Rineloricaria parva

Deutscher Name: Kleiner Peitschenwels

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Argentinien, Brasilien, Paraguay
Farben:
braun, grau
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Rineloricaria parva
Gattung: Rineloricaria
Familie: Loricariidae

Beschreibung

Der Kleine Peitschenwels (Rineloricaria parva) erreicht eine Größe von etwa 11 cm SL und gehört zur Familie Loricariidae. Der Körper ist schlank, stromlinienförmig und mit dem typischen Loricariiden-Saugmaul ausgestattet. Als subtropische Art aus dem Rio-Paraguay-System profitiert sie von saisonalen Temperaturschwankungen.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Subtropische Art aus dem Río-Paraguay-System, profitiert von saisonalen Temperaturschwankungen
  • Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege, einfache Zucht
  • Männchen mit Odontoden an Kopf und Brustflossenstrahlen
  • Bodenbewohner, spezialisiert auf Laub über sandigem Substrat
  • Lebenserwartung: 5 bis 8 Jahre
  • Kupfer-empfindlich, Holz als Nahrungsquelle

Vergesellschaftungshinweise

Rineloricaria parva ist ein friedlicher, geselliger Harnischwels, der in der Natur meist in kleinen Gruppen oder lockeren Verbänden lebt und daher im Aquarium idealerweise in einer Gruppe von mindestens 5–6 Tieren gehalten werden sollte, um arttypisches Verhalten und Wohlbefinden zu fördern. Der als Hexenwels bekannte Fisch ist gegenüber anderen ruhigen, nicht zu großen Schwarmfischen wie Salmlern, kleinen Barben oder Bärblingen sowie friedlichen Bodenbewohnern wie Panzerwelsen oder kleinen Schmerlen gut verträglich. Ungeeignet sind sehr kleine Beutefische, die als Nahrung angesehen werden könnten, sowie aggressive oder sehr lebhafte Arten, die den Hexenwels stressen oder beim Futter verdrängen würden; auch langflossige Fische sollten vermieden werden, da es gelegentlich zu Flossenzupfen kommen kann.

Geschlechtsdimorphismus

Geschlechtsreife Männchen sind durch Odontoden an Kopf und Brustflossenstrahlen zu erkennen, die bei Weibchen fehlen. Signifikante Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern sind nicht dokumentiert.

Größe: Männchen: bis zu 11 cm, Weibchen: 11-13 cm

Haltungstipps / Pflege

Der Kleine Peitschenwels benötigt ein Becken mit mindestens 160 Litern bei 100 cm Kantenlänge. Die Wasserwerte sollten bei 20 bis 26 °C, pH 6,0 bis 7,5 und GH 2 bis 15 °dGH liegen. Als subtropische Art verträgt und benötigt R. parva saisonale Temperaturschwankungen: kühle Perioden um 18 bis 22 °C und wärmere Phasen um 24 bis 28 °C. Feiner Sand als Substrat mit Laubstreu (Eichen- oder Buchenlaub) entspricht dem natürlichen Habitat. Höhlen, Rohre und Wurzeln bieten Laich- und Rückzugsplätze. Moderate Strömung und gedämpftes Licht. Kupfer-haltige Medikamente vermeiden.

Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6-7,5
Temperatur:
Subtropisch
Beckengröße:
ab 100 cm, 160 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rineloricaria parva ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Die Zucht gelingt relativ einfach. Das Männchen reinigt eine Höhle, das Weibchen legt die Eier ab, das Männchen bewacht und befächelt das Gelege allein. Die Eier schlüpfen nach 4 bis 5 Tagen, die Larven sind 2 bis 3 Tage später freischwimmend. Kühlere Perioden (Absenkung auf 20 bis 22 °C) können als Laichstimulus wirken. Jungfische nehmen sofort Gurken, Spinat, Mikrowürmer und Artemia-Nauplien an.

Ernährung/Futterbedarf

Als ausgeprägter Omnivor benötigt dieses Tier eine abwechslungsreiche Ernährung, da sowohl reine Pflanzen- als auch reine Fleischkost zu Mangelerscheinungen führen würden; in der Natur werden unter anderem Algen und Insektenlarven gefressen, weshalb hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter als Hauptnahrung etwa 70–80 % der täglichen Ration ausmachen sollte. Ergänzend empfiehlt sich zwei- bis dreimal pro Woche die Gabe von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia oder roten Mückenlarven sowie blanchiertem Gemüse, beispielsweise Zucchini oder Spinat, um den natürlichen Nahrungsbedarf optimal abzudecken. Die Fütterung sollte idealerweise zwei- bis dreimal täglich in Portionen erfolgen, die innerhalb von drei Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind, da diese Art zu Überfressen neigt und daher eine kontrollierte Futtermenge unerlässlich ist.
Ernährungstyp: Aufwuchsfresser (Limnivore)
Alterserwartung
ca. 8-12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rineloricaria parva stammt aus dem Einzugsgebiet des Río Paraguay in Brasilien, Paraguay und Argentinien. Die Art ist eine subtropische Tieflandart, die saisonal schwankende Temperaturen erlebt. Die Habitate sind Gewässer mit Laub über sandigem Substrat und moderater Strömung.

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