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Zierfische, Familie Botiidae

Stinktierschmerle Yasuhikotakia (Botia) morleti

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Stinktierschmerle (Yasuhikotakia morleti, Syn. Botia morleti) wird bis zu 10 cm groß und ist eine lebhafte Schmerle mit gedrungenem, leicht seitlich abgeflachtem Körper. Ein schwarzer Längsstreifen verläuft über den Rücken vom Kopf bis zur Schwanzwurzel und hat der Art ihren englischen Namen „Skunk Loach“ eingebracht. Die Grundfärbung reicht von cremefarben bis hellbraun; die Schwanzflosse ist blassgelb und kann kleine schwarze Punkte tragen.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • 8-10 cmEndgröße

  • 5-10 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 5-12 °dGHGesamthärte

  • ab 240 lAquariengröße

Beschreibung

Jungtiere zeigen zusätzlich dunkle Vertikalbänder an den Flanken, die sich mit zunehmendem Alter zurückbilden. Im Aquarium zeigt die Art lebhafte, teils ruppige Interaktionen und starke Aktivität vor allem in der Dämmerung und Nacht.

Haltung und Pflege

Yasuhikotakia morleti benötigt ein ausreichend großes Becken mit feinem Sand und vielen stabilen Verstecken (Wurzeln, Höhlen, Steinaufbauten). Die Wasserwerte sollten bei 24-28 °C, pH 6-7,5 und GH 5-12 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 120 cm Kantenlänge und 240 Liter.

Die Art ist ein bekannter Springer, eine eng anliegende, lückenlose Abdeckung ist notwendig. Mäßige bis leichte Strömung, leistungsfähige Filterung (4-5-facher Beckeninhalt pro Stunde). Harte oder scharfkantige Dekorationen vermeiden. Wöchentliche Teilwasserwechsel von 30-50 %.

Kupfer-empfindlich: Medikamente und Pflanzendünger mit Kupfergehalt vermeiden.

Die Stinktierschmerle ist eine anspruchsvolle Schmerle für erfahrene Aquarianer. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 5-10 Jahren.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Yasuhikotakia morleti ist gruppenbildend, temperamentvoll und ruppig. Haltung in Gruppen ab sechs bis acht Tieren empfohlen. Verträglichkeit mit Wirbellosen: ungeeignet, kleine Schnecken werden aktiv gejagt.

Vergesellschaftung nur mit robusten, mittelgroßen bis größeren Fischen, die andere Wasserschichten bevorzugen. Kleine Bodentiere, Wirbellose und langflossige Arten sind ungeeignet. Andere Bodenbewohner wie Corydoras oder Harnischwelse vermeiden. Geeignet sind robuste Barben, größere Danio- und Devario-Arten.

Ernährung

Yasuhikotakia morleti ist überwiegend karnivor und benötigt ein abwechslungsreiches Angebot aus sinkendem Trockenfutter sowie regelmäßig Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Tubifex und Artemia. Kleine Wasserschnecken werden aktiv aufgenommen. Gelegentlich weiche Gemüsescheiben (Gurke, Zucchini, blanchierter Spinat). Abendliche Hauptfütterung entspricht dem Aktivitätsrhythmus.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Freier Laicher (saisonaler Wanderlaicher)
Zuchtschwierigkeit: Nicht möglich

Zucht im Heimaquarium gilt als praktisch ausgeschlossen. Die Art ist ein saisonaler Wanderlaicher, dessen Laichverhalten an Überschwemmungszyklen gekoppelt ist. Kommerzielle Aquakultur ist belegt; daraus folgt jedoch nicht, dass ausnahmslos alle Handelstiere aus Zuchtfarmen stammen. Berichte über erfolgreiche Nachzucht durch Privathalter sind nicht bekannt.

Zuchtwasser: pH 6-6,5, GH bis 8 °dGH, 27 °C.

Zuchtwasser: 27 °C, pH 6 bis 6,5, bis 8 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Yasuhikotakia morleti kommt in Südostasien vor, hauptsächlich im Mekong-Einzugsgebiet sowie im Chao Phraya und Mae Klong. Dort bewohnt sie mittelgroße bis große Fließgewässer mit sandigem Grund, Felsspalten und Holzunterschlupf. Saisonale Wanderungen in überflutete Auen sind dokumentiert.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechtsunterschiede sind nur schwach ausgeprägt. Weibchen wirken meist fülliger und rundlicher, insbesondere in der Bauchpartie bei ausgewachsenen Tieren; sie sind tendenziell geringfügig größer als Männchen.

Gut zu wissen

  • Schwarzer Rückenstreifen („Skunk Loach“)
  • Kupfer-empfindlich, Medikamente und Dünger mit Kupfer vermeiden
  • Springer, lückenlose Abdeckung notwendig
  • Schneckenjäger, kann zur Schneckenkontrolle eingesetzt werden
  • Feiner Sand als Substrat erforderlich (empfindliche Barteln)
  • Zucht im Heimaquarium praktisch ausgeschlossen
  • Aktueller Gattungsname: Yasuhikotakia (nicht Botia)
  • Aufrichtbarer Dorn unter dem Auge: beim Fangen kein engmaschiges Netz verwenden, die Tiere verhaken sich darin und verletzen sich

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Stinktierschmerle?

Temperatur 24-28 °C, pH 6-7,5, GH 5-12 °dGH. Feiner Sand und stabile Verstecke erforderlich.

Kann man die Stinktierschmerle vergesellschaften?

Nur mit robusten, mittelgroßen bis großen Fischen der oberen Wasserschichten. Kleine Bodentiere und Wirbellose sind ungeeignet.

Kann man die Stinktierschmerle züchten?

Eine verlässlich dokumentierte Nachzucht im Heimaquarium ist nicht bekannt. Kommerzielle Aquakultur ist belegt, eine ausnahmslose Herkunft sämtlicher Handelstiere daraus aber nicht.

Was frisst die Stinktierschmerle?

Überwiegend karnivor: sinkendes Futter, Mückenlarven, Tubifex, Artemia. Schneckenjäger. Gelegentlich Gemüse.

Hinweis zu den Daten

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Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Schmerlen, ähnlich groß.

Alle Zierfische
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Yasuhikotakia splendida

  • Endgröße: 10 cm
  • Aquarium: ab 240 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

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  • Endgröße: 10 cm
  • Aquarium: ab 200 l
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  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

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  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Schwarmfisch, friedlich

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