
Flossensauger
Punktierter Flossensauger
Gastromyzon scitulus
- Endgröße: 6 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 20-24 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittelschwer
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Gastromyzontidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Gastromyzon ocellatus ist ein kleiner Flossensauger aus dem Süden von Sarawak im malaysischen Teil Borneos. Der Artname bezieht sich auf die augenähnliche Zeichnung (Ocellen) auf den Flanken. Der abgeflachte Körper ist dunkelbraun, der Rücken trägt 7 bis 8 cremefarbene Querbänder, die Flanken senkrechte Bänder, die durchgehen oder sich zu Augenflecken auflösen.

6 cmEndgröße
20-24 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
1-12 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Die Kopfoberseite ist braun mit cremefarbenen Punkten und Flecken, die Schwanzflosse ist im Leben rot und zeigt bei vielen Importtieren zusätzlich Blau. Die Zeichnung variiert stark. Am ähnlichsten ist Gastromyzon farragus aus dem Sadong-Becken, ebenfalls im Süden von Sarawak. Diese Art hat 9 bis 10 dünne Rückenbänder statt 7 bis 8, auf der Flanke Punkte und Flecken statt Ocellen, 52 bis 55 statt 56 bis 61 Seitenlinienschuppen und in der Schwanzflosse meist nur einen dicken dunklen Balken, G. ocellatus meist zwei; Zwischenformen kommen vor. Die Art passt zu erfahrenen Aquarianern, die ein eingefahrenes Becken mit Aufwuchs sowie sauerstoffreiches, stark strömendes Wasser dauerhaft bieten können.
Wasserwerte: Temperatur 20–24 °C, pH 6,0–7,5, GH 1–12 °dGH. Wärmeres Wasser wird vertragen, solange der Sauerstoffgehalt hoch bleibt. Diese Spannen sind als Gattungswerte zu lesen: Dieselben Temperatur- und pH-Angaben stehen auch bei mehreren anderen Gastromyzon-Arten. Eine zweite Fachquelle nennt für diese Art pH 7,0–8,0 und mittelhartes Wasser bis 12 °dH, beide Angaben decken sich bei pH 7,0–7,5. Die Art wurde aus einem Kalksteingebiet beschrieben, gemessene Werte vom Fundort fehlen. Becken: ab 60 cm Kantenlänge (54 Liter) mit etwa 60 x 30 cm Grundfläche. Dieses Maß gilt für eine reine Artgruppe, mit Beifischen ist ein größeres Becken zu wählen. Das Becken muss biologisch eingefahren sein, bevor die Tiere einziehen, weil die Art stabile Wasserwerte und Aufwuchs braucht. Strömung: Das Wasser muss sauber und sauerstoffreich sein. Empfohlen werden ein überdimensionierter Filter und eine Umwälzung des Beckenvolumens von idealerweise 10- bis 15-mal pro Stunde, bei Bedarf mit zusätzlicher Strömungspumpe und Ausströmer. Einrichtung: Kies, Sand oder eine Mischung aus beidem als Boden, darauf rund geschliffene Steine und Kiesel in verschiedenen Größen mit vielen Verstecken. Gut abgelagertes Holz ist möglich; neues Holz gibt Gerbstoffe ab, die das Wasser färben und das Licht schwächen. Pflanzen sind nicht nötig, kommen aber als Javafarn oder Anubias auf Steinen und Holz mit den Bedingungen zurecht; Anubias-Blätter setzen Aufwuchs an und bieten Deckung. Licht: kräftig, damit Algen und Mikroorganismen wachsen. Pflege: regelmäßige Teilwasserwechsel; Aufwuchs darf außer an der Frontscheibe überall stehen bleiben. Offen liegende Filterschwämme werden ebenfalls abgeweidet. Der Deckel muss dicht schließen. Im Handel sind Flossensauger oft abgemagert, geschwächte Tiere brauchen anfangs ständig passendes Futter und keine Konkurrenz.
Sehr friedlich, innerhalb gewisser Grenzen aber territorial: Einzelne Tiere verteidigen ihren Platz, oft eine gute Weidestelle. Revierstreit kommt bei G. ocellatus seltener vor als bei den meisten anderen Gastromyzon-Arten, die Tiere sitzen oft in kleinen, lockeren Gruppen. In der Natur leben Gastromyzon-Arten in lockeren Ansammlungen, empfohlen wird eine Gruppe ab 4 Tieren. Die Art lebt in der Natur gemeinsam mit G. ctenocephalus und G. stellatus. Am einfachsten ist ein reines Artbecken. In einem größeren Becken kommen als Beifische kleine Karpfenfische des freien Wassers wie Tanichthys, Danio und Rasbora infrage. Ungeeignet sind deutlich größere oder aggressive Fische, dazu territoriale Arten und starke Futterkonkurrenten. Zu Garnelen und Schnecken als Mitbewohnern enthalten die ausgewerteten Quellen keine Angaben.
Die natürliche Nahrung dürfte vor allem aus Bodenalgen und den darin lebenden Mikroorganismen bestehen, die von festen Flächen abgeraspelt werden. Im Aquarium werden hochwertiges Trockenfutter, sinkende Pellets, Algentabletten sowie aufgetaute Mückenlarven und Mysis genommen, dazu blanchierter Spinat und Grünkohl. Zu viel Eiweiß kann innere Probleme verursachen, tierisches Futter daher nur als Ergänzung geben. Gut eignet sich selbst hergestelltes Gelatinefutter mit viel frischem Gemüse und Spirulina. Für die dauerhafte Haltung ist ein eingefahrenes Becken mit reichlich veralgten Steinen am wichtigsten; Kieselalgen und weiche Grünalgen werden härteren Arten wie Pinselalgen vorgezogen. Wächst im Becken zu wenig Aufwuchs oder fressen Mitbewohner ihn schnell ab, können in einem hellen Nebenbecken Steine bewachsen und im Wechsel eingesetzt werden.
In den ausgewerteten Quellen ist keine Nachzucht von G. ocellatus im Aquarium belegt. Aus der Gattung nennen sie nur die 2001 veröffentlichten Beobachtungen des deutschen Aquarianers Philipp Dickmann an zwei anderen Arten. Ein Paar von G. scitulus (damals als G. punctulatus bestimmt) laichte in einem 30-Liter-Becken, nachdem die Temperatur über 8 Wochen auf 28 °C (zeitweise unbeabsichtigt bis 32 °C) angehoben und nach dem Balzverhalten durch kühle Wasserwechsel auf 25 °C gesenkt worden war. Die mindestens 100 Eier waren kleiner als 1 mm, sanken ab und klebten nicht, nach rund 3 Tagen schlüpften die lichtscheuen Jungfische, die wegen ihrer Größe von etwa 3 mm Standardlänge (ohne Schwanzflosse) Infusorien (Kleinstlebewesen) brauchten. Sie starben innerhalb von 3 Wochen, nachdem faulende Pflanzen das Wasser belastet hatten. Bei G. monticola tauchten in einem ungefilterten, stark belüfteten 160-Liter-Becken bei 24 °C und GH 10–12 über 12 Monate immer wieder kleine Mengen Jungfische auf. Ob sich das auf G. ocellatus übertragen lässt, ist offen.
Gastromyzon ocellatus ist in Malaysia endemisch (kommt nur dort vor) und nur aus dem Einzugsgebiet des Sarawak-Flusses im Süden von Sarawak auf Borneo bekannt. Beschrieben wurde die Art aus dem Kalksteingebiet von Bau, die Typuslokalität (Fundort der Erstbeschreibung) ist der Sungai (Fluss) Petiak im Gebiet Serikin. Die Art bewohnt schnell fließende Bäche mit felsigem Grund. Für die Gattung Gastromyzon werden flache Bäche mit klarem, sauerstoffgesättigtem Wasser beschrieben, meist Stromschnellen und Rinnen oberhalb oder unterhalb von Kaskaden, mit Kies, Steinen, Felsblöcken oder Felsplatten voller Biofilm (Belag aus Algen und Mikroorganismen). Wasserpflanzen sind dort selten, die Tiere finden sich vor allem in halb oder ganz beschatteten Abschnitten und stehen mit dem Kopf gegen die Strömung seitlich, hinter oder unter Steinen. Die Rote Liste der IUCN führt die Art als potenziell gefährdet (Near Threatened, Bewertung von 2018). Am Fundort gemessene Wasserwerte liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor.
Erwachsene Weibchen sind deutlich kräftiger und breiter gebaut und oft etwas größer als die Männchen. Am besten ist der Unterschied von oben oder von unten zu erkennen.
Charles König nennt 6 cm Gesamtlänge (mit Schwanzflosse). FishBase nennt 4,5 cm Standardlänge (ohne Schwanzflosse). Weibchen sind kräftiger gebaut und oft etwas größer als die Männchen.
Für die Gattung empfohlen werden 20–24 °C, pH 6,0–7,5 und GH 1–12 °dGH. Eine zweite Fachquelle nennt für diese Art pH 7,0–8,0, beide Angaben decken sich bei pH 7,0–7,5. Wichtig sind außerdem sauerstoffreiches Wasser und eine starke Strömung.
Für eine reine Artgruppe reicht ein Becken ab 60 cm Kantenlänge mit 54 Litern, mit Beifischen ist ein größeres Becken zu wählen. Es muss eingefahren sein, Aufwuchs auf Steinen bieten und dicht abgedeckt werden, weil die Tiere an den Scheiben hochklettern.
Am einfachsten ist ein reines Artbecken. In einem größeren Becken kommen kleine Karpfenfische wie Tanichthys, Danio und Rasbora infrage. Große oder aggressive Arten passen nicht, ebenso starke Futterkonkurrenten.
Die Grundlage sind Algen und Biofilm auf Steinen. Dazu kommen Trockenfutter, Algentabletten, blanchiertes Gemüse und in Maßen Frostfutter wie Mückenlarven. Zu viel Eiweiß kann innere Probleme verursachen.
Eine Nachzucht ist nicht belegt. Aus der Gattung nennen die ausgewerteten Quellen nur Beobachtungen an G. scitulus und G. monticola aus dem Jahr 2001.
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