
Barben
Rotstrichbarbe
Dawkinsia denisonii
- Endgröße: bis 15 cm TL
- Aquarium: ab 450 l
- Temperatur: 15-25 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Cyprinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Barbonymus schwanenfeldii, die Brassenbarbe (auch Schwanenfelds Zinnfolienbarbe oder Tinfoil Barb), ist eine sehr große Barbe aus Südostasien und zählt zu den größten Arten der früheren Gattung Barbus. Die Art wurde 1854 von Bleeker beschrieben und ehrt den niederländischen Offizier Schwanenfeld. Im Rahmen der großen Cyprinidae-Revision wurde die Art in die Gattung Barbonymus überführt. Die im Handel weit verbreitete „Goldform“ ist eine selektiv gezüchtete Farbvariante mit metallisch silbrig-goldenem Körper.

bis 35 cmEndgröße
bis 10 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
6-8pH-Wert
5-20 °dGHGesamthärte
ab 1030 lAquariengröße
Die Art erreicht in der Natur eine beeindruckende Gesamtlänge von bis zu 35 cm, im Aquarium meist 25 bis 30 cm. Damit gehört Barbonymus schwanenfeldii definitiv zu den Großfischen und ist nur für entsprechend dimensionierte Aquarien geeignet – mindestens 210 cm Kantenlänge und 1.030 Liter Volumen sind für artgerechte Dauerhaltung notwendig.
Der Körper ist hoch und seitlich stark abgeflacht, die Grundfärbung metallisch silbrig mit einem goldenen Schimmer (bei der Goldform besonders ausgeprägt). Die Rücken- und Schwanzflosse sind typisch rot-orange gefärbt mit schwarzen Säumen an der Schwanzflosse. Die Art ist ein sehr aktiver, gesellig lebender Schwimmer.
Barbonymus schwanenfeldii benötigt eine Wassertemperatur von 22 bis 26 °C, einen pH-Wert von 6,5 bis 7,8 und eine Gesamthärte zwischen 4 und 18 °dGH. Die Art ist sehr anpassungsfähig, bevorzugt aber neutrale bis leicht alkalische Werte. Beckengröße: MINDESTENS 210 cm Kantenlänge und 1.030 Liter Volumen für eine artgerechte Haltung einer Gruppe von 5 bis 6 Tieren. Für größere Gruppen sind 250 bis 300 cm Becken mit entsprechend größerem Volumen empfehlenswert. Diese Größenanforderung wird im Handel massiv unterschätzt – viele dieser Fische landen in viel zu kleinen Becken und leiden darunter massiv. Einrichtung: großzügiger freier Schwimmraum, nur robuste Dekoration (keine filigranen Pflanzen – werden gefressen oder zertreten), stabile Wurzeln, Steinaufbauten. Ein sandiger Bodengrund ist artgerecht. Moderate bis kräftige Strömung mit hoher Sauerstoffsättigung ist Pflicht – die Art stammt aus Fließgewässern. Eine stabile, sehr dicht schließende Abdeckung ist essenziell – die Art ist ein hervorragender Springer und entkommt leicht aus offenen Becken. Bei Parasitenbefall Malachitgrün-Formalin oder Temperaturerhöhung verwenden.
Kupfer: Ausgeprägte, potenziell tödliche Empfindlichkeit gegenüber Kupfer. Kupfersulfat ist ubiquitär im Aquarienhandel; Standard-Dosen verursachen akute Vergiftung. Bei Parasitenbefall auf Alternativen ausweichen: Malachitgrün/Formalin-Kombination, Temperaturerhöhung, nicht-metallische Anti-Parasitika.
Barbonymus schwanenfeldii ist ein sehr geselliger, ausgeprägt schwarmbildender Fisch und sollte zwingend in Gruppen von mindestens 5 bis 6 Tieren gehalten werden. Einzelhaltung oder Paarhaltung führt zu chronischem Stress, Verhaltensstörungen und verkürzter Lebenserwartung.
Das Temperament ist überwiegend friedlich, aber die Art ist extrem aktiv, schnellschwimmend und groß – ungeeignet als Gesellschaftsfisch für ruhige oder kleine Arten. Besonders problematisch: Die Art frisst weiche Pflanzen und knabbert an Moosen, was eine naturnahe Bepflanzung schwierig macht. Geeignet sind nur robuste, harte Pflanzen (Anubias, Javafarn) oder Kunstpflanzen.
Geeignete Beckenpartner sind andere große, robuste Arten: größere Barben, Salmler und Prachtschmerlen (Chromobotia). Kleine oder sehr friedliche Arten werden gestresst oder aktiv verfolgt. Schnecken werden gefressen.
WICHTIG: Diese Art wird oft als „gut für Einsteiger“ vermarktet, was gefährlich ist – die Größe und Beckenanforderungen werden regelmäßig massiv unterschätzt, was zu nicht tiergerechter Unterbringung führt.
Barbonymus schwanenfeldii ist ein klassischer Allesfresser mit ausgeprägtem Appetit und deutlicher Tendenz zur Pflanzenfresserei. In der Natur nimmt die Art Insektenlarven, Krebstiere, kleine Fische, abgefallene Früchte, Samen, Wasserpflanzen, Algen und organischen Detritus auf – das breite Nahrungsspektrum erklärt die Größe und Robustheit.
Im Aquarium muss die Ernährung abwechslungsreich sein: hochwertiges Flocken- und Pellet-Futter (für größere Tiere grobkörnig), ergänzt durch Lebend- und Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Krill), viel pflanzliches Zusatzfutter (Spirulina, blanchiertes Gemüse wie Zucchini, Spinat, Salat, Gurke) und gelegentlich Früchte. Die Ernährung sollte mindestens 50 Prozent pflanzliche Komponenten enthalten, sonst zeigt sich die Art ihren Pflanzen gegenüber umso aggressiver.
Fütterungshinweis: Zwei- bis dreimal täglich füttern in moderaten Portionen. Die Art neigt zu Überfressen, wenn die Nahrung nicht kontrolliert wird.
Barbonymus schwanenfeldii ist ein Freilaicher ohne elterliche Brutpflege. Die Zucht im Hobby-Aquarium ist äußerst schwierig, da die Art riesige Zuchtbecken und sehr spezifische Bedingungen erfordert. Kommerzielle Nachzucht findet fast ausschließlich in Aquakulturfarmen in Südostasien statt.
Zuchtbedingungen: Temperatur 26 bis 28 °C, pH 6,5 bis 7,0, weiches bis mittelhartes Wasser (GH 5 bis 15 °dGH). Für die erfolgreiche Zucht sind Becken ab 1.030 Litern mit ausgewachsenen, gut konditionierten Tieren erforderlich. Die Elterntiere müssen nach dem Ablaichen sofort entfernt werden – beide Geschlechter sind ausgeprägte Laichräuber.
Pro Laichvorgang werden bis zu mehrere tausend Eier abgegeben. Die Eier schlüpfen nach etwa 24 Stunden. Erstfutter: feine Staub- und Infusorienfutter, später Artemia-Nauplien.
Barbonymus schwanenfeldii stammt aus Südostasien und bewohnt Flüsse und große Seen in Thailand, Malaysia, Indonesien (Sumatra, Borneo), Laos, Kambodscha und Vietnam – besonders das Mekong-Einzugsgebiet. Die Art lebt in den mittleren und größeren Flussläufen mit moderater bis starker Strömung.
Die natürlichen Habitate sind meist klar oder leicht getrübt, mit kiesig-sandigem Grund, Unterwasservegetation und häufig Überschwemmungsflächen während der Monsunzeit. Die Art wandert saisonal: Während der Regenzeit ziehen große Schwärme in überflutete Wälder und Flussauen zum Laichen, in der Trockenzeit kehren sie in die permanenten Hauptgewässer zurück.
Typische Wasserwerte der natürlichen Habitate: Temperatur 22 bis 28 °C, pH 6,5 bis 7,5, weiche bis mittelharte Wasserhärte (GH 4 bis 18 °dGH). Barbonymus schwanenfeldii ist in vielen Regionen ein wichtiger Speisefisch.
Männchen und Weibchen von Barbonymus schwanenfeldii sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Ausgewachsene Weibchen sind meist etwas größer und zeigen während der Laichbereitschaft einen deutlich fülligeren Bauch. Männchen bleiben tendenziell etwas schlanker und zeigen manchmal intensivere rote Tönung in den Flossen während der Balz.
Eine sichere Geschlechtsbestimmung gelingt meist erst an geschlechtsreifen Tieren und auch dann nicht immer zuverlässig.
Temperatur 22 bis 26 °C, pH 6 bis 8, Gesamthärte 5 bis 20 °dGH. Die Art ist robust und anpassungsfähig.
Mindestens 210 cm Kantenlänge und 1.030 Liter Volumen für eine Gruppe von 5 bis 6 Tieren. Die Art wird bis 35 cm groß und benötigt entsprechend viel Schwimmraum. Diese Größenanforderung wird im Handel regelmäßig unterschätzt.
Nur mit anderen großen, robusten Arten wie großen Barben, Prachtschmerlen oder großen Schmerlen. Kleine oder sehr friedliche Fische werden gestresst. Schnecken werden gefressen, weiche Pflanzen werden angeknabbert.
Im Hobby-Aquarium extrem schwierig wegen der benötigten Beckengröße. Barbonymus schwanenfeldii ist ein Freilaicher ohne Brutpflege und laicht in großen Schwärmen während der Monsunzeit. Kommerzielle Nachzucht erfolgt in Aquakultur.
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