
Harnischwelse
Kleiner Peitschenwels
Rineloricaria parva
- Endgröße: bis 13 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 20-26 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Rineloricaria sp. „Barcelos“ ist ein bodenorientierter Hexenwels von bis zu 13 cm Länge mit kontrastreichem Punkt- bis Fleckenmuster (Familie Loricariidae). Der Körper ist langgestreckt und von einer Plattenpanzerung bedeckt; Kopf und Schnauze sind flach mit saugnapfartigem Maul. Individuelle Unterschiede in Größe und Dichte der Flecken verleihen den Tieren ein dekoratives Erscheinungsbild.

bis 13 cmEndgröße
26-29 °CTemperatur
4,5-6,5pH-Wert
1-6 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Die Art gehört zur Gruppe der sogenannten Prachthexenwelse, einer Gemeinschaft besonders attraktiver Hexenwelse aus den Schwarzwasserhabitaten des Rio Negro. Typisches Verhalten umfasst das Absuchen des Sandbodens und das Anheften an Holz oder Steinen.
Rineloricaria sp. „Barcelos“ benötigt ein gut strukturiertes Aquarium ab 100 cm Kantenlänge und mindestens 200 Litern mit feinem Sand, Verstecken und gedämpfter Beleuchtung. Als Schwarzwasserbewohner des Rio Negro ist weiches, saures Wasser notwendig. Moderate Strömung mit ruhigen Zonen, reichlich Laub, Wurzeln und Tonröhren bieten Rückzugsmöglichkeiten. Huminstoffzusätze (Torf, Seemandelbaumblätter, Erlenzapfen) unterstützen die artgerechte Wasserchemie. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden. Kurzfristige Absenkung auf 24 bis 25 °C kann natürliches Verhalten und Laichbereitschaft fördern. Die Wasserwerte sollten bei 26 bis 29 °C, pH 4,5 bis 6,5 und GH 1 bis 6 °dGH liegen.
Rineloricaria sp. „Barcelos“ ist friedlich und zurückhaltend. Die Haltung erfolgt in kleinen Gruppen ab 5 Tieren. Geeignete Mitbewohner sind ruhige Schwarmfische aus dem Rio-Negro-Raum (z.B. Kardinaltetra, kleine Apistogramma-Arten) sowie andere friedliche Bodenbewohner. Amano-Garnelen und größere Schnecken sind unproblematisch. Sehr kleine Zwerggarnelen können gefährdet sein. Aggressive oder dominante Arten sowie Tiere aus hartem Wasser sind ungeeignet.
Rineloricaria sp. „Barcelos“ ist ein Aufwuchsfresser mit Neigung zu proteinreicher Kost. Geeignet sind feines Frostfutter wie Artemia und Mückenlarven, Tubifex sowie sinkendes Granulat und Wels-Tabletten. Die Futtergabe sollte bodennah und bevorzugt abends erfolgen.
Rineloricaria sp. „Barcelos“ ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht ist anspruchsvoll und nur teilweise dokumentiert. Männchen verteidigen Bruthöhlen aus einseitig geschlossenen Tonröhren (ca. 3 bis 4 cm Durchmesser). Weiches, saures Wasser, reichliche Fütterung mit hochwertigem Frostfutter und kühlere Wasserwechsel zur Simulation der Regenzeit dienen als Auslöser. Gelegegrößen und Aufzucht erfordern exzellente Wasserqualität und feines Erstfutter. Zuchtwasser: pH 5,0 bis 5,5, GH bis 3 °dGH, 28 °C. Hinweis: Die Art steht unter brasilianischem Exportschutz und ist im Handel selten.
Zuchtwasser: 28 °C, pH 5 bis 5,5, bis 3 °dGH
Rineloricaria sp. „Barcelos“ stammt aus dem Rio-Negro-Einzugsgebiet bei Barcelos im brasilianischen Amazonas. Die Art lebt in weichen, extrem sauren Schwarzwässern mit sandigem Substrat (pH 4 bis 5, GH nahezu 0, Leitfähigkeit 8 bis 40 µS/cm). Das Habitat ist reich an Totholz, Wurzeln und Laubschichten. Mäßige Strömung und huminstoffreiche Färbung des Wassers kennzeichnen das natürliche Umfeld.
Männchen entwickeln während der Geschlechtsreife deutlich sichtbare Odontoden an Kopfseiten und Brustflossen. Weibchen erscheinen fülliger im Bauchbereich und zeigen einen glatteren Kopf ohne ausgeprägte Odontodenbildung.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 26 bis 29 °C, pH 4,5 bis 6,5 und einer Gesamthärte von 1 bis 6 °dGH. Weiches, saures Schwarzwasser ist erforderlich.
Die Art ist friedlich und passt in ruhige Schwarzwasser-Gesellschaftsaquarien. Geeignete Mitbewohner sind Kardinaltetras, kleine Apistogramma-Arten und andere friedliche Bodenbewohner.
Die Art ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht ist anspruchsvoll. Zuchtwasser: pH 5,0 bis 5,5, GH bis 3 °dGH, 28 °C. Brasilianischer Exportschutz macht die Art im Handel selten.
Die Art ist ein Aufwuchsfresser und nimmt Biofilm, sinkendes Granulat, Wels-Tabletten sowie Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven und Tubifex an.
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