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Zierfische, Familie Loricariidae

Weißspitzen-Rüsselzahnwels (L264) Leporacanthicus joselimai (L 264)

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Leporacanthicus joselimai wird bis zu 15 cm groß und ist ein kräftig gepanzerter Harnischwels aus der Familie Loricariidae. Der Körper ist dunkel gefärbt, typischerweise schwarzbraun bis dunkelgrau.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • 15 cmEndgröße

  • 10 JahreLebenserwartung

  • 25-27 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 240 lAquariengröße

Beschreibung

Das markanteste Merkmal der Jungtiere sind die leuchtend weißen Flossenspitzen an Rücken-, Schwanz- und Brustflossen, die dem englischen Namen Sultan Plec und dem deutschen Trivialnamen Weißspitzen-Rüsselzahnwels zugrunde liegen. Mit zunehmendem Alter verblassen diese weißen Spitzen. Zwei kräftige, zangenartige Zähne im Oberkiefer sind das Markenzeichen der Gattung Leporacanthicus. Zusätzlich trägt die Art einen kleinen knöchernen Höcker auf dem Kopf. Ausgeprägte Odontoden finden sich am Kopf und an den Flanken, bei adulten Männchen besonders stark entwickelt. Im Aquarium zeigt Leporacanthicus joselimai ein klar bodenorientiertes Verhalten. Als reophile Art aus dem Rio Tapajós ist sie an strömungsreiche Verhältnisse angepasst und zeigt eine ausgeprägte Affinität zu Spalten, Höhlen und Strömungskanten.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 25–27 °C, pH 6,0–7,5, GH 2–15 °dGH. Für die Dauerhaltung sind mittlere Werte von 5–10 °dGH bevorzugt. Ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter ist das Minimum für ein Einzeltier. Als Bodengrund eignen sich Sand oder feinerer Kies kombiniert mit größeren, glatten Steinen, zwischen denen enge Spalten und Höhlen entstehen. Stabile Steinaufbauten und massives Treibholz sind essentiell. Da die Art aus Schnellwasserbereichen des Rio Tapajós stammt, benötigen die Tiere eine deutliche Wasserströmung. Leistungsfähige Filterung mit hohem Durchsatz und zusätzliche Strömungspumpen sind empfehlenswert. Regelmäßige Wasserwechsel zur Stabilisierung der Wasserparameter sind wichtig. Leporacanthicus joselimai ist ein attraktiver Harnischwels für erfahrene Halter, die ein strukturreiches Becken mit kräftiger Strömung und zahlreichen Höhlen anbieten können.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Leporacanthicus joselimai ist territorial gegenüber Artgenossen, wobei dieses Verhalten bei Männchen besonders ausgeprägt ist. In Gemeinschaftsbecken sollte ausreichend Platz und eine Vielzahl räumlich getrennter Verstecke vorhanden sein. Gegenüber artfremden Mitbewohnern verhält sich die Art friedlich und zurückhaltend, solange diese nicht in ihr Territorium eindringen. Schnecken werden weitgehend toleriert; adulte Garnelen sind in der Regel sicher, sehr kleine Junggarnelen können jedoch gefressen werden. Für die Vergesellschaftung eignen sich südamerikanische Arten mit ähnlichen Wasserwerten: friedliche Salmler (z. B. Anostomus, Hemiodus), Panzerwelse (Corydoras) sowie kleine Loricariidae.

Ernährung

Leporacanthicus joselimai ist überwiegend fleischbetont (karnivore Tendenz) ernährt. Geeignete Futtermittel sind Lebendfutter und Frostfutter wie Mückenlarven, gehackte Muscheln, Garnelen, Artemia und Mysis sowie sinkende, fleischbasierte Tabletten oder Pellets. Pflanzliche Kost wird selten angenommen und sollte nicht als Hauptfutter eingesetzt werden.

Zucht

Leporacanthicus joselimai ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht gilt als schwierig, wurde aber in der Hobbyzucht dokumentiert. Der männliche Elternteil bewacht das Gelege in der Höhle und übernimmt die Brutpflege. Gelegegrößen, Inkubationszeiten und Details zur Larvenentwicklung sind in der Fachliteratur bislang nur spärlich belegt. Für Zuchtansätze empfiehlt sich ein separates, strukturreiches Zuchtbecken mit mehreren geeigneten Höhlen unterschiedlicher Größe, moderater bis starker Strömung und konsequent sauberem Wasser.

Natürlicher Lebensraum

Leporacanthicus joselimai stammt aus dem Rio Tapajós in Brasilien und ist eine reophile Art, die Flussabschnitte mit schneller Strömung, Felsstrukturen und Treibholzbereichen bevorzugt. Im natürlichen Habitat bewohnt die Art Riff- und Rapidenzonen und hält sich bevorzugt an Gesteinspalten und in die Strömung ragendem Holz auf. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.

Geschlechtsunterschiede

Bei adulten Männchen ist die Odontodenbildung an Kopf und Flanken typischerweise kräftiger ausgeprägt als bei Weibchen. Weibchen können im geschlechtsreifen Zustand ein breiteres Bauchprofil zeigen.

Gut zu wissen

  • L264 (offiziell vergebene L-Nummer)
  • Zwei kräftige Fangzähne im Oberkiefer, wahrscheinlich zur Jagd auf hartschalige Beute
  • Leuchtend weiße Flossenspitzen bei Jungtieren, die bei Adulten verblassen
  • Reophil: starke Anpassung an fließendes Wasser, bevorzugt Strömungskanten
  • Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege
  • Territorial gegenüber Artgenossen, insbesondere Männchen
  • Kupferempfindlich wie alle Loricariidae

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Weißspitzen-Rüsselzahnwels?

Temperatur 25–27 °C, pH 6,0–7,5, GH 2–15 °dGH. Für die Dauerhaltung sind mittlere Werte von 5–10 °dGH optimal. Starke Strömung und hohe Sauerstoffsättigung sind wichtig.

Kann man den Weißspitzen-Rüsselzahnwels vergesellschaften?

Für die Vergesellschaftung eignen sich südamerikanische Arten mit ähnlichen Wasserwerten: friedliche Salmler, Panzerwelse und kleine Loricariidae.

Kann man den Weißspitzen-Rüsselzahnwels (L264) züchten?

Die Art ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Die Zucht gilt als schwierig, wurde aber in der Hobbyzucht dokumentiert. Gelegegrößen und Inkubationszeiten sind bislang nur spärlich belegt.

Was frisst der Weißspitzen-Rüsselzahnwels?

Leporacanthicus joselimai ist überwiegend fleischbetont ernährt. Geeignet sind Mückenlarven, gehackte Muscheln, Garnelen, Artemia und Mysis sowie sinkende fleischbasierte Tabletten. Pflanzliche Kost wird selten angenommen.

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Fragen und Erfahrungen

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  • Schwierigkeit: Mittel

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  • Schwierigkeit: Mittel

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