
Karpfenfische
Brokatbarbe
Barbodes semifasciolatus
- Endgröße: bis 10 cm
- Becken: ab 112 l
- Temperatur: 18-24 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
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Zierfische, Familie Gastromyzontidae
Sewellia marmorata
Sewellia marmorata (Marmor-Prachtflossensauger) ist eine kleine, extrem abgeflachte Strömungsschmerle aus der Familie Gastromyzontidae. Der Körper ist stark dorsoventral abgeplattet, die Brustflossen und Bauchflossen sind zu einer breiten, flachen Körpersektion erweitert.
bis 8 cmEndgröße
8-12 JahreLebenserwartung
18-24 °CTemperatur
6-7pH-Wert
5-15 dGHGesamthärte
ab 112 lBeckengröße
Mit dem Andruck des Wassers und Haftstrukturen an den Rändern der paarigen Flossen halten sich die Tiere an Felsen selbst in starker Strömung fest, im Aquarium auch an den Glasscheiben. Die Grundfarbe ist gelblich-grau bis goldbraun. Der gesamte Körper ist mit einer ausgeprägten, dunkelbraunen bis schwarzen marmorierten Zeichnung überzogen. Einige Exemplare weisen hellblaue Augen auf, die Flossen sind dunkel gerandet. Morphologische Merkmale: 33-34 Wirbel, Seitenlinie mit 40-47 Schuppen, kein dunkles Längsband. Erwachsene Tiere erreichen bis zu 8 cm TL (ca. 6 cm SL). Sewellia marmorata ist endemisch in Vietnam und ausschließlich aus dem Einzugsgebiet des Flusses Vinh Thanh (Provinz Quang Nam, Zentralvietnam) bekannt. Die Art gilt als IUCN-gefährdet (Endangered, EN). Populationsrückgang durch Habitatverlust und das kleine Verbreitungsgebiet. Sewellia marmorata ist kein Tropenfisch. Die Art stammt aus kühleren, schnell fließenden Gebirgsbächen und verträgt dauerhaft warme Aquarien schlecht.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 18-24 °C, pH 6,0-7,0, KH 4-11 °dKH. Beckengröße: Mindestens 112 Liter (80 cm Kantenlänge). Wichtiger als das reine Volumen ist eine ausreichend große Grundfläche. Strömung: Das wichtigste Einrichtungsmerkmal. 10- bis 20-facher Stundenumsatz des Beckenvolumens und maximale Sauerstoffanreicherung. Ohne ausreichende Strömung kümmern die Tiere. Leistungsstarke Außenfilter oder zusätzliche Strömungspumpen Pflicht. Einrichtung: Flache, glatte Steine als Aufwuchsflächen. Feinkörniger Sand oder kleiner Kies als Bodengrund. Starke Beleuchtung fördert Aufwuchswachstum. Pflanzen spielen eine untergeordnete Rolle. Abdeckung: notwendig. Sewellia-Arten können an Glasscheiben klettern und aus offenen Becken entkommen.
Sewellia marmorata ist ein ausgeprägt soziales Tier und sollte stets in Gruppen von mindestens sechs bis acht Tieren gehalten werden. In der Gruppe bilden die Tiere eine Rangordnung aus, die durch typische Dominanzrituale gefestigt wird: Rivalen stellen sich dabei Bauch-an-Bauch aufrecht gegenüber. Üblich sind solche Rangordnungskämpfe und die Verteidigung eines Futtersteins, ein Territorium im eigentlichen Sinn verteidigt aber keiner. Gegenüber anderen Fischarten ist Sewellia marmorata friedlich und verträglich, solange keine direkten Konkurrenten um Strömungsreviere und Futterplätze vorhanden sind. Die Art ist tagaktiv und bodennah aktiv. Schnecken und Zwerggarnelen sind geeignete Mitbewohner. Das unterständige Schabemaul ist auf das Abweiden von Steinflächen ausgelegt, aktiv gejagt werden Garnelen nicht; sehr kleine Junggarnelen können beim Abweiden vereinzelt mit aufgenommen werden. Geeignete Beifische sind reophile Arten: Kardinalfische, kleine Danio- und Devario-Arten und Bärblinge aus dem südostasiatischen Raum.
Sewellia marmorata ist primär ein Aufwuchsfresser mit opportunistisch omnivorem Charakter. Hauptnahrung: Biofilm, Algen und Diatomeen auf Steinflächen. Im Aquarium: Aufwuchs auf Steinen aktiv fördern, dazu selbst veralgte Kiesel im Wechsel einsetzen und Futterpaste auf Steine streichen und antrocknen lassen. Das entspricht der natürlichen Aufnahme durch Abschaben besser als Gemüse. Ergänzend Spirulina-Tabs und sinkende Algentabletten. Zucchini und Gurke haben praktisch keinen Nährwert und kommen allenfalls als gelegentliche Beschäftigung in Frage. Gelegentlich Frostfutter (Artemia, Mückenlarven, Daphnien) zur Konditionierung. Ohne ausreichend Aufwuchsflächen magern die Tiere ab.
Fortpflanzungstyp: Eierlegend, artspezifischer Ablagetyp nicht dokumentiert. Zuchtschwierigkeit: Schwer. Nachzuchten sind gelungen, bis in die zweite Generation. Für eng verwandte Arten (Sewellia lineolata, Sewellia speciosa) existieren dokumentierte Zuchterfolge: Laichauslösung durch Temperaturänderung oder Kaltwasserwechsel, Paarung in der Wassersäule. Für mehrere Sewellia-Arten ist aus der Zuchtpraxis ausschließlich Freilaichen belegt: die Eier werden frei abgegeben und sinken in den Bodengrund, eine gezielte Ablage an Substrat gibt es nicht. Die übrigen Angaben gelten für Schwesterarten und sind auf Sewellia marmorata nicht gesichert übertragbar.
Sewellia marmorata ist endemisch in Vietnam, ausschließlich aus dem Einzugsgebiet des Flusses Vinh Thanh (Provinz Quang Nam, Zentralvietnam) bekannt. Das Habitat sind flache Stromschnellen und Gebirgsbäche mit starker Strömung, hohem Sauerstoffgehalt und klarem Wasser. Substrat: Kies, Steine und Fels mit reichem Biofilm und Algenaufwuchs.
Die Geschlechtsunterschiede folgen dem Muster der Gattung Sewellia: Männchen entwickeln am Kopf Tuberkel und an den vorderen Brustflossenstrahlen tuberkulierte, erhöhte Gewebereihen (Fences), die bei Weibchen dieser Art in schwacher Form ebenfalls auftreten können. Der erste Brustflossenstrahl beschreibt beim Männchen einen starken Bogen nach vorne. Weibchen sind zur Laichzeit fülliger, mit einer gleichmäßig gewölbten Körperlinie. Außerhalb der Laichsaison sind die Unterschiede subtil.
Temperatur 18-24 °C (kein Tropenfisch!), pH 6,0-7,0, KH 4-11 °dKH. Starke Strömung (10-20x Beckeninhalt/h) ist notwendig.
Mindestens 112 Liter (80 cm Kantenlänge). Große Grundfläche wichtiger als Volumen. Mindestens 5-6 Tiere als Gruppe. Abdeckung Pflicht (Klettertiere).
Primär Aufwuchsfresser: Biofilm und Algen auf Steinen (aktiv fördern!), Spirulina-Tabs, Algentabletten, blanchierte Gurke. Gelegentlich Frostfutter (Artemia, Mückenlarven) zur Ergänzung.
Artspezifische Zuchtnachweise liegen nicht vor. Für Schwesterarten (Sewellia lineolata) wurden Erfolge dokumentiert. Die Zucht gilt als schwer.
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