
Buntbarsche
Langflossen-Uaru
Uaru fernandezyepezi
- Endgröße: 24 cm (TL)
- Aquarium: ab 500 l
- Temperatur: 28-30 °C
- pH-Wert: pH 4-6
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Keilfleckbuntbarsch (Uaru amphiacanthoides) ist ein großwüchsiger Buntbarsch aus dem Amazonasbecken und erreicht rund 25 cm Standardlänge. Der Körper ist hoch, seitlich stark komprimiert und beinahe kreisförmig, eine diskusähnliche Silhouette. Die Grundfärbung ist olivbraun bis dunkelbraun mit einem charakteristischen großen schwarzen Fleck im hinteren Körperdrittel, der dreieckig bis keilförmig erscheint.

25 cm SLEndgröße
8-12 JahreLebenserwartung
26-28 °CTemperatur
5-7pH-Wert
1-5 °dGHGesamthärte
ab 540 lAquariengröße
Jungfische zeigen ein deutlich anderes Muster: helle Flecken auf dunklem Grund, ähnlich wie bei Diskusjungfischen. Mit zunehmendem Alter wandelt sich die Zeichnung zum adulten Muster. Die Gattung Uaru umfasst nur zwei Arten: Uaru amphiacanthoides und Uaru fernandezyepezi.
Der Keilfleckbuntbarsch benötigt warmes, weiches Wasser mit Temperaturen von 26 bis 28 °C, einem pH-Wert von 5,0 bis 7,0 und einer Gesamthärte von maximal 5 °dGH. Für Wildfänge sind besonders weiches, leicht saures Wasser mit pH 6,0 bis 6,5 und GH unter 5 °dGH zu empfehlen. Nachzuchten sind etwas toleranter. Die Art verträgt keine Temperaturschwankungen unter 25 °C gut. Für ein Paar oder eine Kleingruppe (3 bis 5 Tiere) ist ein Aquarium von mindestens 540 Litern (150 cm Kantenlänge) erforderlich. Für größere Gruppen ist entsprechend mehr Volumen anzusetzen. Die Einrichtung besteht aus robuster oder geschützter Bepflanzung, da Keilfleckbuntbarsche viele Weichblatt-Pflanzen fressen. Nur Anubias, Java-Farn oder künstliche Pflanzen sind dauerhaft geeignet. Sehr gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel (30 % wöchentlich) sind aufgrund des hohen Nährstoffeintrags nötig.
Für einen Cichliden seiner Größe ist der Keilfleckbuntbarsch überraschend friedlich. Die Art kann mit kleineren Fischen wie Salmlern vergesellschaftet werden, solange diese groß genug sind, um nicht gefressen zu werden. Geeignete Mitbewohner sind andere große Amazonas-Salmler (Metynnis, Prochilodus), Engelfische (Pterophyllum altum, P. scalare), andere große Cichliden aus demselben Lebensraum (Heros, Geophagus, Satanoperca) sowie große Panzerwelse. Untereinander verhalten sich Keilfleckbuntbarsche überwiegend tolerant. Die Haltung in Gruppen oder Paaren wird empfohlen. Während der Brutzeit steigt die territoriale Tendenz moderat an. Garnelenbesatz ist nicht sinnvoll.
Die Ernährung ist überwiegend pflanzlich. Keilfleckbuntbarsche sind Pflanzenfresser mit gelegentlicher Aufnahme kleiner Wirbelloser: Pflanzenmaterial und Algen bilden die natürliche Hauptnahrung. Im Aquarium sollte pflanzliche Kost im Vordergrund stehen: Spirulinagranulat, blanchierte Zucchini, Gurke, Spinat, Erbsen und hochwertige Herbivoren-Pellets. Ergänzend werden Frostfutter, Erdwürmer und kleinere Insekten akzeptiert. Zu viel tierische Nahrung ist zu vermeiden.
Der Keilfleckbuntbarsch ist ein Substratlaicher mit intensiver biparentaler Brutpflege. Die Laichablage erfolgt auf flachen Steinen oder Holzwurzeln, das Gelege umfasst typischerweise bis zu 200 Eier. Jungfische ernähren sich, analog zu Diskusfischen, von der Schleimhautsekretion der Elterntiere. Diese enge Eltern-Kind-Bindung macht die Aufzucht anspruchsvoll. Wildfänge laichen bevorzugt in sehr weichem, saurem Wasser. Ein separates Zuchtbecken mit mindestens 300 bis 400 Litern, flachem Stein als Laichgrund und optimierten Wasserwerten ist empfehlenswert. Die Zucht gilt als schwer.
Der Keilfleckbuntbarsch ist im Amazonasbecken verbreitet: im Rio Negro, Rio Japurá, Rio Tapajós, Rio Solimões und im Einzugsgebiet des Amazonas (Brasilien, Kolumbien). Ein Vorkommen im Amazonas-Grenzgebiet zu Guyana ist möglich. Die Art bewohnt klare und schwarze Nebenflüsse, häufig in der Nähe versunkener Äste und Baumwurzeln. Das natürliche Wasser ist sehr weich, sauer, mit pH-Werten um 5,0 bis 6,8 und sehr geringer Leitfähigkeit.
Keilfleckbuntbarsche zeigen keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Während der Laichzeit gibt es minimal unterschiedliche Genitalpapillen, was einen geübten Blick erfordert.
Uaru amphiacanthoides benötigt warmes, weiches Wasser: Temperatur 26 bis 28 °C, pH 5,0 bis 7,0 und GH maximal 5 °dGH. Temperaturschwankungen unter 25 °C verträgt die Art schlecht.
Geeignet sind andere große Amazonas-Bewohner: Metynnis, Pterophyllum, Geophagus, Satanoperca und große Panzerwelse. Die Art ist für einen Cichliden ihrer Größe überraschend friedlich. Garnelenbesatz ist nicht sinnvoll.
Keilfleckbuntbarsche sind Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege. Jungfische fressen den Elternschleim, ähnlich wie bei Diskusfischen. Die Zucht gilt als schwer und erfordert ein separates Zuchtbecken mit mindestens 300 bis 400 Litern.
Die Ernährung ist überwiegend pflanzlich: Spirulinagranulat, blanchierte Zucchini, Gurke, Spinat und Herbivoren-Pellets. Ergänzend Frostfutter und Erdwürmer. Weiche Aquarienpflanzen werden gefressen, nur Anubias und Java-Farn bleiben verschont.
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