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Zierfische, Familie Cyprinidae

Rosabarbe

Pethia conchonius Neon Red

Pethia conchonius Neon Red gehört zur Familie der Cypriniden und ist ein kleiner Süßwasserfisch. Wildfänge erreichen bis zu 14–15 cm Gesamtlänge; in Aquarienhaltung bleiben die Tiere mit 8–10 cm deutlich kleiner. Bei der Zuchtform „Neon Red“ stechen die leuchtend roten Farbpunkte vor allem an den Flossen und an den Seiten hervor.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Pethia conchonius Neon Red
Pethia conchonius Neon Red
  • bis 15 cmEndgröße

  • 4-6 JahreLebenserwartung

  • 16-24 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 5-10 dGHGesamthärte

  • ab 112 lBeckengröße

Beschreibung

Die Wildform lebt in Flüssen, Bächen, Tümpeln und Weihern Südasiens (Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch), in stehenden wie langsam fließenden, oft leicht sauren Gewässern mit reichlich Pflanzen. In seinem natürlichen Lebensraum spielt er eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz, da er als Beute für größere Fische dient. Der Fisch zeigt ein ausgeprägtes Schwarmverhalten und reagiert bei Gefahr mit schnellen Fluchtbewegungen. Er besitzt die Fähigkeit, sich an wechselnde Sauerstoffwerte anzupassen. Das Aquarium sollte kühlere, subtropische Temperaturen zwischen 16 und 24 °C sowie viele Versteckmöglichkeiten bieten.

Haltung und Pflege

Pethia conchonius Neon Red gedeiht in einem Aquarium von mindestens 112 Litern, in dem dichte Bepflanzung, Versteckmöglichkeiten und offene Schwimmzonen eine naturnahe Umgebung schaffen; essenziell sind regelmäßige Wasserwechsel von etwa 20–30 % wöchentlich sowie eine Kontrolle der Wasserparameter, wobei eine Temperatur zwischen 16–24 °C (subtropisch), ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und weiches bis mittelhartes Wasser optimale Voraussetzungen bieten, unterstützt durch moderne Filter- und Beleuchtungssysteme. Die abwechslungsreiche Fütterung sollte hauptsächlich aus hochwertigem Trockenfutter, speziell auf tropische Fische abgestimmt, und ergänzend aus kleinen Mengen Lebend- oder Frostfutter bestehen, um den Nährstoffbedarf auszugleichen. Zur regelmäßigen Reinigung gehört das Absaugen des Bodengrundes, das Entfernen von Algen und das Säubern der Filtermedien, um eine Ansammlung von Schadstoffen zu verhindern. Zudem ist zu beachten, dass Pethia conchonius Neon Red als geselliger Schwarmfisch am besten in Gruppen gehalten wird, wobei jedem Tier genügend Freiraum für Rückzugsmöglichkeiten eingeräumt werden muss.

Kupfer: Hochgradig kupferempfindlich. Sublethale Kupferdosen wirken als Endokrin-Disruptoren: Ovar-Atresie bei Weibchen, vollständige vorübergehende Unterbrechung der Spermatogenese bei Männchen, gehemmte Embryonalentwicklung. Kupferbasierte Medikamente (Cupramine, Copper Power, Kupfersulfat) strikt vermeiden. Alternativen: Malachitgrün, Formalin, gezielte thermische Behandlung.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Pethia conchonius, im Handel als Neon Red oder Roter Prachtbarbe bekannt, ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Natur in Gruppen lebt und auch im Aquarium mindestens in einer Gruppe von 8–10 Tieren gehalten werden sollte, um arttypisches Verhalten und Wohlbefinden zu gewährleisten. Geeignete Vergesellschaftungspartner sind friedliche, ähnlich große Schwarmfische wie Keilfleckbärblinge, kleinere Salmler oder andere Barbenarten mit ruhigem Temperament sowie kühletolerante Bodenbewohner wie Schmerlen der Gattung Schistura oder Barbatula; tropische Panzerwelse passen bei 16 bis 24 °C nicht. Nicht geeignet sind sehr kleine Beutefische wie junge Guppys oder Zwergbärblinge, da sie als Nahrung angesehen werden könnten, ebenso wie aggressive oder sehr lebhafte Arten, die die Neon Red Barben stressen würden. Auch langflossige Fische wie Schleiermollys oder Kampffische sollten vermieden werden, da Pethia conchonius zu Flossenzupfen neigt und es zu Verletzungen oder Stress kommen kann.

Ernährung

Als typischer Omnivor benötigt dieses Tier eine ausgewogene Ernährung aus tierischen und pflanzlichen Bestandteilen, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen bei wichtigen Proteinen führen würde, während eine ausschließliche Fleischkost die Versorgung mit Ballaststoffen und Vitaminen beeinträchtigt; in der Natur werden unter anderem kleine Krebstiere und Insektenlarven gefressen, aber auch Algen und feine Wasserpflanzen aufgenommen. Im Aquarium sollte hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter etwa 70–80 % der täglichen Ration ausmachen, ergänzt durch abwechslungsreiche Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und Daphnien sowie blanchiertem Gemüse wie Zucchini oder Spinat, wobei diese Ergänzungen idealerweise 2- bis 3-mal pro Woche angeboten werden. Die Fütterung erfolgt optimal 2- bis 3-mal täglich in Portionen, die innerhalb von 3 Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind, da diese Art zu Überfressen neigt und daher eine kontrollierte Portionierung unerlässlich ist.

Zucht

Pethia conchonius ist ein Freilaicher ohne Brutpflege und zudem ein ausgeprägter Laichräuber: Die Elterntiere fressen die abgegebenen Eier und auch die frisch geschlüpften Larven, sobald sie darauf stoßen. Für eine geplante Zucht müssen die Alttiere unmittelbar nach dem Ablaichen aus dem Zuchtbecken entfernt werden. Zuchtbedingungen: Ein separates Zuchtbecken von etwa 40–60 Litern mit weichem bis mittelhartem Wasser (GH 5–10 °dGH), pH 6,5–7,0 und Temperaturen von 22–25 °C. Ein grobes Laichrost oder eine dichte Lage feinfiedriger Wasserpflanzen (Javamoos, Myriophyllum) schützt die klebrigen Eier vor den Eltern. Laichverhalten: Das Männchen treibt das Weibchen in die Pflanzen oder über das Laichrost; dabei werden einige hundert Eier in mehreren kleinen Portionen abgegeben und befruchtet. Nach dem Ablaichen werden die Eltern entfernt. Schlupf und Aufzucht: Die Eier schlüpfen je nach Temperatur nach 24–48 Stunden. Die Larven kleben zunächst an Pflanzen und Scheiben und zehren vom Dottersack. Nach etwa 3–4 Tagen schwimmen die Jungfische frei und benötigen Staubfutter (Infusorien, Pantoffeltierchen), später frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und feines Trockenfutter. Die Zucht gilt insgesamt als einfach, sofern die Laichräuberei konsequent durch das Entfernen der Eltern vermieden wird.

Natürlicher Lebensraum

Pethia conchonius Neon Red ist in den klar strukturierten Süßwasserlebensräumen Südasiens heimisch, wo er in kleinen bis mittleren Fließgewässern wie Bächen, Flüssen und gelegentlich auch in Teichen anzutreffen ist. In seinem natürlichen Habitat finden sich überwiegend leicht sauer bis neutral bis leicht alkalische Wasserbedingungen mit Temperaturen zwischen 14 und 24 °C (subtropisch) sowie mäßig weichen bis mittelharten Wassern, die durch gute Sauerstoffversorgung und unausgeprägte Strömung gekennzeichnet sind. Die Uferbereiche und angrenzenden Vegetationszonen, oft in bewaldeten oder grasbewachsenen Landschaften gelegen, bieten reichlich Versteckmöglichkeiten und Nahrungsquellen, wobei die natürlichen Substrate aus Kies, Schotter oder feinem Sand bestehen und instabile, abwechslungsreiche Strukturen das Überleben in wechselnden Umweltbedingungen unterstützen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen von Pethia conchonius Neon Red präsentieren – insbesondere zur Laichzeit – intensiver ausgeprägte, leuchtende Rottöne an Seiten und Flossen sowie einen schlankeren, gestreckteren Körperbau. Weibchen zeichnen sich dagegen durch einen runderen, volleren Bauch aus, was während der Laichperiode noch deutlicher hervortreten kann.

Gut zu wissen

  • Subtropisch: 16 bis 24 °C, dauerhaft warme Tropenbecken sind ungeeignet
  • Wildfänge werden 14 bis 15 cm, Aquarientiere bleiben mit 8 bis 10 cm kleiner
  • Ausgeprägter Schwarmfisch, Gruppe ab 8 bis 10 Tieren
  • Freilaicher ohne Brutpflege und ausgeprägter Laichräuber
  • Neon Red ist eine Zuchtform, keine Wildfarbe
  • Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten, bei Parasitenbehandlung kupferfreie Mittel bevorzugen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht Rosabarbe?

Rosabarbe benötigt eine Wassertemperatur von 16-24 °C (subtropisch), einen pH-Wert von 6-8, eine Gesamthärte von 5-30 °dGH.

Wie groß muss das Aquarium für Rosabarbe sein?

Für Rosabarbe wird ein Aquarium mit mindestens 80 cm Breite und 112 Liter empfohlen. Ein größeres Becken ist immer vorteilhaft, da es stabilere Wasserwerte bietet.

Kann man Rosabarbe vergesellschaften?

Pethia conchonius ist ein ausgeprägter Schwarmfisch und sollte im Aquarium in einer Gruppe von mindestens 8-10 Tieren gehalten werden. Geeignete Partner sind friedliche, ähnlich große Arten wie Keilfleckbärblinge, kleinere Salmler oder ruhige Barben. Sehr kleine Fische sowie langflossige Arten sind ungeeignet, da die Barbe zum Flossenzupfen neigt.

Kann man Rosabarbe im Aquarium züchten?

Ja, die Zucht gilt als einfach. Pethia conchonius ist ein Freilaicher ohne Brutpflege und ein ausgeprägter Laichräuber, daher müssen die Elterntiere nach dem Ablaichen entfernt werden. Ein separates Zuchtbecken mit weichem bis mittelhartem Wasser (GH 5-10 °dGH), pH 6,5-7,0 und 22-25 °C sowie feinfiedrigem Pflanzenmaterial schützt die klebrigen Eier.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

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Passt ins Becken dazu

Vorschläge aus Herkunft, Wasserwerten, Größe und Temperament, dazu verträgliche Wirbellose und Pflanzen. Vor dem Einsetzen die Steckbriefe vergleichen.

Rötliche Saugbarbe

Karpfenfische

Rötliche Saugbarbe

Garra rufa

  • Endgröße: 14 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 14-20 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südasien, Wasserwerte passen

Netzschmerle

Schmerlen

Netzschmerle

Botia almorhae

  • Endgröße: bis 15,5 cm SL
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 19-27,5 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südasien, Wasserwerte passen

Rotstreifen-Torpedobarbe

Barben

Rotstreifen-Torpedobarbe

Dawkinsia denisonii

  • Endgröße: bis 15 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 15-25 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südasien, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Barben, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Rubinbarbe

Barben

Rubinbarbe

Pethia padamya

  • Endgröße: 5-6 cm TL
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 16-25 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Messingbarbe

Barben

Messingbarbe

Barbodes semifasciolatus

  • Endgröße: bis 7,6 cm TL
  • Becken: ab 120 l
  • Temperatur: 16-24 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

In der Gruppe halten, friedlich

Rhombenbarbe

Barben

Rhombenbarbe

Desmopuntius rhomboocellatus

  • Endgröße: bis 8,8 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 4-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

Moosbarbe

Barben

Moosbarbe

Puntigrus tetrazona

  • Endgröße: bis ca. 7 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Schwarmfisch, friedlich

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