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Zierfische, Familie Cichlidae

Feuermaulbuntbarsch Thorichthys meeki

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Feuermaulbuntbarsch (Thorichthys meeki) ist einer der bekanntesten mittelamerikanischen Cichliden und erreicht ca. 15 cm (Weibchen) bis 17 cm (Männchen) Totallänge. Seinen deutschen Namen verdankt er der leuchtend orange-roten Kehle und dem Maul, die besonders bei der Imponierpose zur Wirkung kommen: Die Kehlenregion wird aufgebläht und das Rot leuchtet intensiv auf.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • bis 17 cmEndgröße

  • 8-10 JahreLebenserwartung

  • 26-30 °CTemperatur

  • 6,5-8pH-Wert

  • 8-20 °dGHGesamthärte

  • ab 300 lAquariengröße

Beschreibung

Der Körper ist seitlich abgeflacht, silbrig-graubraun gefärbt mit einem dunklen Fleck an der Körpermitte und oft irisierend blauen Schuppenschimmern. Männchen werden etwas größer und entwickeln verlängerte Strahlen der Rücken- und Afterflosse sowie intensivere Färbung in Laichstimmung.

Haltung und Pflege

Mindestens 300 Liter für ein Paar, 400 Liter für eine Gruppe ab 8 Tieren. Sandiger oder feiner Kiesbodengrund (Gründelverhalten), Wurzeln, Steine und Höhlen als Revierstrukturen, robuste Pflanzen. Die Tiere graben intensiv. Wasserwerte: 26-30 °C, pH 6,5-8,0, GH 8-20 dGH. Gute Filtration und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig, da die Art empfindlich auf Nitrat reagiert. Der Feuermaulbuntbarsch ist ein robuster, geselliger Cichlide, der sich für Aquarianer mit etwas Erfahrung eignet. Die lebhaften Drohgebärden und die ausgeprägte Brutpflege machen ihn zu einem der interessantesten mittelamerikanischen Buntbarsche.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Außerhalb der Laichperiode ist Thorichthys meeki friedlich und gesellig. Die Art lebt in der Natur in Gruppen, daher ist Gruppenhaltung ab 8 Tieren die artgerechtere Form. Während der Laichzeit werden Reviere verteidigt, und das namensgebende Imponierspiel mit aufgeblähter roter Kehle kommt regelmäßig zum Einsatz. Körperliche Auseinandersetzungen sind selten und verlaufen meist ohne ernsthafte Verletzungen. Gegenüber deutlich kleineren Fischen kann ein gewisses Fressrisiko bestehen. Geeignete Gesellschaftsfische: andere mittelamerikanische Cichliden vergleichbarer Größe, robuste Salmler (Xiphophorus, Poecilia).

Ernährung

Thorichthys meeki ist ein Benthivore: Im Freiland nimmt er Bodensubstrat auf, filtert Kleinkrebse, Insektenlarven, Detritus und pflanzliches Material heraus. Im Aquarium akzeptiert er hochwertiges Granulat und Flocken, ergänzt durch lebende oder gefrorene Futtertiere (Mückenlarven, Artemia, Tubifex, Wasserflöhe). Ein Anteil pflanzlicher Kost (Spirulina, blanchiertes Gemüse) ist sinnvoll.

Zucht

Die Zucht gelingt regelmäßig und gilt als mittelschwer. Es handelt sich um einen biparentalen, monogamen Substratlaicher. Die Eier werden auf sauberen flachen Steinen, breiten Blättern oder direkt auf dem Aquarienglas abgelegt. Ein Gelege umfasst mehrere Hundert Eier. Die Larven schlüpfen nach 2-3 Tagen; nach weiteren 4-5 Tagen sind die Jungfische freischwimmend und werden von beiden Elternteilen aktiv bewacht. Zuchtwasser: ca. 25 °C, pH 7,5. Beckentrennung von der Gemeinschaft erhöht den Zuchterfolg.

Zuchtwasser: 24 bis 26 °C, pH 7 bis 7,8

Natürlicher Lebensraum

Thorichthys meeki ist auf der Atlantikabdachung Mexikos (Veracruz, Tabasco, Chiapas), der Yucatan-Halbinsel sowie in nördlichem Belize und Guatemala beheimatet. Die Art wurde in Hawaii, Puerto Rico, Arizona und Florida eingebürgert.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden etwas größer (bis 17 cm TL) und entwickeln verlängerte Strahlen der Rücken- und Afterflosse sowie intensivere Färbung. Weibchen bleiben bei ca. 15 cm TL und sind etwas kompakter.

Gut zu wissen

  • Leuchtend orange-rote Kehle – namensgebende Drohgebärde
  • Gesellig – Gruppenhaltung ab 8 Tieren empfohlen
  • Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege
  • Benthivor – siebt Bodensubstrat nach Nahrung
  • Grabaktivität kann Beckenstruktur verändern
  • Empfindlich gegenüber Nitratstau
  • IUCN-Status: Least Concern

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Feuermaulbuntbarsch?

Thorichthys meeki verträgt 26-30 °C, pH 6,5-8,0 und GH 8-20 dGH. Der optimale Bereich liegt bei 26-30 °C mit leicht alkalischem Wasser. Die Art ist empfindlich gegenüber Nitratstau.

Kann man den Feuermaulbuntbarsch vergesellschaften?

Ja, der Feuermaulbuntbarsch ist außerhalb der Laichzeit friedlich und gesellig. Gruppenhaltung ab 8 Tieren ist artgerecht. Geeignet sind andere mittelamerikanische Cichliden und robuste Lebendgebärende.

Kann man den Feuermaulbuntbarsch züchten?

Die Zucht gelingt regelmäßig. Das Paar laicht auf flachen Steinen bei ca. 25 °C und pH 7,5. Die Larven schlüpfen nach 2-3 Tagen und werden von beiden Elternteilen aktiv bewacht und geführt.

Wie groß muss das Aquarium für den Feuermaulbuntbarsch sein?

Mindestens 300 Liter für ein Paar. Für die empfohlene Gruppenhaltung ab 8 Tieren sollten mindestens 400 Liter zur Verfügung stehen. Sandiger Bodengrund ist wegen des Gründelverhaltens wichtig.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Schwierigkeit: Mittel

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