
Schmerlen
Mini-Drachen-Schmerle
Schistura pridii
- Endgröße: bis 4,5 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 18-24 °C
- pH-Wert: pH 7-8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Barbuccidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Barbucca diabolica ist eine sehr kleine Schmerle aus Südostasien und die bekannteste Art der Familie Barbuccidae, die nur aus der Gattung Barbucca besteht. Der kurze, gedrungene Körper ist dunkelbraun und trägt sechs breite dunkle Querbinden, die deutlich breiter sind als die schmalen hellen Zwischenräume.

4–4,5 cmEndgröße
20-25 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
1-10 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Auffällig sind die großen, nach oben und seitlich gerichteten Augen mit roter Iris, die je nach Lichteinfall leuchtet, sowie die seitlich abgespreizten Brust- und Bauchflossen. Die Tiere gleiten mit dem Bauch ständig über Steine, Holz und Scheiben, oft auch senkrecht oder kopfüber. Von der erst 2025 beschriebenen Barbucca heokhuii, die in Zentral-Borneo am selben Ort vorkommt, unterscheidet sie sich durch die breiten Binden, die größere Endgröße und die eingebuchtete Schwanzflosse. Die Art lebt in Waldbächen und Schwarzwassergewässern auf Borneo, Sumatra und der Malaiischen Halbinsel. Sie eignet sich für Aquarianer mit einem gut eingefahrenen, sauberen Becken und ruhigen, kleinen Mitbewohnern.
Barbucca diabolica wird bei 20–25 °C, einem pH-Wert von 5,5–7,5 und einer Gesamthärte von 1 bis 10 °dGH gehalten. Für eine Gruppe reicht ein Becken ab 60 cm Kantenlänge mit 54 Litern. Als Boden eignen sich Sand oder feiner Kies, dazu glattgeschliffene Steine verschiedener Größe und Wurzelholz, über die die Tiere gleiten. Pflanzen, die auf Steinen und Holz wachsen, etwa Javafarn, Anubias und Moose, passen gut. Helles Licht fördert den Aufwuchs auf den Flächen, den die Tiere absuchen. Eine Handvoll Falllaub kann im Becken bleiben, bis es sich vollständig zersetzt hat. Die Strömung ist zweitrangig, solange das Wasser gut mit Sauerstoff versorgt ist. Die Art verträgt organische Belastung schlecht: Das Becken muss biologisch eingefahren sein, das Wasser sehr sauber bleiben, ein wöchentlicher Wasserwechsel von 30–50 % ist üblich. Neue Tiere nur in ein biologisch eingefahrenes Becken mit stabilen Werten einsetzen.
Barbucca diabolica ist friedlich. Gegenüber Artgenossen verhalten sich die Tiere locker territorial, brauchen aber Gesellschaft ihrer eigenen Art; empfohlen ist eine Gruppe von mindestens sechs bis acht Tieren. Ihren Futterplatz verteidigen sie höchstens mit kurzen Verfolgungen ohne Beißen, Eindringlinge werden nicht ins freie Wasser verfolgt. Die Art ist wenig robust und gehört nicht zu deutlich größeren oder futterneidischen Fischen. Geeignet sind kleine, ruhige Arten wie Boraras, Microdevario sowie kleinere Danio- und Rasbora-Arten. Unter den Bodenfischen passen in strömungsarmen Becken Pangio und Acanthopsoides, in strömungsreichen Becken Gastromyzon, Pseudogastromyzon und Homaloptera. Bei anderen Schmerlen ist Vorsicht geboten, da manche Arten zu groß, territorial oder aggressiv sind. Zwerggarnelen der Gattung Neocaridina werden in Ruhe gelassen.
In der Natur frisst Barbucca diabolica kleine wirbellose Tiere, vermutlich vor allem Kleinkrebse und Insektenlarven; daneben werden Algen und Bodenmulm genannt. Die Tiere nehmen nur Futter auf, auf das sie beim Gleiten über den Untergrund stoßen, und fressen nicht im freien Wasser. Im Aquarium werden feines Trockenfutter sowie lebende oder gefrorene Artemia-Nauplien und Cyclops angenommen. Das Futter muss sehr klein sein und den Boden und die Flächen erreichen, auf denen die Tiere suchen. Bei Mitbewohnern, die schnell fressen, auf ausreichende Futtermengen am Boden achten.
Berichte über eine Nachzucht im Aquarium liegen nicht vor; auch zum Laichverhalten in der Natur ist nichts bekannt. Die Geschlechter lassen sich bei erwachsenen Tieren an den verdickten, mit Tuberkeln besetzten Brustflossenstrahlen der Männchen unterscheiden.
Barbucca diabolica wurde 1989 von Roberts aus einem Waldbach beschrieben, der etwa 2 bis 3 km oberhalb der Mündung in den Kapuas in den Sungai Madai fließt (West-Kalimantan, Borneo). Nachgewiesen ist die Art auf der Malaiischen Halbinsel, in Sarawak, auf Sumatra (Flusssysteme Batang Hari und Musi), auf der Insel Belitung und in Kalimantan (Kapuas, Kahayan, Mahakam), dazu im äußersten Süden Thailands (Narathiwat). Barbucca-Bestände aus Südost-Thailand, Kambodscha und Vietnam sind in ihrer Artzugehörigkeit ungeklärt. Die Tiere leben in kleinen Waldbächen und Schwarzwassergewässern, im Kapuas-Gebiet auch in einem flachen Schwarzwassersee. Im Rungan-System in Zentral-Borneo, einem langsam fließenden Schwarzwasserbach im Torfsumpfwald, wurden sie vor allem an untergetauchten Baumstämmen und umgestürzten Bäumen gefangen. Am Fundort gemessene Wasserwerte liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor.
Bei geschlechtsreifen Männchen sind die verzweigten Brustflossenstrahlen 2 bis 4 dicker als die übrigen, an der Verzweigung nach unten gebogen und tragen an ihrer Hinterkante längliche Felder winziger Tuberkel (Hornhöcker); die Brustflosse wirkt dadurch gewölbt. Diese Felder fehlen den Weibchen. Größere Weibchen können auf dem zweiten verzweigten Brustflossenstrahl eine Reihe von drei bis sechs einzelnen, spitzen Tuberkeln tragen. Beide Geschlechter tragen ab etwa 1,5 cm Standardlänge wenige große weiße Tuberkel am hinteren unteren Rumpf; sehr große Tiere zusätzlich eine Reihe kleinerer Tuberkel am Kiemendeckelrand.
Die Art bleibt sehr klein. FishBase nennt 2,3 cm Standardlänge (Körperlänge ohne Schwanzflosse), in einer wissenschaftlichen Untersuchung von 2025 maßen die größten Tiere aus Borneo 4,2 cm Standardlänge. Charles König nennt 4 bis 4,5 cm Gesamtlänge (mit Schwanzflosse), bei der Ankunft maßen seine Tiere 3,5 cm.
Empfohlen sind 20–25 °C, ein pH-Wert von 5,5–7,5 und eine Gesamthärte von 1 bis 10 °dGH. Wichtiger als exakte Werte ist sehr sauberes Wasser in einem biologisch eingefahrenen Becken.
Die Art braucht Artgenossen; empfohlen ist eine Gruppe von mindestens sechs bis acht Tieren in einem Becken ab 60 cm Kantenlänge mit 54 Litern.
Mit kleinen, ruhigen Arten wie Boraras, Microdevario oder kleinen Rasbora-Arten sowie mit friedlichen Bodenfischen wie Pangio. Große oder futterneidische Fische sind ungeeignet. Neocaridina-Garnelen werden in Ruhe gelassen.
Sehr kleines Futter, das den Boden erreicht: feines Trockenfutter sowie lebende oder gefrorene Artemia-Nauplien und Cyclops. Futter aus dem freien Wasser nehmen die Tiere nicht auf.
Nein, Berichte über eine Nachzucht im Aquarium liegen nicht vor.
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