Das erste Bild zeigt nicht A. pulcher sondern A. rivulatus.
Zierfische, Familie Cichlidae
Neonblauer Buntbarsch Andinoacara (Aequidens) pulcher
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Andinoacara pulcher hieß früher Aequidens pulcher. Der Neonblaue Buntbarsch (Andinoacara pulcher), auch als Blauer Acara bekannt, ist ein kompakt gebauter Cichlide mit bis zu 16 cm Gesamtlänge. Die Grundfärbung reicht von olivgrün bis blaugrau, auf den Flanken sind häufig acht dunklere Querstreifen erkennbar.
- Schwierigkeit: Einfach
- Paarweise
- Territorial

16 cm (TL)Endgröße
8-10 JahreLebenserwartung
22-28 °CTemperatur
6,5-8pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 250 lAquariengröße
Beschreibung
Leuchtend blaugrüne bis türkisfarbene Linien und Punktierungen auf Wangen und Kopfunterseite erzeugen zusammen mit einem orange- bis rötlich gesäumten Saum an der Rückenflosse ein kontrastreiches Erscheinungsbild. Männchen wirken farbintensiver, vor allem während der Balz- und Brutzeit. Wildgefangene Exemplare zeigen in der Regel eine intensivere Färbung als Nachzuchttiere. Im Aquarium zeigt Andinoacara pulcher ein insgesamt ruhiges, für Cichliden dieser Größe eher friedliches Verhalten in der mittleren bis unteren Schwimmzone. Die Art ist sozial anpassungsfähig, bildet aber vor allem während der Fortpflanzungszeit Reviere und zeigt dann deutlich territoriales Verhalten. Bereiche mit Totholz, Steinen und Pflanzen werden bevorzugt aufgesucht; dort suchen die Tiere Schutz, paaren sich und verteidigen Gelege.
Haltung und Pflege
Wasserwerte (Aquarium): Temperatur 22–28 °C, pH 6,5–8,0, GH 5–15 dGH. Stabile Wasserwerte sind wichtig; schnelle Schwankungen vermeiden. Für ein Paar mindestens 120 cm Kantenlänge und 250 Liter. Substrat aus Sand oder feinem bis mittelkörnigem Kies. Wurzeln, Totholz und Falllaub schaffen natürliche Strukturen und Versteckplätze. Flache Steine oder große Blätter eignen sich als Laichsubstrat. Mäßige bis ruhige Strömung. Robuste, an Wurzeln befestigte Pflanzen oder Hartblattgewächse sind besser geeignet, da die Art gelegentlich gräbt. Andinoacara pulcher ist ein robuster, gut zu haltender Cichlide für Aquarianer mit naturnahem Biotopbecken. Bei Vergesellschaftung ist auf bioregionale Kompatibilität (Südamerika) zu achten.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Empfohlen wird eine Haltung als Paar oder in kleiner Gruppe von mindestens 4 Exemplaren, um eine natürliche Sozialstruktur zu ermöglichen. Im Normalzustand sind die Tiere ruhig und gut mit mittelgroßen, robusten Mitbewohnern zu vergesellschaften. In der Brutzeit ändert sich das Verhalten deutlich: Elterntiere sind dann stark territorial und aggressiv gegenüber Eindringlingen. Sehr kleine Junggarnelen können gefressen werden; adulte Garnelen sind weitgehend sicher. Schnecken werden in der Regel toleriert. Panzerwelse sind als Mitbewohner gut geeignet. Geeignete Vergesellschaftungspartner sind südamerikanische Salmler mittlerer Größe, Panzerwelse sowie kleinere südamerikanische Buntbarsche mit ähnlichen Wasseransprüchen.
Ernährung
Andinoacara pulcher ist ein Allesfresser mit deutlichem Schwerpunkt auf fleischlicher Kost. In der Natur ernährt er sich überwiegend von wirbellosen Kleintieren, Würmern, Krebstieren und Insekten. Im Aquarium: Artemia, schwarze und weiße Mückenlarven, Tubifex, kleine Regenwürmer sowie Muschelfleisch als proteinreiche Komponenten. Ergänzend werden hochwertige Granulate und Cichliden-Sticks akzeptiert. Pflanzliche Beifütterung fördert eine ausgewogene Ernährung.
Zucht
Andinoacara pulcher ist ein Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und zählt zu den einfacheren Cichliden-Zuchten. Zuchtwasser: Temperatur 26–28 °C, pH 6,5–7,0, GH max. 15 dGH. Paare bilden ein Revier, bereiten flache Mulden oder wählen ebene Steine als Laichsubstrat. Beide Elternteile beteiligen sich an der Brutpflege über ca. 2 Wochen. Gelegegröße bis zu 200 Eier pro Ablaich. Inkubationszeit 48–72 Stunden. Jungfische schwimmen nach etwa 3 Tagen frei und nehmen Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen an. Getrennte Aufzuchtbecken verbessern die Überlebensraten. Großzügige Wasserwechsel kurz vor der Laichbereitschaft wirken als natürlicher Auslöser.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 6,5 bis 7, bis 15 °dGH
Natürlicher Lebensraum
Andinoacara pulcher ist in Südamerika beheimatet mit Nachweisen auf Trinidad, Tobago, in Venezuela und Kolumbien, insbesondere in Einzugsgebieten großer Flusssysteme wie Orinoco und Magdalena. Die Art besiedelt sowohl trübe, stehende Gewässer als auch klarere, langsam fließende Flussabschnitte. Häufig findet man die Fische über sandigen oder schlammigen Substraten, oft bedeckt mit Falllaub und durchzogen von Totholzstrukturen.
Geschlechtsunterschiede
Männchen entwickeln eine größere Körpergröße und intensivere Färbung, besonders während der Balz- und Brutzeit. Im Alter bilden Männchen leicht verlängerte, spitz zulaufende Rücken- und Afterflossen aus. Weibchen bleiben etwas kleiner und wirken stämmiger im Körperbau. Die maximale Körperlänge beträgt bis zu 16 cm TL; Weibchen bleiben typischerweise darunter.
Gut zu wissen
- Deutliche Balz- und Brutfärbung; Männchen intensiver ausgeprägt; Wildtiere farbenprächtiger als Nachzuchten
- Bildet Reviere, besonders ausgeprägt während der Brutzeit
- Bevorzugt strukturierte Verhältnisse mit Totholz, Steinen und Verstecken
- Substratlaicher mit intensiver biparentaler Brutpflege
- Gräbt gelegentlich im Substrat – feinblättrige Pflanzen können beschädigt werden
- Sprungrisiko gering, dennoch Abdeckung empfohlen
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Neonblaue Buntbarsch?
Die empfohlenen Werte sind Temperatur 22–28 °C, pH 6,5–8,0 und GH 5–15 dGH. Stabile Werte ohne schnelle Schwankungen sind wichtig.
Kann man den Neonblauen Buntbarsch vergesellschaften?
Ja, mit mittelgroßen südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und kleineren Buntbarschen derselben Region. Während der Brutzeit steigt die Territorialität.
Kann man den Neonblauen Buntbarsch im Aquarium züchten?
Ja, die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als vergleichsweise einfach. Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege. Zuchtwasser: 26–28 °C, pH 6,5–7,0. Gelege bis zu 200 Eier.
Was frisst der Neonblaue Buntbarsch?
Als Allesfresser mit Schwerpunkt auf fleischlicher Kost nimmt er Artemia, Mückenlarven, Tubifex und Muschelfleisch an. Ergänzend werden Granulate und Cichliden-Sticks akzeptiert.
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 9. September 2017
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