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Zierfische, Familie Loricariidae

Chamäleon-Flunderharnischwels Pseudohemiodon apithanos

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Pseudohemiodon apithanos, der Chamäleon-Flunderharnischwels, wird bis zu 14,5 cm Standardlänge groß und ist ein stark abgeflachter Bodenbewohner aus der Familie der Harnischwelse (Loricariidae). Der Körper ist breiter und niedriger als bei vielen anderen Loricariidae, mit feiner Musterung, die der Tarnung auf sandigem Substrat dient.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 14,5 cm SLEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 26-28 °CTemperatur

  • 6,4-7,6pH-Wert

  • 1-5 °dGHGesamthärte

  • ab 250 lAquariengröße

Beschreibung

Die ventral gelegene Mundpartie ist stark an die Nahrungssuche am Sandboden angepasst. Im Aquarium zeigt Pseudohemiodon apithanos ein zurückhaltendes, bodenorientiertes Verhalten. Tagsüber vergraben sich die Tiere teilweise im Sand oder ruhen zwischen Laub- und Wurzelmaterial. Aktiv werden sie vorwiegend in der Dämmerung und nachts. Durch ihre Fähigkeit zum Farbwechsel können sie ihre Färbung dem Untergrund anpassen. Die Art betreibt väterliche Brutpflege: Das Männchen trägt das Gelege außen an seinen verdickten Lippen und Bartelfäden (Lippenbrüter) und vergräbt sich dabei weiterhin im Sand, bis die Jungfische nach etwa zwei Wochen schlüpfen.

Haltung und Pflege

Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 26–28 °C, pH 6,4–7,6, GH 1–5 dGH. Weiches Wasser ist erforderlich. Beckengröße: Mindestens 250 Liter für eine Gruppe von 4 Tieren. Einrichtung: Weicher, feiner Sand als Substrat, der den Grab- und Ruhegewohnheiten entspricht und Verletzungen verhindert. Große, flache Wurzeln, Laubstreu und flache Steine für naturnahe Verstecke. Offene Sandflächen zum Vergraben erhalten. Moderate Strömung, ruhige Zonen im Becken. Gedämpfte Beleuchtung, die den Tag-Nacht-Rhythmus unterstützt. Die Art reagiert empfindlich auf Wasserverschlechterungen. Nitratwert unter 25 mg/L halten. Regelmäßiger Wasserwechsel (ca. 20–30 % monatlich). Kupfer-Warnung: Wie alle Loricariidae ist Pseudohemiodon apithanos kupferempfindlich. Pseudohemiodon apithanos ist ein anspruchsvoller Pflegling für erfahrene Aquarianer, der ein südamerikanisches Biotop-Aquarium mit sandigem Untergrund, weichem Wasser und proteinreicher Fütterung benötigt.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Pseudohemiodon apithanos ist ein geselliger Bodenbewohner, der in Gruppen von mindestens 4 Tieren gehalten werden sollte. Innerhalb der Gruppe zeigen die Tiere ein ruhiges, friedliches Temperament. Nur bei Platzmangel oder fehlenden Verstecken treten leichte Territorialkonflikte auf. Das Aktivitätsmuster ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Schnecken werden toleriert. Sehr kleine Junggarnelen können gefährdet sein, adulte Garnelen werden meist toleriert. Geeignete Beifische: Südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche aus dem westlichen Amazonasbecken. Ruhige, nicht zu dominante Arten bevorzugen.

Ernährung

Pseudohemiodon apithanos ist karnivor. In der Natur ernährt sich die Art von kleinen Bodentieren, Kleinkrebsen und Würmern. Im Aquarium: proteinreiche, sinkende Futterangebote. Geeignet sind gefrorene oder lebende Artemia, Cyclops, Mückenlarven, Enchytraeen und Tubifex. Ergänzend sinkende Wels-Tabletten. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag, bevorzugt abends und nachts.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Väterliche Brutpflege (Lippenbrüter). Die Zucht ist dokumentiert, gilt aber als anspruchsvoll. Das Männchen trägt das Gelege nach der Eiablage außen an den verdickten Lippen und Bartelfäden und vergräbt sich dabei weiterhin im Sand; nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Jungfische. Die Zuchtschwierigkeit liegt weniger bei der Eiablage als bei der Aufzucht der Jungfische: sterile Aufzuchtbedingungen, enge Wasserqualitätskontrolle und Vermeidung bakterieller Ausbrüche sind entscheidend.

Natürlicher Lebensraum

Pseudohemiodon apithanos stammt aus dem westlichen Amazonasbecken in Ecuador. Die Art besiedelt flache, sandige Bereiche von Flüssen und Bächen mit moderater Strömung, feinem Sandsubstrat und Laubstreu.

Geschlechtsunterschiede

Sexualdimorphismus zeigt sich vor allem im Fortpflanzungsverhalten: Das Männchen übernimmt die Brutpflege und entwickelt während der Brutzeit verdickte Lippen und verlängerte Bartelfäden, an denen es das Gelege außen trägt. Subtile Unterschiede in der Ventralstruktur können bei genauer Beobachtung die Geschlechter unterscheidbar machen. Außerhalb der Brutzeit ist die Bestimmung schwierig.

Gut zu wissen

  • Abgeflachter, demersaler Körperbau, spezialisiert auf Leben am Sandboden
  • Farbwechsel-Fähigkeit zur Tarnung
  • Väterliche Brutpflege: Das Männchen trägt das Gelege außen an den verdickten Lippen und Bartelfäden (Lippenbrüter)
  • Dämmerungs- und nachtaktiv, vergräbt sich tagsüber teilweise im Sand
  • Empfindlich gegenüber Parameteränderungen und chemischen Behandlungen
  • Kupfer-empfindlich (Loricariidae)

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Chamäleon-Flunderharnischwels?

Pseudohemiodon apithanos benötigt Temperaturen von 26–28 °C, pH 6,4–7,6 und weiches Wasser mit GH 1–5 dGH. Stabile Wasserwerte und niedrige Nitratwerte sind besonders wichtig.

Kann man den Chamäleon-Flunderharnischwels vergesellschaften?

Geeignet sind friedliche südamerikanische Arten aus dem westlichen Amazonasbecken: Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche.

Kann man den Chamäleon-Flunderharnischwels im Aquarium züchten?

Das Männchen betreibt die Brutpflege und trägt das Gelege außen an den verdickten Lippen (Lippenbrüter). Die Zucht ist dokumentiert, die Hauptschwierigkeit liegt in der Aufzucht der Jungfische unter sterilen Bedingungen.

Was frisst der Chamäleon-Flunderharnischwels?

Karnivor: bevorzugt proteinreiche Kost wie Artemia, Cyclops, Mückenlarven und Tubifex. Fütterung bevorzugt abends und nachts in kleinen Portionen.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

4 Kommentare, der letzte vom 16. Juni 2016
  1. marcel müller

    hallo wo bekomme ich denn diese schönen tiere noch her

      1. Matthias WiesenseeRedaktion

        Hi Kevin, ihr könntet auch mal Partner bei my-fish werden, oder 😉

        1. Kevin L.

          Hey Matthias,
          ich werde mich darum kümmern !

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