab 5 Tieren ist empfehlenswert, bei ausreichend Steinen und Verstecken als Revierstrukturen.

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  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Paarweise halten, territorial

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