
Welse
Vierstreifenpimelodus
Pimelodus albofasciatus
- Endgröße: bis 29,5 cm
- Aquarium: ab 450 l
- Temperatur: 22-25 °C
- pH-Wert: pH 6-7,2
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Pimelodidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Langschwanz-Spatelwels (Platysilurus mucosus) ist ein mittelgroßer Raubwels aus der Familie Pimelodidae mit gedrungener Körperform und markanter schwalbenschwanzähnlicher Schwanzflosse. Die Grundfarbe ist dunkel bis schwarz; längs der oberen Körperhälfte verläuft eine Reihe kleiner schwarzer Punkte, unter der Rückenflosse findet sich häufig ein größerer dunkler Fleck.

bis 30 cmEndgröße
keine AngabeLebenserwartung
25-28 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 540 lAquariengröße
Markant sind die sehr langen Oberkieferbarteln, die dem Wels sein spatelartiges Profil verleihen. Die Schwanzflosse zeigt bei Jungtieren einen besonders ausgeprägten verlängerten oberen Strahl, der sich bei adulten Exemplaren abschwächt. Sicherheitshinweis: Die Brustflossen sind nadelspitz und vermutlich leicht giftig. Beim Fangen und Umsetzen Behälter statt Kescher verwenden, um Verletzungen zu vermeiden. Im Aquarium verhält sich Platysilurus mucosus sehr scheu und tritt oft nur zur Nahrungsaufnahme aus Verstecken hervor. Die Tiere benötigen dichte Rückzugsräume und gedämpfte Beleuchtung. In entsprechend eingerichteten Becken sind sie dennoch relativ aktive Bodenbewohner. Gegenüber ausreichend großen Beifischen verhalten sie sich friedlich; gegenüber Fischen, die ins Maul passen, tritt räuberisches Verhalten auf.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 25-28 °C, pH 6-7,5 und GH 2-15 °dGH (breite Spanne, da wenige Quellen vorliegen). Mindestbeckengröße: 150 cm Kantenlänge (ca. 540 Liter). Feiner Sand als Substrat zum Schutz der empfindlichen Barteln. Zahlreiche Verstecke aus Wurzelholz, Höhlen und dichten Pflanzengruppen, kombiniert mit freien Schwimmzonen über dem Substrat. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung. Mäßige Strömung mit gutem Gasaustausch. Leistungsfähige biologische Filterung, da fleischfressende Fische zu höherer organischer Belastung führen. Regelmäßige Wasserwechsel.
Platysilurus mucosus kann in Gesellschaft artverwandter, ausreichend großer Bodenfische gehalten werden. Verlässliche Angaben zur idealen Gruppengröße fehlen; erfahrene Halter berichten, dass die Welse in lockerer Gesellschaft ruhiger auftreten als isoliert gehaltene Tiere. Untereinander gelten die Tiere als friedlich. Gegenüber sehr kleinen Fischen und Wirbellosen besteht räuberisches Risiko. Zwerggarnelen und sehr kleine Wirbellose sind ungeeignet; adulte, robuste Garnelen genießen ein geringes Maß an Sicherheit. Schnecken werden in der Regel toleriert.
Platysilurus mucosus ist ein ausgeprägter Fleischfresser. Gehackte Muscheln, Fischfilet, großes Frostfutter sowie sinkende Pellets für fleischfressende Arten bilden die Grundnahrung. Ergänzend gefrorene Artemia, größere Krebstiere und hochwertige sinkende Fleischpellets. Kleine Fische, Garnelen und andere Wirbellose können als Beute betrachtet werden.
Platysilurus mucosus wurde bislang im Aquarium nicht erfolgreich nachgezüchtet. Gesicherte Zuchtberichte liegen nicht vor. Die Einordnung als Freilaicher basiert auf der Zugehörigkeit zur Familie Pimelodidae, ist jedoch artspezifisch nicht belegt. Die kommerzielle Versorgung erfolgt ausschließlich mit Wildfängen, hauptsächlich aus Peru.
Platysilurus mucosus ist in Südamerika beheimatet, mit Verbreitung im Amazonas- und Orinoco-Einzugsgebiet in Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Peru und Venezuela. Die Art besiedelt trübe, fließende Gewässer des Tieflandes mit mäßiger Strömung. Typische Habitate weisen feines Sandsubstrat, reichlich Treib- und Wurzelholz sowie strukturierte Ufervegetation auf. Die natürlichen Gewässer sind oft tanninhaltig und leicht eingefärbt.
Für Platysilurus mucosus liegen keine detaillierten oder eindeutig dokumentierten Angaben zum Geschlechtsdimorphismus vor. Männchen und Weibchen können äußerlich nicht sicher unterschieden werden.
Die empfohlenen Werte sind 25-28 °C, pH 6-7,5 und GH 2-15 °dGH. Feiner Sand als Substrat ist wichtig für die empfindlichen Barteln.
Platysilurus mucosus erreicht ca. 20-30 cm Standardlänge (SL). In der Fachliteratur werden 20 cm SL angegeben, im Handel werden 20-30 cm genannt.
Friedlich gegenüber ausreichend großen südamerikanischen Beifischen. Kleine Fische und Garnelen können als Beute enden. Robuste, mittelgroße bis große Bodenfische sind geeignet.
Fleischfresser. Sinkende Fleischpellets, Frostfutter, gehackte Muscheln, Fischfilet und Krebstiere. Kleine Beifische können als Beute dienen.
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