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Zierfische, Familie Nemacheilidae

Rotschwanz-Zebraschmerle Schistura mahnerti

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Rotschwanz-Zebraschmerle (Schistura mahnerti) ist eine kleine, bodenlebende Schmerle aus der Familie Nemacheilidae mit einer Gesamtlänge von 7–8 cm. Der Körper ist langgestreckt und leicht abgeflacht. Das kontrastreiche Zebramuster zeigt bis zu 17 dunkle senkrechte Querbänder auf hell-goldenem bis silbrig-grauem Grund. Die Schwanzflosse und Brustflossen sind leuchtend rot bis orangerot gefärbt.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • bis 8 cm TLEndgröße

  • 10–12 JahreLebenserwartung

  • 23-26 °CTemperatur

  • 6-6,9pH-Wert

  • 2-10 °dGHGesamthärte

  • ab 300 lAquariengröße

Beschreibung

Männchen besitzen suborbitale Hautlappen unterhalb der Augen, die bei Weibchen fehlen.

Im Aquarium zeigt die Art ein ausgeprägt territoriales Verhalten am Boden. Jedes Tier beansprucht ein eigenes Revier und verteidigt es mit Rammattacken gegen Eindringlinge.

HINWEIS: Im Handel ausschließlich als Wildfang verfügbar. Starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt sind Pflicht.

Haltung und Pflege

Schistura mahnerti benötigt ein Becken ab 120 cm Kantenlänge (ca. 300 Liter) mit Temperaturen von 23–26 °C, einem pH-Wert von 6,0–6,9 und einer Gesamthärte von 2–10 °dGH.

Feiner bis mittelgrober Sand oder Kies, flache Flusssteine, größere runde Steine als Reviermarkierung. Reichlich Höhlen und Steinaufbauten als Sichtbarrieren zwischen Revieren. Ruhigere Zonen hinter Steinaufbauten. Wenige schattenverträgliche Pflanzen (Javafarn, Javamoos).

Kräftige Strömung und sehr gute Sauerstoffversorgung. Außenfilter mit zusätzlicher Strömungspumpe. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung. Wöchentliche Wasserwechsel 30 %.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Schistura mahnerti ist eine ausgeprägt territoriale Art. Haltung in Gruppen ab 6–8 Tieren empfohlen, um Aggressionen zu verteilen. Einzelhaltung oder Paarhaltung in zu kleinen Becken führt zu chronischem Stress.

Garnelen: Jungtiere gefährdet, adulte meist toleriert, aber nicht empfehlenswert. Schnecken: Adulte toleriert, Jungschnecken gefährdet.

Zur Vergesellschaftung eignen sich friedliche Mittelwasser- und Oberflächenfische aus Südostasien: kleine Danio-Arten, Rasboras. Bodenfische (Corydoras, Pangio-Schmerlen) ungeeignet – provozieren Revierauseinandersetzungen.

Ernährung

Omnivor mit Schwerpunkt auf tierischer Nahrung. Mückenlarven, Artemia, Daphnia, Cyclops, Tubifex. Ergänzend: sinkende Tabletten und Granulate, Spirulina-Tabs als pflanzliche Ergänzung. Mehrmals täglich kleine Portionen, sinkendes Futter Pflicht.

Zucht

Schistura mahnerti ist ein Substratlaicher. Eier werden vermutlich versteckt an Steinen oder in Spalten abgelegt. Reproduzierbare Zuchterfolge im Heimaquarium nicht dokumentiert. Alle Handelstiere sind Wildfänge. Erfahrungsberichte legen nahe: Abkühlung auf 21–22 °C und weiches, leicht saures Wasser (pH 6,0–6,5, GH 2–4 °dGH) als möglicher Laichstimulus.

Natürlicher Lebensraum

Schistura mahnerti stammt aus dem Salween-Einzugsgebiet in Thailand. Die Art bewohnt klare, sauerstoffreiche Bäche mit mäßiger bis starker Strömung und steinigem bis kiesigem Substrat. Strukturreiche Uferzonen mit Spalten, flachen Riffeln und Bereichen mit Laubansammlungen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen besitzen suborbitale Hautlappen unterhalb der Augen – ein verlässliches, bei genauer Betrachtung erkennbares Merkmal. Weibchen tendenziell fülliger im Bauchbereich, besonders bei Laichreife.

Gut zu wissen

  • Kontrastreiche Zebrazeichnung mit bis zu 17 dunklen Querbändern
  • Leuchtend rote Schwanz- und Brustflosenfärbung
  • Ausgeprägt territorial – Sichtbarrieren und Revierstruktur Pflicht
  • Männchen mit suborbitalen Hautlappen als Geschlechtsmerkmal
  • Strömungsspezialist – starke Strömung und hoher Sauerstoff Pflicht
  • Im Handel nur als Wildfang

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Rotschwanz-Zebraschmerle?

Temperaturen von 23–26 °C, pH-Wert von 6,0–6,9 und Gesamthärte von 2–10 °dGH. Leicht saures, weiches Wasser.

Ist die Rotschwanz-Zebraschmerle aggressiv?

Ja, ausgeprägt territorial am Boden. Reviere werden mit Rammattacken verteidigt. Genügend Höhlen und Sichtbarrieren sind Pflicht.

Kann man die Rotschwanz-Zebraschmerle mit Corydoras halten?

Nein. Bodenfische wie Corydoras oder Pangio-Schmerlen provozieren Revierauseinandersetzungen und sind ungeeignet.

Lässt sich die Rotschwanz-Zebraschmerle züchten?

Bisher nicht reproduzierbar im Heimaquarium gelungen. Alle Handelstiere sind Wildfänge.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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