Da diese Art den Raubkugelfischen angehört welche Schlundzähne besitzen, werden keine Schnecken zur Verfütterung benötigt.
Zierfische, Familie Tetraodontidae
Kongo-Kugelfisch Tetraodon miurus
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Kongo-Kugelfisch (Tetraodon miurus) erreicht etwa 15 cm Standardlänge und ist ein hochspezialisierter Lauerjäger aus dem Kongobecken. Der kompakte, stämmige Körper hat ihm den englischen Spitznamen „Potato Puffer“ eingebracht. Die Augen sitzen hoch auf dem Kopf, das Maul ist nach oben gerichtet: beides Anpassungen an die Jagdstrategie, aus dem Bodengrund heraus nach oben schnellend Beute zu ergreifen.
- Schwierigkeit: Schwierig
- Einzelgänger
- Territorial

15 cm (SL)Endgröße
10 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
6,8-7,5pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Beschreibung
Die Färbung ist variabel und dient der Tarnung: Tiere können ziegelrot, orange, schwarz, grau mit dunklen Punkten oder marmoriert olivgrün bis braun erscheinen. Farbwechsel innerhalb weniger Stunden sind möglich. Tetraodon miurus verbringt den Großteil seiner Zeit eingegraben im Sand, nur die Augen ragen heraus. Einzelhaltung ist zwingend. Der Fisch attackiert alles, was sich ihm nähert, und frisst alles, was in sein Maul passt.
Haltung und Pflege
Tetraodon miurus benötigt 24-28 °C, einen pH-Wert von 6,8-7,5 und eine Gesamthärte von 5-15 °dGH. Für die Einzelhaltung sind mindestens 120 cm Kantenlänge und 200 Liter erforderlich. Das Becken muss einen tiefen, feinen Sandgrund von mindestens 5-8 cm aufweisen, damit der Fisch sein natürliches Eingrabverhalten ausleben kann. Felsen, Wurzeln und Höhlen ergänzen die Einrichtung als Deckung. Ein leichter Strömungsbereich wird toleriert. Leistungsstarke Filtration und regelmäßige Wasserwechsel (30-40 % wöchentlich) sind wegen der eiweißreichen Ernährung unerlässlich.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Tetraodon miurus ist ein strikt territorial lebender Einzelgänger. Der Fisch verbringt einen Großteil seiner Zeit eingegraben im Sandboden, nur die Augen ragen heraus. Von dieser Position aus lauert er auf Beute, die er mit einem explosiven Aufwärtsstoß überwältigt. Trotz seiner scheinbaren Passivität ist er hochgradig aufmerksam und zeigt eine ausgeprägte Persönlichkeit. Jeder Versuch einer Vergesellschaftung endet mit Verletzungen oder dem Tod der anderen Tiere. Auch Artgenossen werden nicht toleriert. Der Fisch sollte niemals dazu veranlasst werden, sich aufzublasen, da dies erheblichen Stress verursacht.
Ernährung
Tetraodon miurus ist ein spezialisierter Karnivor (Lauerjäger). Hartschalige Futtertiere sind zur Abnutzung des kontinuierlich nachwachsenden Zahnschnabels notwendig: Schnecken und Muschelfleisch bilden die Basis der Ernährung. Ergänzend eignen sich Garnelen, Regenwürmer, Stinte und Miesmuscheln. Einzelne Exemplare fressen anfangs nur lebendes Futter. Eine Umgewöhnung auf totes Futter ist möglich, erfordert aber Geduld. Kein Säugetier- oder Geflügelfleisch verfüttern.
Zucht
Eine Nachzucht von Tetraodon miurus im Aquarium ist bislang nicht dokumentiert. Angaben zu Geschlechtsunterschieden liegen nicht vor.
Natürlicher Lebensraum
Tetraodon miurus stammt aus dem Kongobecken in der Demokratischen Republik Kongo. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Kinsuka-Stromschnellen am Ausgang des Pool-Malebo-Sees flussaufwärts bis zum Oberlauf des Lualaba. Die Art besiedelt große Flüsse mit teils kräftiger Strömung, gelegentlich sogar Stromschnellen. Charakteristisch ist ein sandiger bis kiesiger Bodengrund, in den sich der Fisch zum Lauern eingräbt.
Geschlechtsunterschiede
Äußere Geschlechtsmerkmale sind bei Tetraodon miurus nicht beschrieben. Beide Geschlechter erreichen vergleichbare Größen.
Gut zu wissen
- Spezialisierter Lauerjäger: gräbt sich in Sand ein und lauert auf Beute
- Extrem variable Färbung: Farbwechsel innerhalb weniger Stunden möglich
- Absolute Einzelhaltung: Vergesellschaftung endet mit Verletzungen oder Tod
- Tiefer Sandgrund (5-8 cm) zum Eingraben notwendig
- Nachwachsender Zahnschnabel: hartschalige Nahrung (Schnecken, Muscheln) zur Abnutzung Pflicht
- Keine Nachzucht im Aquarium dokumentiert
- Kein Säugetier- oder Geflügelfleisch verfüttern
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Kongo-Kugelfisch?
Tetraodon miurus benötigt 24-28 °C, pH 6,8-7,5 und GH 5-15 °dGH. Leistungsstarke Filtration und wöchentliche Wasserwechsel von 30-40 % sind wegen der eiweißreichen Ernährung Pflicht.
Warum braucht der Kongo-Kugelfisch tiefen Sand?
Tetraodon miurus ist ein Lauerjäger, der sich in den Bodengrund eingräbt und nur die Augen herausragen lässt. Feiner Sand mit 5-8 cm Tiefe ist notwendig, damit der Fisch sein natürliches Jagdverhalten ausleben kann.
Kann man den Kongo-Kugelfisch vergesellschaften?
Nein. T. miurus muss in Einzelhaltung gepflegt werden. Jeder Versuch einer Vergesellschaftung endet mit Verletzungen oder dem Tod der anderen Tiere. Auch Artgenossen werden nicht toleriert.
Was frisst der Kongo-Kugelfisch?
Hartschalige Nahrung ist Pflicht: Schnecken und Muschelfleisch zur Abnutzung des nachwachsenden Zahnschnabels. Ergänzend Garnelen, Regenwürmer und Stinte. Kein Säugetier- oder Geflügelfleisch.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
4 Kommentare, der letzte vom 8. August 2017
Benedikt Roth
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